The Pink Table - Sportpodcast

The Pink Table - Sportpodcast

Der Sportpodcast mit Martina Eberl

Transkript

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00:00:00: ,660 [Dominik Klein] Wenn ich in der Abwehr stehe, dann bin ich parat, dann bin ich bereit, dann kann ich den Ball klauen, dann kann ich einen Stürmerfaul rausholen. Dann bin ich hier. Da habe ich richtig so Feuer an den Armen, an den Beinen.

00:00:09: ,290 [Dominik Klein] Dann waren wir heiß wie Frittenfett, haben uns angezogen, sind kurz bevor wir rausgegangen sind, hat er noch mal so einen Spruch in die Kabine: „Männer, geht raus, die kochen auch nur mit Fleisch."

00:00:21: ,760 [Dominik Klein] Der erste Titel in seiner Karriere ist, vor dreißigtausend Zuschauern in Köln auf dem Rathausbalkon zu stehen, um Weltmeistermedaille irgendwie um den Hals gehängt zu bekommen. Und dann gehst du nach Kiel und wirst deutscher Meisterpokalsieger, Champions-League-Sieger, stehst vor zwanzigtausend. Ich hatte ja eine Zeit, wo ich verletzt war, wo ich ganz alleine für mich war. Also da bist, da ist ja nichts mehr mit Teamsport. So, da bist du acht Monate lang auf dich alleine gestellt.

00:00:44: ,200 [Martina Eberl] Einer meiner absoluten Wunschkandidaten, ehemaliger Weltklasse-Handballprofi, Weltmeister und bester und nettester TV-Experte. Dominik Klein ist heute mein Gast und auch hier hat sich meine Geduld und Ausdauer bezahlt gemacht. Dominik ist nicht nur ein absolut großartiger Sportler, sondern ein unfassbar cooler und netter und vor allem toller Typ und Herzensmensch. Zusammen sind wir für die Peak Performance Stiftung tätig, worüber wir uns auch 2023 kennengelernt haben. Heute geht es um seine Karriere, die er 2018 beendet hat, den Aufwind von Handball in Deutschland, seine Familie, die ihm alles bedeutet und natürlich auch sein Hauptprojekt, den Handballcampus München. Ich freue mich, dass es endlich geklappt hat und herzlich willkommen im Pink Table Sportler-Podcast, lieber Dominik und auch liebevoll Mini in seiner aktiven Zeit genannt. Schön, dass du da bist.

00:01:35: ,460 [Dominik Klein] Danke schön. Was für tolle Worte zu Beginn.

00:01:37: ,780 [Martina Eberl] Musik] This is The Pink Table.

00:01:42: ,740 [Martina Eberl] Speak Your Story.

00:01:44: ,600 [Dominik Klein] Wir waren ja gemeinsam zum ersten Mal bei den Peak Performern und wussten nicht, wo wir sind. Das war unser erstes Aufeinandertreffen damals. Ähm, und dann haben wir uns da in den Abend gesneakt. Das weiß ich noch.

00:01:56: ,340 [Martina Eberl] Da kommen wir auch gleich noch mal drauf, wie wir uns eigentlich kennengelernt haben. Aber du nimmst mir natürlich wieder alles vorweg. Aber meine allerallererste Frage ist jetzt eigentlich: Mini, du. Also ich meine, wenn ich jetzt Mini wäre, okay, aber warum ist, war dein Spitzname oder ist immer noch dein Spitzname Mini?

00:02:12: ,380 [Dominik Klein] Also ich habe den von meinem Papa bekommen, äh, weil ich war der Kleinste in der Handballmannschaft und ich durfte da irgendwie auf Rechtsaußen ein bisschen rumspielen. Ähm, gleichzeitig würde es natürlich auch in dem Namen stecken, ja, Do-mi-nik. Dann heißt du auch noch Klein. Also ich könnte viele Herleitungen natürlich für diesen Namen holen, aber Mini ist tatsächlich, weil mein Papa das immer zu mir gesagt hat.

00:02:33: ,580 [Martina Eberl] Weil du immer der Kleinste warst.

00:02:34: ,900 [Dominik Klein] Der kleine Klein. Ich habe ja noch einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester. Ich war ja Sandwichkind. Ähm, und ich, äh, wurde immer so von den Vereinsmitgliedern dann auch in der Halle: „Ah, da kommt der kleine Klein da vorne." Und, äh, ja, irgendwann dürfte ich jetzt mit eins neunzig dann doch mal einen großen Schub machen, was das Wachstum angeht.

00:02:51: ,480 [Martina Eberl] Wann kam der denn?

00:02:53: ,390 [Dominik Klein] Ja, der kam so um die vierzehn, fünfzehn, so pubertäres Alter und, äh, da hatte man dann auch schnell gemerkt, ich meine, es gibt ja eine Vortragsreihe von mir, die heißt „Vom Kleinsten auf Rechtsaußen zum Weltmeister auf Linksaußen." Ähm, aber da kommen wir ja im Laufe des Podcast noch drauf.

00:03:11: ,880 [Martina Eberl] Absolut.

00:03:12: ,360 [Martina Eberl] Mit eins neunzig bist du?

00:03:14: ,440 [Dominik Klein] Ja.

00:03:15: ,220 [Martina Eberl] Bist du da jetzt beim Handball so-- Man, man muss ja groß sein irgendwie, gell?

00:03:19: ,300 [Dominik Klein] Deswegen. Ich bin dort immer noch einer der Kleinsten.

00:03:21: ,680 [Martina Eberl] Wirklich?

00:03:21: ,160 [Dominik Klein] Ja, ja. Ich war auf außen. Ich meine Linksaußen. Ich habe auch in der Mitte gespielt, Spielmacher gewesen, weil ich hatte ja in meinem Bruder das große Vorbild, wollte immer so werden wie er. Der hat ja Junioren-National, Jugend-Nationalmannschaft sogar gespielt und alle Auswahlmannschaften durchlaufen, die man als Jugendlicher so nach oben geht. Und, äh, deswegen war er mein ganz großes Vorbild. Ich wollte auch mal den Adler auf der Brust tragen, weil das mein Bruder war.

00:03:43: ,360 [Martina Eberl] Und was ist aus ihm dann geworden als Handballer?

00:03:46: ,280 [Dominik Klein] Mein Bruder ist dabei geblieben. Wir haben zusammen in einer Mannschaft gespielt. Kannst du dir vorstellen, wenn der, der sechs Jahre jüngere Bruder dann, äh, auch da in die gleiche Mannschaft kommt, auf der gleichen Position. Da gab's ganz schön Beef ab und zu, aber am, am Ende, äh, hat er mir auch, äh, ja, den Weg bereitet, äh, und ich bin ihm zu höchst dankbar, dass ich in ihm ein Vorbild habe. Weil Vorbilder, ich glaube, da kommen wir hinten raus auch ein bisschen drauf, ist, äh, so, so wichtig im Leben, auch für die Kinder, ähm, denen nachzueifern, ein Ziel zu haben. Und daher sind wir zusammen dann auch, äh, aufgelaufen für unseren Heimatverein. In der zweiten Liga sogar.

00:04:22: ,080 [Martina Eberl] In der zweiten Liga?

00:04:23: ,900 [Dominik Klein] Mhm.

00:04:23: ,920 [Martina Eberl] Cool. Das, schau, das wusste ich schon gar nicht. Das hat mir in meiner Recherche, hat mich das wieder alles ... Ähm, aber ich, ich sehe schon, da kommen heute ganz, ganz viele Überraschungen daher. Und vor allem, ähm, das haben jetzt natürlich hier die Zuhörer und die Zuschauer nicht gesehen. Du bist hier reingekommen, nebenan ist mein Indoor-Golfstudio. Hast dich hingestellt, einen Schläger genommen, hast den Ball getroffen und ich habe so ein bisschen so ein Auge für so Golfschwünge.

00:04:44: ,400 [Dominik Klein] Ach so, ja.

00:04:45: ,880 [Martina Eberl] Das, das hat jetzt auch echt nicht schlecht ausgeschaut, dass du Golf spielst, das hast du mir noch nie erzählt.

00:04:50: ,720 [Dominik Klein] Krass, gell, was alles hier auch herauskommt.

00:04:53: ,560 [Martina Eberl] Wahnsinn. Ich freue mich schon auf die nächsten zwei Stunden. Echt.

00:04:57: ,080 [Dominik Klein] lacht] Ich habe dir ja erzählt, ich erzähle dir dann erst im Podcast, wie es dazu gekommen ist und die Geschichte ist eigentlich ziemlich cool. Und zwar wir waren in Portugal im Familienurlaub damals. Ich müsste so wie alt unser Sohn heute ist, so mit elf, zwölf Jahren. Dann hat sich mein Papa, das war so eine Golfhochzeit, wo das dann gekommen ist, so vor dreißig, fünfunddreißig Jahren. Ähm, und dann hat sich mein Papa mal in diesem Golfurlaub oder in diesem Urlaub einen Golftrainer genommen, um einfach mal so die ersten Schwünge mal so auszuprobieren. Und ich, er hat mich halt mitgenommen und dann habe ich halt, äh, auf zwei Feldern nebendran halt auch ein paar Schwünge gemacht. Und der Golflehrer damals hatte schon so eine Kabine nebendran, wo er dann das Ganze gefilmt hat und dann sagte er: „Kommen Sie mal mit, wir gucken uns das jetzt mal an auf dem Video." Und da habe ich natürlich dort auch mitgeguckt und irgendwann sagt der Golflehrer: „Also vielleicht schauen Sie sich ein bisschen was bei Ihrem Sohn ab." [lacht] Und das war für meinen Papa zum ersten Mal Golfschläger in der Hand, der Kleine, der kleine Sohn mit zwölf und der Golfpro sagt ihm: „Schauen Sie ein bisschen was bei dem, bei Ihrem Sohn ab." Und da, ähm, war dann mein Papa ziemlich angefressen, hat mich nie mehr mitgenommen auf den Golfplatz und [lacht] ist dann, ist dann von alleine, äh, in diese Golfszene oder in diesen Golfer reingekommen, aber diese, diesen Spaß habe ich mir damals nicht nehmen lassen, ihm das ab und zu mal wieder aufs, aufs Brot zu schmieren.

00:06:18: ,528 [Martina Eberl] Und es war vor fünfunddreißig Jahren.

00:06:20: ,808 [Dominik Klein] Ja, oder gefühlt.

00:06:20: ,048 [Martina Eberl] Und jetzt sag bitte nicht, dass du heute seit fünfunddreißig Jahren zum ersten Mal eine Schlägerei in der Hand hast.

00:06:26: ,387 [Dominik Klein] Nein, das nicht. Ich habe natürlich dann irgendwann die Platzreife, äh, gemacht.

00:06:29: ,668 [Martina Eberl] Ah, okay.

00:06:30: ,648 [Dominik Klein] Und, ähm, hab aber nicht die Zeit dafür, äh, ehrlicherweise zum jetzigen Zeitpunkt, weil Familie und Kinder und dir brauche ich nicht sagen, wie viel. Vor allem, weil man den Anspruch an sich selber hat. Der Anspruch an einen Leistungssportler selber ist ja so hoch. Ich wüsste, wenn ich jetzt mit Golfspielen anfangen würde, würde ich gerne vier, fünf Stunden am Tag auf dem Platz stehen und das dann so gut können, dass ich das für mich, ähm, ja, so perform, performen kann, wie ich das gerne für mich, äh, haben würde.

00:07:01: ,628 [Martina Eberl] Ist das bei dir so, dass alles, was du so machst, dass du dann gleich dafür brennst und dass du es dann gleich richtig, richtig gut machen willst?

00:07:07: ,148 [Dominik Klein] Mhm. In jeder Lebenslage eigentlich. Ob das jetzt, ähm, zu Hause ist, äh, ob das, äh, egal was man anpackt, im Ehrenamt, im, im Familienleben, im Sport. Ähm, ich merke dann schon sehr schnell, ich will das auch gut können. Also das habe ich, glaube ich, schon früher habe ich ja gehasst zu verlieren, äh, wenn ich selbst Schafkopf gespielt habe oder irgendwie Schnauz oder keine Ahnung. Da sind schon manchmal bei den Brüderduellen die, die Karten geflogen. Äh, das kann ich nicht anders sagen, aber da, da kommt ja irgendwo auch ein Charakter durch, äh, der vielleicht auch mich dazu geführt hat,

00:07:44: ,308 [Dominik Klein] im Leistungssport oder in der Karriere, da irgendwie da hochzukommen.

00:07:48: ,738 [Martina Eberl] Schafkopf. Dann weiß ich ja, was wir beim nächsten Peak Performer Summit mal machen.

00:07:52: ,138 [Dominik Klein] lacht] Schafkopf.

00:07:54: ,408 [Martina Eberl] Du spielst Schafkopf, wo ich sage: „Ja, freilich. Ich komme aus München." Ähm, „Ja, das heißt du noch lange nicht." Da habe ich gesagt: „Ja, das stimmt", aber doch der Schafkopf. Ähm, ich habe ganz klassisch als, kennst du den Ausdruck, aber du bist ja Bayer, äh, Brunzkatl.

00:08:08: ,267 [Dominik Klein] Bruns, nee, das kenne ich nicht.

00:08:09: ,968 [Martina Eberl] Der Brunzkatl ist der, der einspringt, wenn einer aufs Klo muss.

00:08:12: ,028 [Dominik Klein] Ah, beim Kartenspiel.

00:08:14: ,278 [Martina Eberl] Ja genau, also du bist quasi der Fünfste.

00:08:15: ,787 [Dominik Klein] Ah, der Brunzkatl. Jetzt verstehe ich. Okay, jetzt haben wir jetzt ein bisschen kurz rekonstruieren müssen. [lacht] Kenne, kenne nicht. Auf die Alte, auf die Alte. So, das kennen wir ja auch. Äh, aber nee, so ein paar gibt das einige.

00:08:27: ,268 [Martina Eberl] Ja, schon wieder was gelernt. Ciao. Ja, du hast es ja vorher schon angesprochen. Wir haben uns über, ähm, das erste Summit oder unser gemeinsames erstes Summit, äh, bei den Peak Performern auf, ähm, auf der Mayralm in Tirol, Kirchberg, kennengelernt und ich kann mich da auch noch total gut dran erinnern, dass, da war schon relativ viel los und du bist da an, nicht falsch verstehen, also da war so eine Theke, nennt man die Bar.

00:08:53: ,568 [Dominik Klein] Ja.

00:08:53: ,668 [Martina Eberl] Da bist du gesessen und dann habe ich gefragt, ob ich mich dazusetzen kann, weil ich kannte ja eigentlich auch nicht wirklich-

00:08:58: ,648 [Dominik Klein] Auch niemanden.

00:08:59: ,248 [Martina Eberl] Ja, genau. Und, ähm, dann musste ich mich natürlich wieder total outen, weil Handball, ich ka, ich kenne mich halt einfach nicht so richtig aus, was so Handball betrifft. Und ich meine, du warst ja schon eine Größe.

00:09:10: ,128 [Martina Eberl] Ähm, und dann haben wir so gequatscht und ich so: „Was machst du so?" [lacht] Ich meine, du warst Weltmeister und dann war es ein Ticken peinlich, aber gut. Ähm, und dann haben wir uns da so, so, so nett unterhalten. Und genau das, was du jetzt eben auch gerade gesagt hast, alles, was du machst, ist dann natürlich gleich Vollgas und richtig. Und im Jahr danach warst du schon, wie sagt man da-

00:09:32: ,808 [Dominik Klein] Gastgeber.

00:09:32: ,588 [Martina Eberl] Gastgeber. Kommst in die Stiftung rein, kennst keinen Menschen, am nächsten Jahr bist du gleich schon...

00:09:38: ,058 [Dominik Klein] Ja, das kam deswegen, weil an diesem Summit, wo wir da zusammen waren, da wurde ja dann auch vorgestellt, was die Stiftung alles in diesem Jahr gemacht hat und dann wurde ein Film gezeigt von den Bender-Zwillingen, dass die so ein Fußballcamp gemacht haben in Oberaudorf oder Brandenburg. Und dann wurde ja jeder Neuling quasi kurz auf die Bühne geholt, ähm, und hat mit dem Tom, äh, zusammen ein, ein, ein kurzes Interview gehabt und dann konnte ich es mir nicht verkneifen, weil halt Typ Macher und Energizer sagt: „Kann nicht sein, dass wir hier nur Fußballcamps machen in der Peak Performer Stiftung. Da müssen wir mal ein Handballcamp auch machen." Also nächstes Jahr melde ich mich an. Ich würde gerne Gastgeber sein für ein Handball Peak Performer Kids Camp.

00:10:17: ,088 [Martina Eberl] Ah, okay.

00:10:17: ,107 [Dominik Klein] So. Und so ist es entstanden und so sind wir dann ja auch mit der Sportschule Oberhaching, haben jetzt schon dieses Jahr das vierte Camp gemacht. Ähm, und immer natürlich nicht nur Handball, sondern verschiedenste Sportarten, ähm, von Golf bis Sommerbiathlon bis Tour-de-France-Fahren. Wir haben ja alles dort schon gemacht. Diese Facility gibt ja so viel her.

00:10:36: ,728 [Martina Eberl] Mhm.

00:10:36: ,908 [Dominik Klein] Daher, ähm, ja freue ich mich, dass ich sogar mittlerweile dann in dem Kernteam dabei bin und im Beirat, äh, sitze dieser Stiftung, die ja so eine hervorragende, ja, Motivation eigentlich auch für Kinder, äh, gibt, nämlich die Freude am Leisten wieder erlebbar machen und das machen wir ja mit diesen Kids Camps in. Ich finde einzigartigerweise, es gibt, glaube ich, kein vergleichbares Camp. Ich wüsste nicht, wo es das für viele Kinder gibt. Dieses Jahr haben wir sogar Inklusiv-Kinder, also auch mal mit Down-Syndrom oder auch Kinder aus dem Heim gehabt. Das hatte diesen Spirit, hatte ich so noch nie erlebt in einem Camp. Nicht nur, dass das Freude gemacht hat für diejenigen, die vielleicht eine Beeinträchtigung in ihrem Leben mit sich tragen, aber auch für die, die quasi normal auf dem We, auf dem Weg sind, so wie wir gesund durchs Leben gehen können. Diese Kinder hatten das auch so eine Berührung, die sie vielleicht sonst ja nicht haben im Alltag, eben mit Kindern, die ein Down-Syndrom beispielsweise haben. Aber das waren dann Teams, Duos, die dann einfach auch in der Gruppe zu einer Normalität gewachsen sind. Och, da kriege ich Gänsehaut. Also da, da sollte man sich wirklich mal dieses, dieses Video anschauen, was es ja immer im, im Recap gibt, äh, von diesen Kids Camps. Das macht einfach diese Stiftung aus und dafür stehen ganz, ganz viele Menschen im Hintergrund. Wir waren fast über dreißig, äh, Helfer-

00:11:55: ,458 [Martina Eberl] Ja, ja.

00:11:56: ,948 [Dominik Klein] bei diesem Camp für hundert Kinder. Also Wahnsinn.

00:12:00: ,556 [Martina Eberl] Ja, die Stiftung ist schon echt was Besonderes. Ich hatte ja auch schon die, die Magdalena Neuner war ja auch unsere Schirmherrin quasi. Ähm, die war ja auch schon hier im Podcast. Dann, ähm, kommt jetzt diese Woche der, ähm, Gerd Schönfelder. Der Gerd war auch schon da. Du bist da. Also es sind wirklich ganz tolle, namhafte und mega erfolgreiche Sportler beteiligt. Und, ähm, in Oberhaching durfte ich auch schon mal dabei sein. Da durfte ich einen, äh, Ernährungsvortrag für die Eltern halten.

00:12:26: ,176 [Dominik Klein] Mhm, mhm.

00:12:27: ,856 [Martina Eberl] Was ich immer wieder denke, die Kinder— klar, ich kann den Kindern natürlich schon über, über Ernährung was erzählen, aber, ähm, da muss man bei den Eltern so 'n bisschen ansetzen und das, das kam damals ganz gut. Dieses Jahr hatte ich jetzt keine Zeit, weil es halt immer voll in der Golfsaison ist, ja.

00:12:40: ,536 [Dominik Klein] Ja.

00:12:41: ,036 [Martina Eberl] Aber, ähm, du hast da ja, du bist da ja selber total involviert und, äh, voll dabei. Jetzt hast du da zwei Tage mit Kindern. Wie,

00:12:52: ,876 [Martina Eberl] wie vermittelst du oder was ist so deine Idee, den Kindern das zu vermitteln, die Freude am Leisten?

00:12:58: ,916 [Dominik Klein] Also da das ja Stationen sind, die die Kids durchlaufen, ähm, wo sie verschiedene Sportarten, wo sie ein Ernährungsvor-, wo sie über Anatomie was lernen. Das sind ja alles eigentlich Felder, die sie aus ihrer Komfortzone bringen, wenn man ehrlich ist. Natürlich gibt's 'n paar Handballkids, die haben, sind an unserer Station, dann fühlen sie sich wohl, weil sie selber schon Handball spielen. Aber es gibt ja auch ganz viele, die zum ersten Mal Handball gespielt haben oder die sich zum ersten Mal den Schläger in die Hand genommen haben oder die sich mit Dingen beschäftigen, wo sie noch nicht in ihrer Komfortzone hatten. Und das ist ja auch ein so aus der Komfortzone heraustreten, mal offen zu sein, was ganz oder gar nicht zu machen. Das sind ja alles so sieben Grundsätze, die wir in der Stiftung haben, die wir an solchen Stationen verkörpern können. Und mir macht's eigentlich am meisten Spaß, wenn ich am Ende einer Station, wir nehmen uns dann so 'ne Reflektionszeit, also es gibt zehn Minuten vor Schluss an diesen Stationen, kommen wir zusammen, haben die sieben Grundsätze vor uns und dann frage ich einfach in die Runde: "Was habt ihr denn hier an dieser Station jetzt mal von diesen Grundsätzen erlebt?" Und dann, äh, aus Fehlern Stärke, äh, machen, ja. Also, oder was ganz oder gar nicht zu machen, das durchzuziehen, auch wenn das vielleicht nicht mein,

00:14:07: ,336 [Dominik Klein] mein Metier ist oder wenn ich mal mich noch nicht ausgekannt hab. Und das mag ich eigentlich am meisten, dass die Kinder schon so reflektiert sind. Ähm, und das gefällt mir eigentlich am meisten. Und dieses bedingungslos füreinander hat sich in diesem Jahr noch mal so extrem entwickelt durch eben dieses Zusammenspiel mit inklusiven Kindern, mit Kindern aus dem Heim, die so was, die, für die war das eine riesen neue Welt, die, auf die sie da ge-gekommen sind. Und das Feedback, was wir im Nachgang da bekommen haben, auch schon währenddessen, das ist unbezahlbar.

00:14:39: ,476 [Martina Eberl] Was wird jetzt mit den Kindern gemacht, die dann quasi Blut geleckt haben und sagen: "Oh, jetzt zum Beispiel Handball, das ist ja jetzt voll meins." Werden die dann an die Hand genommen und...?

00:14:47: ,796 [Dominik Klein] Ja, also die haben, wir haben natürlich den Zugang, aber viel mehr gilt's eigentlich da, sie in dieser Peak-Performer-Welt nachhaltig zu behalten. Wir haben auch in diesem Jahr, äh, zum ersten Mal so 'n Fragebogen mit integriert, sowohl für die Kids als auch für die Eltern und werden das jetzt auch begleiten über das nächste halbe Jahr, damit sie auch, damit wir auch mal so 'ne Studie haben, zu sehen, was hat das eigentlich gebracht, was wir hier vor sechs Monaten eigentlich euch vermittelt haben. Und diese Eltern-Feedbacks, die sind Wahnsinn. Also das ist ja immer noch am, am Essenstisch, am Abendessentisch immer noch Programm, wenn's darum geht: "Ey, da hab ich am Wochenende davon erfahren. Selbst Ernährung, ja, Tiefkühlpizza brauchen wir nicht, können wir auch selber Aubergine", äh, keine Ahnung, da kann man mal Artischocken dr-- das sind ja alles so Sachen, die man mal neu erfährt und das ist eigentlich das Spannendste. Äh, wir hatten zum Beispiel auch in diesem Jahr eine Art, äh, Kommunikations-, ähm, station, wo sie sich gegenseitig mal vorstellen konnten, ne, und wo man so 'n Rollenspiel eingenommen hat. Und ich finde, in der, in diesen Richtungen konnten viele was Neues dazulernen und das sollte halt bestmöglich auch lang-langjährig oder auf, auf nachhaltig, äh, beibehalten werden. Weil ich sage auch in der Stiftung, in dem, in dem Beirat: Wenn wir es schaffen, dass in zehn, 15 Jahren ein Kind im Berufsleben angekommen ist oder in, in der Sportwelt zu Hause ist und sagt, das sind die Werte, nach denen ich vor zehn, 15 Jahren beim Kids Camp in Oberhaching oder in Kitzingen oder wo auch immer, nach denen wurde mir das vorgelebt, dann haben wir 'n grünen Haken gemacht. Deswegen Nachhaltigkeit in, in, in Persönlichkeitsentwicklung bei Kids muss auf, auf lange Sicht gesehen werden und nicht was ist der kurzfristige Erfolg. Das wär nicht mein, mein Ansatz.

00:16:35: ,806 [Martina Eberl] Eigentlich so Themen, die eigentlich in die Schule gehören, gell? Also ich-

00:16:38: ,256 [Dominik Klein] Voll, also 'n, 'n Fach, 'n, 'n, 'n Fach dafür zu haben, was ist Freude am Leisten? Oder wir haben's ja jetzt gesehen am Thema Olympia, ist ja auch jetzt gerade wieder in aller Munde, wenn wir gesehen haben, was in Paris, äh, für 'ne tolle Stimmung war. Die haben ab Beginn,

00:16:53: ,856 [Dominik Klein] dass sie wussten, Paris wird Ausrichter der Olympischen Spiele 2024, gab es das Fach Olympia-

00:17:00: ,266 [Martina Eberl] Wirklich, echt?

00:17:01: ,736 [Dominik Klein] in allen Frank, in allen Schulen in Frankreich. Das heißt, es gab immer jede Woche [räuspert sich] und da wurde ja, ich mein, Olympia ist ja sehr, sehr weitläufig, ob du dann da Sport gemacht hast, ob du Sportler, ob du Ehemalige besprochen hast, da wurde überhaupt dieser olympische Geist schon direkt in die Schule gebracht und das kann meines Erachtens im Lehrplan nicht so schwer sein, auch wenn ich mir vorstelle, okay, doch, es kann schwer sein, wenn ich sehe, wie viele verschiedene Bundesländer, verschiedene, äh, Kultusministerien da sind und verschiedene Lehrpläne. Aber dieses Freude am Leisten, das, wenn wir das messbar machen, dann haben wir einen, einen Riesen-Persönlichkeitsentwicklungsschub. Daher, ähm, das ist, glaube ich, so die, die Herausforderung, die da dahintersteckt.

00:17:43: ,236 [Martina Eberl] Eine weitere Mission für dich.

00:17:45: ,616 [Dominik Klein] Ja, auch noch. [lacht]

00:17:46: ,440 [Martina Eberl] Ja, aber ich mein, du hast ja auch wirklich jetzt mittlerweile, da kommen wir jetzt auch gleich drauf, eine, eine Megareichweite, ja. Also bist sehr präsent in sämtlichen Medien, machst ja total viel. Bist TV-Experte bei der ARD. Ähm, Handball erfährt ja eigentlich fast, ja seit 2007, seit der Handball-WM damals, ähm, einen Megaboost. Ähm, jetzt noch mal auf dich zurück.

00:18:10: ,260 [Martina Eberl] Du bist, habe ich gerade gesagt, du machst so viel verschiedene Sachen und jetzt hast du so ein bisschen den Vergleich als ehemaliger Aktiver-

00:18:17: ,660 [Dominik Klein] Mhm.

00:18:17: ,500 [Martina Eberl] Weltklasseathlet und jetzt bist du so ein bisschen

00:18:21: ,840 [Martina Eberl] out of the shell, ja. Du schaust so ein bisschen von draußen drauf. Welche Rolle taugt dir mehr?

00:18:26: ,200 [Dominik Klein] Boah, das ist beides eigentlich sehr intensiv. Also ich würde fast sogar sagen, dass das, was jetzt danach kommt, natürlich noch intensiver ist, weil zur eigentlichen Profizeit, muss man ehrlich sagen, das ist ja ein Privileg. Also ich gehe irgendwie zweimal am Tag, äh, für deinen Sport, egal welchen du hast, äh, ob das ins Gym ist, ob das zur Reha ist, ob das in die Halle ist, ob das zu Spiel, Auswärtsfahrten. Das ist ja ein, ein komplett strukturierter Jahresplan, äh, den der Trainer vorgibt, den der Verein vorgibt, den die Mannschaft, den du nachläufst. Als Teamsportler musst du ja, kriegst du vier bis sechs Wochen Plan vom Trainer und hoffst, dass irgendwo vier Buchstaben auftauchen, nämlich F-R-E-I. [lacht] Ja, also das war das Erste. Das war das Erste, was man immer so in diesem Sechs-Wochen-Plan gucke. Oh, dreimal das Wort frei. Ja, ist okay.

00:19:17: ,480 [Martina Eberl] Okay.

00:19:17: ,960 [Dominik Klein] Aber dann, dann ging es planlos. Vor allem, wenn man dann natürlich dann auch, äh, 'ne Frau hatte, die auch, ähm, in diesem Handballsektor gespielt hat. Die hat ja in Buxtehude gespielt, als ich in Kiel war zum Beispiel, war auch Kapitän in der Nationalmannschaft. Also wir sind ja so zwei Handball-, äh, -Freaks, äh, gewesen, als wir uns kennengelernt haben und somit war es dann immer so, wenn diese Pläne rauskamen, dann wusste ich: Okay, jetzt müssen wir planen. Wann können wir uns wo sehen? Nach dem Auswärtsspiel noch mal wegfahren und da frühs Training, dann Abzeit. Also Family Management war damals schon groß und ist heute fast noch, noch größer. Jetzt sind noch zwei Kinder, äh, natürlich dabei. Dann gibt's Fahrten dorthin. Brauche ich dir nicht sagen, das weißt du alles, äh, zu Genüge, wo man dann alles unter einen Hut bringen mag. Und, äh, das ist schon, ähm, deswegen, weil du mich auf die Intensität angesprochen hast, was ist so die, die bessere Draufsicht? Es ist beides unfassbar intensiv gewesen.

00:20:09: ,250 [Martina Eberl] Aber dass du jetzt sagst, dir hat jetzt die aktive Zeit mehr getaugt als die, also keine passive Zeit, im Gegenteil.

00:20:16: ,180 [Dominik Klein] Ja, nee. Nee, also weil wir auch, das haben wir vorhin auch schon mal wieder gesagt, wenn du ein Typ Mensch bist, der Energie hat, der begeistern will, begeistern kann, äh, was täglich entwickeln-- Wir wollten ja täglich besser werden. Also in meinem Profisport wollte ich, bin ich jeden Tag ins Training gefahren, um besser zu werden. Ich bin nie nach Hause gefahren und dachte mir so: „Oh, warum fahre ich denn eigentlich hier schon wieder ins Training?" Wenn das gekommen wäre, dann wüsste ich, dann wäre irgendwas falsch. Selbst bis zum letzten Training, bis zum letzten Karrierespiel

00:20:46: ,920 [Dominik Klein] bin ich immer ins Training gegangen, um was, was zu lernen, besser werden zu wollen, an sich selber zu arbeiten, an seinem Körper ist dein Kapital. Das war so ein Spruch, der wurde mir schon ganz früh irgendwie mit auf den Weg gegeben. Und, ähm, wenn du das schon all die Profijahre, zwölf, fünfzehn Jahre gemacht hast und dann aufhörst, dann ist es nicht verwunderlich, wenn es Sportler gibt, wo man immer wieder hört, dass die mal so in ein Loch, in ein Loch reinfallen. Ähm, für mich war das nach der Karriere ehrlicherweise so, dass ich wusste, ich möchte irgendwas weitergeben. Ich möchte das an der Basis weitergeben. Deswegen hatte man so nach einer kurzen Auszeit für die Familie, weil Kind Nummer zwei kam 2018, ähm, und dann war es erst mal so ein Ankommen, aber dann wusste ich auch schon wieder: „Ey nee, ich muss jetzt wieder was weitergeben.

00:21:32: ,570 [Dominik Klein] Ich muss wieder was auf den Weg bringen."

00:21:32: ,320 [Martina Eberl] Ja, ich verstehe das, was wuppen zu wollen.

00:21:34: ,580 [Dominik Klein] Genau.

00:21:34: ,150 [Martina Eberl] Ja, einfach

00:21:36: ,400 [Martina Eberl] Stillstand ist Rückschritt. Ja.

00:21:38: ,980 [Dominik Klein] Ja, und es ist so, es sind so diese,

00:21:41: ,200 [Dominik Klein] warum, warum deine Erfahrung für dich behalten, wenn du doch andere Menschen davon begeistern oder auch Energie geben kannst, die was davon lernen? Weil wir haben ja auch von jemandem was gelernt. Also frag jeden Sportler, der hier sitzt, wem er es zu verdanken hat, dass er Sportler geworden ist oder dass er da oben mal eine Medaille um den Hals gehängt bekommen hat auf einem Podest. Da wird dir jeder sofort diesen einen Menschen sagen, der es für ihn war. Und bei mir war das

00:22:08: ,200 [Dominik Klein] neben dem Elternhaus, was ja das Wichtigste ist, ähm, der eine Trainer, der Frantisek Fabian, der Ferry, das war mein Trainer damals.

00:22:17: ,240 [Martina Eberl] Okay.

00:22:17: ,940 [Dominik Klein] Und den nehme ich heute sogar in, in Führungskräftetrainings oder in teambildenden Maßnahmen. Ich darf ja als Speaker auch ab und zu in Unternehmen unterwegs sein. Dann kommt immer er als Person, nachdem ich erst so gesagt habe, wo komme ich eigentlich her? Familienhaus, mein Bruder, Eltern und so weiter. Ja, und dann kommt der Ferry. Und der Ferry war ein Sp-- ein, ein Trainer, und jetzt halte dich fest: Ich habe in sieben Jahren unter ihm Training nicht eine Trainingseinheit gleich gehabt.

00:22:45: ,930 [Dominik Klein] Du weißt, von was ich spreche. Wenn ein Übungsleiter dir Gedanken macht, jeden Tag aufs Neue eine Einheit [räuspert sich] zusammenstellt aus Leichtathletik, Volleyball, Basketball, Fußball, eine Handballeinheit gemacht. Jeden Tag aufs Neue ein anderes Aufwärmspiel, ein anderes Torwart einwerfen. Ba-ba-ba-ba-ba, sieben Jahre lang.

00:23:02: ,910 [Martina Eberl] Wahnsinn.

00:23:03: ,480 [Dominik Klein] Wir setzen noch einen drauf: Der hat selber nie Handball gespielt.

00:23:07: ,640 [Dominik Klein] Wie krass ist bitte so jemand, der sich um seine Spielerinnen, um seine Spieler, um die Talente, die er betreut, wie kreativ geht er damit um,

00:23:18: ,200 [Dominik Klein] junge Menschen besser machen zu wollen.

00:23:20: ,770 [Martina Eberl] Und er hat selber nie Handball gespielt.

00:23:21: ,240 [Dominik Klein] Nee, der war Doktor Mathematik, hat Fußball gekickt in der Slowakei irgendwo, hat auch slowakische, ungarische, äh, Wurzeln und der hat uns ... Das war der Ferry. Das war einfach unser, unser Geschenk. Mein Papa hat den damals als Abteilungsleiter aus zwei Orten weiter irgendwo im Odenwald, äh, gefunden und hat quasi gesagt: „Ey, den wollen wir für unseren Verein in Obernburg." Der war damals Drittliga bei den Männern. Der Jugendbereich war nicht wirklich, oder war ausbaufähig, weil viele Talente waren, da waren. Und dann hat er den Ferry zu uns in den Verein geholt und du wirst nicht glauben, innerhalb von einem Jahr, wir waren in jeder Jugendmannschaften, waren wir, äh, voll besetzt. Wir sind von der dritten in die zweite Liga mit ihm aufgestiegen und das war mein

00:24:06: ,040 [Dominik Klein] 17. Lebensjahr, wo ich dann quasi in die erste Mannschaft gekommen bin, weil mit siebzehn darf man dann, äh, im Erwachsenenbereich spielen.

00:24:13: ,600 [Martina Eberl] Ah, okay.

00:24:13: ,500 [Dominik Klein] Und an meinem Geburtstag, 16. Dezember, äh, wo ich 17 geworden bin, habe ich mein erstes Männerspiel, äh, gemacht und der Ferry hat mich auf diesem Weg begleitet. Das war krass.

00:24:25: ,092 [Martina Eberl] Aber da gab's doch bestimmt noch jemanden, der so 'n bisschen die, die, die Technik, die Spielzüge und so weiter. Da gab's doch bestimmt noch 'n anderen Trainer auch noch, oder?

00:24:33: ,672 [Dominik Klein] Nee, das war ja der Ferry. Der hat, der hat jetzt schon alles aufm, aufm Schirm gehabt. Der wusste schon, wie er da mit Handball umzugehen hat und so. Also der hat ja vorher auch die slowakische, äh, Frauennationalmannschaft trainiert und so. Der hat sich ja ganz lange mit dem Thema Handball beschäftigt, aber er hat selber nie persönlich Handball gespielt.

00:24:48: ,151 [Martina Eberl] Ach so, okay, okay, aktiv. Okay, verstehe.

00:24:50: ,292 [Dominik Klein] Aber der hat halt, ich mein, 'n Mathematiker im Kopf, der hatte alles, alles durchforstet, hat alles top vorbereitet. Motivationsreden vor 'nem Spiel kannst du dir nicht vorstellen. Wenn er gesagt hat in der Kabine vorm Spiel, „Heute hab ich nur zwei Sätze", da hast du gewusst, dauert 'ne halbe Stunde.

00:25:07: ,792 [Dominik Klein] lacht] Da wusstest, der hat immer irgendwas, was Sinnvolles gebracht, um seine Jungs dann da rauszuschicken und zu motivieren. Und wenn wir grad bei dem Beispiel sind und du so herzlich schön lachst, das lieb ich ja. Ich muss dir eine Geschichte erzählen: Wir hatten das entscheidende Spiel, dritte Liga, Aufstiegsspiel gegen Oberesbach. Das war damals erst, die waren Tabellenerster, wir waren Tabellenzweiter, Heimspiel und der Ferry kam dann immer mit so Sprüchen um die Ecke, so: „Männer!"

00:25:33: ,632 [Dominik Klein] Dann waren wir heiß wie Frittenfett, haben uns angezogen, sind kurz bevor wir rausgegangen sind, hat er noch mal so 'n Spruch in die Kabine: „Männer, geht raus, die kochen auch nur mit Fleisch."

00:25:44: ,412 [Dominik Klein] lacht] Und wir haben uns angeguckt. Hat er, hat er, hat er das jetzt wirklich gesagt? Und wir so: „Na, der Ferry, okay, alles klar." Noch mal so 'n Smile und raus und so. Und was er hat, da, da merkst du halt, er hat sich mit all dem so, so eng beschäftigt, dass, dass halt so, also da gibt's 'n Sprüchebuch von dem, das kannst du dir vorstellen, über die Jahre, das war-

00:26:05: ,772 [Martina Eberl] Und der ist immer bei deinen, bei deinen Keynotes dabei, ja?

00:26:09: ,652 [Dominik Klein] Der ist gedanklich natürlich immer bei meinen Keynotes.

00:26:10: ,652 [Martina Eberl] Aber gedanklich, aber-

00:26:11: ,372 [Dominik Klein] Ja, weil der nicht mehr bei uns ist.

00:26:13: ,052 [Martina Eberl] Ach, das tut mir leid. Sorry, das wusst ich nicht.

00:26:15: ,872 [Dominik Klein] Aber das ist, äh, das ist das Schöne ehrlicherweise, dass er noch so lange

00:26:20: ,492 [Dominik Klein] immer, immer bei mir, bei uns ist. Und, ähm, ich hab ja ihm zuliebe auch zu meinem Abschiedsspiel 2018, da hab ich ja die Karriere beendet, bin ich noch mal in Obernburg, da, wa's mein, unser gemeinsames Wohnzimmer war, ähm, haben wir ein, ein Dankesspiel, äh, gemacht am Ende und ich durfte alle einladen und hab alle eingeladen, die unter ihm mal trainiert haben, so in der ganzen Zeit. Und da kannst du dir vorstellen, was das für eine Stimmung war. Da krieg ich Gänsehaut. Äh, da, da sind nur so knapp sechshundert, siebenhundert Leute in die Halle gekommen und das war halt so unsere, unsere Halle und, äh, dem Ferry Danke zu sagen, ähm, deswegen hab ich auch 'n Wanderpokal für 'n Jugendturnier damals, äh, ins Leben gerufen und hab alle seine Mannschaften, die er mal trainiert hat im Umfeld, zusammengeholt und das ist jetzt der Ferry Cup und, äh, der wandert quasi immer von, von Jahr zu Jahr zu dem Gewinner und da wird immer schön an ihn erinnert.

00:27:14: ,092 [Martina Eberl] Also jetzt ist, äh, jetzt ist es definitiv klar, dass du 'n Herzensmensch bist.

00:27:18: ,752 [Dominik Klein] lacht]

00:27:18: ,612 [Martina Eberl] Sehr, sehr nice. Weil du grade gesagt hast, ähm, Wohnzimmer Halle.

00:27:22: ,612 [Dominik Klein] Mhm.

00:27:23: ,952 [Martina Eberl] Das ist ja bei mir genau das Gegenteil, ja. Also immer draußen und alle sagen immer, das ist das schönste Büro überhaupt.

00:27:28: ,272 [Dominik Klein] Mhm.

00:27:29: ,592 [Martina Eberl] Also wenn die Sonne scheint, ja, fünfundzwanzig Grad, Windstille, ist es wirklich ein sehr, sehr schönes Büro.

00:27:36: ,352 [Dominik Klein] Mhm.

00:27:37: ,712 [Martina Eberl] Aber, ähm, in Deutschland wissen wir ja alle, es herrscht, ähm, mehrmals, äh, kein fünfundzwanzig Grad und Sonne und das ist dann teilweise schon echt ... Na ja, also halt manche würden es Schweinehunden nennen, für mich war's ja immer Job. Du musst da trotzdem raus, auch wenn's regnet und so weiter und so weiter. Vor allem musst du das ja auch trainieren.

00:27:54: ,232 [Dominik Klein] Mhm.

00:27:55: ,892 [Martina Eberl] Wenn die Griffe nass sind und w-wenn, wenn's vom Cappy runtertropft und so weiter. Du musst dich da auch wirklich damit, ähm, beschäftigen, wie das ist dann auch, dass das jetzt im, im, im Turnier nicht auf einmal total out of your Comfort Zone ist. Ähm, also deswegen, manchmal hab ich das schon auch sehr verflucht-

00:28:11: ,642 [Dominik Klein] Mhm.

00:28:12: ,792 [Martina Eberl] halt einen Outdoorsport zu haben. Und jetzt ist das bei euch natürlich mit der Halle. Ihr seid's immer in der Halle.

00:28:19: ,292 [Dominik Klein] Mhm.

00:28:20: ,312 [Martina Eberl] Ähm, Sommer wie Winter, was natürlich toll ist, ja. Man kann sich auf irgendwas einstellen. Aber hast du das manchmal schon auch ein bissl, nicht verflucht, das ist 'n böses Wort, sondern, ja, euch bemitleidet, dass ihr immer drin sein müsst? Nein?

00:28:35: ,432 [Dominik Klein] Nee, gar nicht. Also von Kindesbeinen an waren wir noch in der Möglichkeit, auch viel raus, draußen zu sein. Ich hab ja früher alles machen dürfen, von Tennis über Fußball über Tischtennis, Leichtathletik. Mein, meine Eltern haben mich wirklich alles machen lassen. Das ist ja heute auch immer noch schwierig im Vereinsleben, den Kindern das alles zu ermöglichen. Bei uns ist es auch

00:28:54: ,292 [Dominik Klein] atmet] ... Tochter ist sieben, die macht so drei, vier Sachen, drei Sportarten. Der Sohnemann ist bei, beim Fußball, beim Handball und spielt Klavier und so. Ähm,

00:29:03: ,651 [Dominik Klein] deswegen das Schulsystem, weil wir vorhin auch dabei waren, gibt's auch gar nicht mehr die Zeit teilweise her. Jetzt kommt der verpflichtende Ganztag. Äh, die Eltern wollen und müssen immer mehr arbeiten und das kann nicht mehr sein, dass nur einer zu Hause verdient, weil man sich nicht mehr leisten kann. Worauf ich eigentlich hinaus will: Deine Frage ist ja, ob ich das verflu... Ich, ich durfte immer trotzdem draußen sein. Ich wollte immer gerne auch an der, ähm, ich mag Skifahren, ich liebe Skifahren zum Beispiel. Also ich würde jeden Skiurlaub einem Sommerurlaub vorziehen, weil-

00:29:29: ,292 [Martina Eberl] Ja?

00:29:30: ,532 [Dominik Klein] Ja, weil ich das liebe irgendwie. Das ist ja auch geil eigentlich am, 'n geiler Sommer, äh, ein geiler Sonntag und dann auf der Piste zu sein. Also-

00:29:39: ,652 [Martina Eberl] Ja.

00:29:39: ,742 [Dominik Klein] Es gibt nix Geileres.

00:29:40: ,252 [Martina Eberl] Würdest du echt vorziehen von-

00:29:42: ,852 [Dominik Klein] Ja, doch.

00:29:42: ,172 [Martina Eberl] Ja?

00:29:43: ,832 [Dominik Klein] Ja. Ja, du bist den ganzen Tag da, bist immer aktiv, hast deinen Kaiserschmarrn, äh, fällst abends in, ins Bett, es wird früh dunkel und gehst morgens wieder als Erstes auf die Piste. Also das ist schon, ja doch, das ist meins. Du nicht, hab ich gemerkt an deiner Reaktion.

00:29:59: ,252 [Martina Eberl] Nee, ich bin schon so 'n, so 'n Mensch.

00:30:02: ,672 [Dominik Klein] Ja.

00:30:02: ,712 [Martina Eberl] Also halt klar, gibt's im Winter auch Sonne, aber da, ähm, da hatte ich natürlich Glück, weil ich bin in meiner aktiven Karriere zehn Jahre um die Welt gereist, jedes Jahr einmal und immer der Sonne hinterher und in Australien rangefahren und so weiter. Und das, ähm, ich brauch auch die Sonne. Ich merke das jetzt richtig seit, also ich spiel ja seit, äh, dreizehn Jahren jetzt nicht mehr professionell-

00:30:22: ,082 [Dominik Klein] Mhm.

00:30:23: ,172 [Martina Eberl] ähm, dass ich doch viele Winter daheim hab und das mir wirklich zu schaffen macht.

00:30:29: ,692 [Dominik Klein] Krass.

00:30:29: ,270 [Martina Eberl] Ja, also so die Kälte. Mein Körper ist auch überhaupt nicht für Kälte gemacht. Also ich hab da, ich weiß nicht, ob, ob mein Wesen sich da adaptiert hat in der Zeit nach, a-aber ich spiele auch seit Ich fünf, sechs Jahre Golf. Also deswegen, ich hab auch versucht, schon immer in der Sonne zu sein. Also ich bin ein Sonnenmensch. Ich brauche immer Wärme, mir ist auch immer kalt. Also deswegen. Aber das denke ich mir halt immer wieder so.

00:30:50: ,840 [Dominik Klein] Also ich hab, du hast ja, du hast ja nicht mal apropos kalt. Du hast jetzt, du weißt, ich hab ja meinen eigenen Tee mitgebracht.

00:30:56: ,220 [Martina Eberl] Wahnsinn.

00:30:57: ,140 [Dominik Klein] Guck mal, was da.

00:30:58: ,300 [Martina Eberl] Du bist der erste Gast, der seinen eigenen Tee mitgebracht hat.

00:31:00: ,700 [Dominik Klein] Oh, guck mal, da kommt sie doch.

00:31:01: ,420 [Martina Eberl] Wahnsinn. Auch noch Stil raus.

00:31:02: ,370 [Dominik Klein] Gesund. Orange, Ingwer, Limette, Zitrone. Aber ich hab schon, du hast schon gesagt, Ingwer ist nicht deins, deswegen kann ich dir nichts anbieten.

00:31:09: ,580 [Martina Eberl] Nee, Ingwer, der schießt mir aus allen Poren und ich erspare dir jetzt die, die Schweißperle, [lacht] die jetzt hier an der Seite runterläuft.

00:31:15: ,380 [Dominik Klein] Oh, so ein schöner warmer Tee ist top.

00:31:17: ,880 [Martina Eberl] Ähm, ja, aber da gibst mir schon mal die nächste Steilvorlage. Schon wieder, ähm, healthy Lifestyle. Ist das so dein Ding? Achtest du da sehr drauf?

00:31:26: ,200 [Dominik Klein] Nee, das wär, das wär übertrieben. Ähm, zumal

00:31:31: ,920 [Dominik Klein] pustet]

00:31:31: ,940 [Martina Eberl] Also du schaust unfassbar gesund aus und fit und überhaupt.

00:31:34: ,080 [Dominik Klein] Ja, aber das-

00:31:36: ,600 [Martina Eberl] Täuscht. Es täuscht. [lacht]

00:31:37: ,220 [Dominik Klein] Ist die Farbe vielleicht, ne. Ähm, na ja, wenn man ehrlich ist, als Profi war das dein Beruf, sich vier Stunden, fünf Stunden, sechs Stunden am Tag deinen Körper zu kümmern. Körper ist dein Kapital. Das war nicht so ein Spruch, den man dann irgendwann verstanden hat, weil du wolltest ja immer fit sein, du wolltest performen und das geht halt nur, wenn du auf der Platte stehst und nicht irgendwie verletzt an der Seitenlinie ist. Und mein Bruder hat damals schon immer gesagt, die Kleinst haben Gummibänder, weil wenn man, wenn man quasi irgendwo umgeknickt ist oder auf irgendeiner was draufgetreten. Wir hatten nie was. Also wirklich, wir waren wirklich mit Bänderrissen. Klar, da gehört man dazu, das ist normal irgendwie im Handball.

00:32:15: ,600 [Dominik Klein] Aber es hat ja tatsächlich am Ende zwölf Jahre gebraucht, bis ich 'ne große Verletzung hatte. Also ich war zwölf Profijahre da, um dann 2015 einen Kreuzbandriss, äh, gehabt zu haben. Ähm, aber deine Frage galt ja eigentlich mehr so auf den, auf das jetzige Leben. Ähm, ich vermisse es am meisten, im, ins Gym zu gehen. Also es geht jetzt maximal dreimal, dreimal die Woche irgendwie zum Laufen, zum Stretching. Dann nutze ich dann immer die Zeit, wenn man den Sohnemann zum Fußball fährt, dass man dann die Zeit-

00:32:46: ,070 [Martina Eberl] Zum stretchen.

00:32:47: ,100 [Dominik Klein] lacht] Nutzt, ne, zum, zum bissl laufen und bissl Kräftigung machen. Aber mal so richtig ins Gym dann noch seine Gewichte zu haben, das vermisse ich ehrlicherweise, weil das,

00:32:58: ,680 [Dominik Klein] dafür ist jetzt gerade noch so 'n bisschen, ich mein, das ist ja immer große Ausrede, weil man kann sich das natürlich selber, äh, irgendwie zurechtlegen, aber die, die Themenvielfalt und auch das, das Family Management ist grade so, so voll gepackt, dass ich sagen muss, das krieg ich grade nicht, nicht gebacken.

00:33:12: ,300 [Martina Eberl] Hole ich dir in Zukunft mal ab.

00:33:14: ,920 [Dominik Klein] Na gut.

00:33:14: ,420 [Martina Eberl] Da bin ich-

00:33:15: ,220 [Dominik Klein] Gibt's 'n paar Service dann noch.

00:33:17: ,760 [Martina Eberl] lacht] Das ist ja so mein Ding. Das wirklich. Also da kenne ich ja gar nix. Da stehe ich um vier auf.

00:33:22: ,430 [Dominik Klein] Ja, ich weiß, du hast mich ja, ich hab dich ja einmal versetzt. Du hast mich-

00:33:26: ,860 [Martina Eberl] Du hast mich einmal versetzt. Richtig.

00:33:27: ,000 [Dominik Klein] Du hast mich ... Ich war ja eigentlich schon, eigentlich hab ich ja schon gebucht. Morgens um fünf Uhr im Gym.

00:33:32: ,520 [Martina Eberl] Stimmt, das war noch zum FT-Club.

00:33:33: ,680 [Dominik Klein] Ja, genau.

00:33:33: ,240 [Martina Eberl] Da wollte ich dich zum Functional Training mitnehmen.

00:33:35: ,280 [Dominik Klein] Shit, ey.

00:33:36: ,020 [Martina Eberl] Aber gut, dass du's sagst. Jetzt kommt's mir wieder. Ich glaube, okay, also weißt du, eh, war's dann auch nicht. Du bist selber schuld, dass du's jetzt gesagt hast.

00:33:45: ,320 [Dominik Klein] Das stimmt. Das stimmt.

00:33:46: ,320 [Martina Eberl] Wie, also bevor wir jetzt auf dein jetziges Leben noch mal zurückkommen, ähm, was mich wirklich noch interessieren würde, ist, äh, und das interessiert mich immer von allen Sportlern, die hier zu Gast sind, weil es ja immer unterschiedlich ist: Äh, wie hat denn so dein Training ausgeschaut in deiner aktiven Zeit? Wie schaut so 'n,

00:34:04: ,060 [Martina Eberl] jetzt hast du ja gesagt, du hast vier bis sechs Wochen 'n Plan bekommen-

00:34:07: ,880 [Dominik Klein] Mhm.

00:34:07: ,140 [Martina Eberl] Und euer Trainer hat das total abwechslungsreich gestaltet. Aber wie muss man sich das jetzt so vorstellen, wenn man jetzt nicht so den Einblag, Einblick hat in, ins Handballerleben? Wie trainiert 'n Handballer, ein Handballprofi?

00:34:19: ,120 [Dominik Klein] Also als wir diese Vier bis Sechs-Wochen-Pläne bekommen haben, das war so die Zeit des Profis. Also Alfred Gislason, der jetzige Bundestrainer, war damals ja auch mein Trainer in, in Kiel. Ähm, und das kreative Training, das war eher so in den Jugendbereich beim

00:34:33: ,440 [Martina Eberl] Ah, okay.

00:34:33: ,100 [Dominik Klein] Die kannten sich zwar auch, aber irgendwann, wenn du in einem Bundesligasaison, in einem Profimodus bist, dann, dann weißt du, wie diese Taktung ist, weil wir spielen jeden dritten Tag. Wir haben jeden dritten Tag irgendwo 'n Spiel, aber nicht nur irgendwie vor der Haustür, sondern wir fliegen dann mal nach Ungarn, wir fliegen nach Barcelona, wir spielen dann mal in Balingen, wir müssen dann nach Hamburg. Kurze, also die Reisestrapazen für einen Vollprofi im Handball, der alle Wettbewerbe spielt und wir durften ja mit dem THW Kiel, beste Mannschaft der Welt zur damaligen Zeit, ähm, Pokal, Deutsche Meisterschaft, Champions League spielen. Und dann kannst du einen Trainingsplan nur so gestalten, dass du

00:35:15: ,300 [Dominik Klein] eigentlich guckst, dass du

00:35:17: ,540 [Dominik Klein] wenig trainierst. Du brauchst ja diese frei.

00:35:20: ,700 [Martina Eberl] Mhm.

00:35:20: ,200 [Dominik Klein] Also das war schon sehr selten, aber das kommt ja daher, dass du mindestens 'n Tag vorm Spiel dich vorbereitest mit Videostudium, dann hast du 'n Abschlusstraining. So, wenn wir jetzt mal so minus eins, minus zwei geht, dann hast du minus zwei vorm Spieltag, hast du 'n ordentliches Krafttraining, was du brauchst. Also wir waren schon auch wirklich sehr, ja, er hat da schon 'ne krasse Taktung, äh, am Ende gehabt. Die Vorbereitungsphase, wenn man mal so darauf schielt, deswegen muss die Vorbereitungsphase so hart und intensiv sein, weil du kommst ja unter der Saison gar nicht mehr so ulkig zum Trainieren, ja, oder zum, zum, zum Ausdauer- und zum Krafttraining, sondern du bist ja nur noch in taktischen Sachen, in der Spielvorbereitung auf die nächsten Gegner. Daher ist so 'ne, so 'ne Vorbereitung, da kann ich dir Geschichten erzählen, da habe ich unter verschiedenen Trainern superhart, äh, trainiert. Das war schon mal teilweise dreimal am Tag Training, also auch schon laufen vorm Frühstück, dann, äh, Taktik am Vor-- oder Kraft am Vormittag, Taktik am Nachmittag und jeweils so zweieinhalb bis drei Stunden. Das war schon, äh, da war schon ordentlich was, was geboten.

00:36:27: ,820 [Martina Eberl] Taktik mit der Mannschaft dann.

00:36:29: ,340 [Dominik Klein] Genau.

00:36:30: ,410 [Martina Eberl] Ja.

00:36:30: ,420 [Dominik Klein] Ja, wir sind ja-

00:36:31: ,730 [Martina Eberl] Ja, ja klar.

00:36:31: ,640 [Dominik Klein] Im Spielzug. Äh, wenn ich dir jetzt hier aufzeigen würde, was es bedarf [räuspert sich] an, an Kommunikation, an, wir haben ja 'n Playbook von vierzig Spielzügen beispielsweise gehabt und die solltest du bestenfalls von jeder Position kennen. Weil ich war jetzt Spielmacher, ich hab das Ding auf der Mitte, ich war generell, ich glaub auch 'n großes Wort für mich, was zu dem Erfolg Glaube ich, in der, in der Vergangenheit oder in der Jugendzeit ausgemacht hat, war Wissbegierigkeit. Ich wollte immer von meinen Trainern was wissen, was besser werden, was-

00:36:59: ,260 [Martina Eberl] Mhm.

00:37:00: ,280 [Dominik Klein] Und das hab ich bis in den Profistatus, äh, mitgenommen. Natürlich jeden Tag irgendwie vom Trainer was zu erfahren, um besser werden zu können. Ähm, das, und selbst wenn ich auf links außen stehe, ja, also wenn wir jetzt mal hier mit 'nem Stift hier 'ne Taktiktafel, äh, 'ne Taktik aufmalen würde, würde es, würde ich dir zeigen, das ist, das ist meine Position links außen. Aber wenn ein Spielzug passiert, da sind ja verschiedenste Passwege, Laufwege, die muss ich auch wissen, wie die funktionieren von der Mitte oder die muss ich auch wissen, wie die Laufwege sind. Und das ist schon sehr komplex am Ende.

00:37:31: ,810 [Martina Eberl] Was?

00:37:31: ,260 [Dominik Klein] Ja, weil du musst es ja irgendwie verstehen können, äh, wie wir am Ende zum Torerfolg kommen und wie wir da mal 'ne Sperre stellen und wie wir da 'ne Abschlusssituation bekommen und nicht da. Und dann gibt's halt so Trainer, die vielleicht sagen, Tor entschuldigt alles, ja, wenn, wenn einer einfach aus dem Nichts irgendwo wirft. Aber es gibt auch Trainer, die sagen: "Nee, weil das war nicht die, der, das war nicht der Spielzug, weil da gehören sieben andere noch dazu, die müssen eigentlich wissen, wie unser Spielzug läuft, wie unsere Taktik läuft. Und dann kannst du nicht einfach ausbrechen und hier einfach das Ding aufs Tor ballern. Das mag mal gut gehen, aber was ist das für ein Zeichen an deine anderen Spieler?"

00:38:10: ,130 [Martina Eberl] Ja, aber ist das dann nicht, dass man sich da zu schnell ... Also ich stell mir das jetzt brutal verkopft vor. Wenn du jetzt sagst, du hast jetzt da vierzig Spielzüge, die es gibt, also die in dem Playbook, nee, jetzt fang nicht zu malen an.

00:38:21: ,230 [Dominik Klein] Ja, das war schon ein Shit.

00:38:21: ,380 [Martina Eberl] Das ist ein schöner Name. Ja. Ähm,

00:38:24: ,940 [Martina Eberl] aber du hast ja noch 'ne Gegnermannschaft, die ja quasi auch so ihre, ihren Stiefel abzieht, wo dann auch mal ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Also der Spielzug kann jetzt nicht so gemacht werden.

00:38:33: ,600 [Dominik Klein] Mhm.

00:38:34: ,760 [Martina Eberl] Da kann man ja nicht, irgendwie nicht, das geht ja so schnell.

00:38:36: ,280 [Dominik Klein] Ja.

00:38:37: ,720 [Martina Eberl] Kannst ja nicht sagen, okay, dann machen wir jetzt den Spielzug dreiundzwanzig. Ähm, ist das, ist das wirklich-

00:38:43: ,090 [Dominik Klein] Ja, das ist so.

00:38:44: ,660 [Martina Eberl] Ist das wirklich so?

00:38:44: ,740 [Dominik Klein] Ja klar, weil und das ist ja auch das Spannende dann im Handball, dass es, wie du sagst, den Gegner noch gibt, auf den bereitest du dich ja vor und der bereitet sich auch auf dich vor. Weil der weiß natürlich, dass wenn der Kreisläufer hier an der Position steht, oh, da spielen sie jetzt wahrscheinlich achtzehn links. So. Und dann musst du aber jetzt wieder 'ne, 'ne Taktik dagegen haben. Und dann musst du wieder die Möglichkeit haben, in der Abschlusssituation ins eins gegen eins zu gehen gegen einen Gegenspieler. Also das ist schon sehr, sehr, sehr komplex. Ähm, deswegen bereitest du dich ja aber auch so extrem gut vor. Das Videostudium ist ja nicht einfach so, ich guck mir mal an, was das für ein Schwung ist und ich muss den so verbessern, sondern ich hab von denen ja auch zehn Spielzüge, die die halt immer spielen. Die muss ich wissen, wie ich die verteidige.

00:39:29: ,420 [Martina Eberl] Okay. Also es gibt so 'ne, so 'ne Basis, wo man zeigt, das sind jetzt die zehn klassischen Spielzüge.

00:39:35: ,930 [Dominik Klein] Genau. Die, die, die bereitet das Trainerteam vor.

00:39:37: ,940 [Martina Eberl] Okay.

00:39:37: ,560 [Dominik Klein] Meistens der Cheftrainer, dass der selber vorbereitet ist. Und dann hat der tatsächlich, ähm, dann gucken wir meistens auch einen Tag deren Angriff.

00:39:45: ,859 [Martina Eberl] Mhm.

00:39:45: ,900 [Dominik Klein] Machen das Abschlusstraining dazu und gucken am nächsten Tag nur deren Abwehr.

00:39:49: ,519 [Martina Eberl] Abwehr, mhm.

00:39:50: ,260 [Dominik Klein] Dann machen wir unseren Angriff dagegen. So und das muss parat sein für sechzig Minuten, für zweimal dreißig Minuten, die man dann am Mittwochabend oder am Samstagmorgen, äh, wann auch immer gegen den Gegner dann spielen.

00:40:01: ,820 [Martina Eberl] Und immer noch spielerisch, weil es da bin ich-

00:40:02: ,180 [Dominik Klein] Klar.

00:40:03: ,430 [Martina Eberl] Zu verfangen, ne.

00:40:03: ,360 [Dominik Klein] Ja, das ist aber ja Automatist. Also brauch ich dir nicht sagen, das ist ja dann natürlich spielerisch, weil

00:40:08: ,840 [Dominik Klein] nur wenn dein Kopf klar ist und frei ist, dann kannst du überhaupt performen, dann kannst du überhaupt Leistung zeigen. Und wenn das dann als Mannschaft noch so harmonisiert, dass so ein Spielzug, ich, ich nenn das immer so schön [räuspert sich], du musst dir vorstellen, ein Spielzug kann so sein, dass ich, dass der

00:40:25: ,200 [Dominik Klein] so laufen muss, dass er hier hinten trifft, ja.

00:40:28: ,820 [Martina Eberl] Mhm.

00:40:28: ,080 [Dominik Klein] Dass alles ineinander geht.

00:40:30: ,560 [Martina Eberl] Ja.

00:40:30: ,820 [Dominik Klein] Aber es gibt auch Spielzüge, da kannst du hier 'n Tor machen, hier 'n Tor machen, hier und hier.

00:40:34: ,840 [Martina Eberl] Ja, ja, okay.

00:40:34: ,940 [Dominik Klein] Also weil du die Qualität an Spielern hast, dass der an der Position des Spielzuges werfen kann und das erarbeitest du dir halt da.

00:40:42: ,640 [Martina Eberl] Wahnsinn.

00:40:43: ,660 [Dominik Klein] Musst du mal vorbeikommen. Wir müssen mal zusammen zum Handballspiel gehen.

00:40:46: ,920 [Martina Eberl] Zuerst geht's mit mir zum Sport.

00:40:47: ,460 [Dominik Klein] Okay.

00:40:48: ,880 [Martina Eberl] Ja?

00:40:48: ,000 [Dominik Klein] Na gut. [lacht]

00:40:50: ,320 [Martina Eberl] Aber ist echt, ja, ist super interessant. Ja, also ich bin mir sicher, ähm, also jetzt bin ich da ja wirklich bissl außen vor. Wobei, das wollt ich dir auch mal erzählen, hab ich mir sogar aufgeschrieben, dass ich's dir erzähl. In der fünften Klasse, ähm, ja, ich hatte 'ne ganz tolle Sportlehrerin damals, fünfte, sechste Klasse und, ähm, die, die hat das total gefördert, ja. Egal welche Sportarten, die war Handball, Basketball, die hat alle Mannschaften betreut. Und wenn du da Bock drauf gehabt hast, dann konntest du einfach mitmachen, auch wenn du das noch nie vorher gemacht hast.

00:41:19: ,800 [Dominik Klein] Mhm.

00:41:19: ,020 [Martina Eberl] Und das, äh, fünfte Klasse Handball.

00:41:22: ,260 [Dominik Klein] Jo.

00:41:22: ,700 [Martina Eberl] Und dann hab ich gesagt: "Ja klar, warum nicht?" Ähm,

00:41:25: ,690 [Martina Eberl] ja, also mich hat das ja alles immer interessiert. Ich hab sogar auch Basketball gespielt. Ich, ich-

00:41:29: ,620 [Dominik Klein] Mhm. [lacht]

00:41:30: ,800 [Martina Eberl] Mini wirklich, ja. Ähm, und jetzt rat mal, auf welcher Position?

00:41:34: ,160 [Dominik Klein] Linksaußen. Mitte. Kreis. Tor.

00:41:38: ,460 [Martina Eberl] Ja.

00:41:38: ,770 [Dominik Klein] Tor. [lacht]

00:41:40: ,000 [Martina Eberl] lacht]

00:41:42: ,700 [Martina Eberl] Der Zwerg war im Tor.

00:41:44: ,890 [Dominik Klein] Ja, geil.

00:41:44: ,730 [Martina Eberl] Ja, das war super. Ähm, und deswegen-

00:41:46: ,520 [Dominik Klein] Damals hättest du dich gefreut, wenn's so weiche Bälle, wenn's so weiche Bälle gegeben hat. Weil normalerweise im Sportunterricht und in den Schulhallen sind immer die komplette Ledern-

00:41:56: ,640 [Martina Eberl] Ja.

00:41:56: ,940 [Dominik Klein] Aufgepumpten-

00:41:57: ,960 [Martina Eberl] Ja.

00:41:57: ,830 [Dominik Klein] Volldinger und wir gehen ja mit unserem Handballcampus genau mit solchen Methodikbällen, mit so weichen Bällen. Die gibt's noch kleiner, die sind jetzt relativ groß auch für deine Hände. Zeig mal deine Hände.

00:42:07: ,969 [Martina Eberl] Boah, das ist so abgefahren. Also für alle, die, ihr müsst euch den Podcast auch wirklich ansehen. Das ist ja ...

00:42:13: ,060 [Dominik Klein] Ja.

00:42:14: ,960 [Martina Eberl] Meine Oma hätte gesagt, eine Borddecke.

00:42:15: ,090 [Dominik Klein] Genau, mein Vater hat das gesagt.

00:42:17: ,330 [Martina Eberl] Ja?

00:42:17: ,880 [Dominik Klein] Ja, klar.

00:42:17: ,100 [Martina Eberl] Ja.

00:42:18: ,740 [Dominik Klein] Also, aber Borddeckel ist ja, äh-

00:42:19: ,500 [Martina Eberl] Vom Klodeckel.

00:42:20: ,070 [Dominik Klein] Vom Klodeckel, ja.

00:42:21: ,390 [Martina Eberl] Ja.

00:42:21: ,930 [Dominik Klein] Hände, Hände wie Klodeckel, sagt meine Mutter immer. Aber das ist ja ge-

00:42:24: ,719 [Martina Eberl] Braucht, braucht man die?

00:42:25: ,380 [Dominik Klein] Ja. Wir, wir haben ja auch Harz. Also wir, wir, wir spielen ja mit richtig Backe.

00:42:31: ,710 [Martina Eberl] Bäh, ja.

00:42:31: ,720 [Dominik Klein] Quasi. Ja, und deswegen am Ende sieht ja unser, unser Ball und unsere Hände sehen ja immer verdreckt aus. Aber das kommt daher, du hast ja auch so 'n Schuhdepot. Also du ballst, ballerst dir ja da Tape drauf und dann ist, sitzt das Harz da, damit du nicht jedes Mal an die Bank laufen musst. Sondern ist quasi das Harz an deinem Schuh und dann kannst du das, egal wo du auf dem Spielfeld bist, holst du dir da immer frische Backe und dann kannst du den Ball wieder nehmen und dann feuerst du das Ding halt.

00:42:53: ,580 [Martina Eberl] Okay, also das nächste Mal, wenn ich jetzt Handball anschaue, dann brauche ich mich nicht wundern, warum der ab und zu mal zum Fuß runtergreift.

00:42:58: ,380 [Dominik Klein] Genau, zum Beispiel.

00:42:59: ,700 [Martina Eberl] Da tut nichts weh, sondern da ist ...

00:43:00: ,820 [Dominik Klein] Nee, [lacht] genau. Da ist einfach nur wieder frischer Kleber und dann haust du das auf den Ball drauf und dann kannst du mit dem halt Trickwürfe und festere Würfe und genaue Pass, Pässe machen und so.

00:43:10: ,960 [Martina Eberl] Aber da musst du auch schauen, dass es nicht zu viel ist, weil sonst geht der Ball nicht mehr.

00:43:12: ,316 [Dominik Klein] Ja, ja, aber da glaub mal, was ... Was die Dänen, die Dänen und die ganzen Skandinavier da drauf ballern. Also diese Harzkugel kriegst du nicht weg. Also wenn du mal 'n wirklich 'n verklebten Ball hast, keine Chance.

00:43:25: ,616 [Martina Eberl] Warum--

00:43:26: ,716 [Martina Eberl] Ich hab dir das vorher erzählt. Ich hab das gestern gehört, dass jetzt, ähm,

00:43:30: ,716 [Martina Eberl] auch auf den privaten Sendern, äh, das Handball übertragen wird. Ich glaub, das war sogar Deutschland gegen, gegen Dänemark steht jetzt an als Übertragung.

00:43:38: ,776 [Dominik Klein] Mhm.

00:43:39: ,716 [Martina Eberl] Warum ist das,

00:43:41: ,296 [Martina Eberl] also beim Golf ist es ja auch so, ähm, dass es da so, so Länder gibt, die da federführend sind in dem Sport. Aber warum ist da Dänemark so outstanding?

00:43:50: ,456 [Dominik Klein] Da würde man jetzt ziemlich ausholen dürfen, wenn wir da die Zeit haben, aber die haben wir ja nicht.

00:43:54: ,076 [Martina Eberl] Nein, haben wir nicht.

00:43:55: ,746 [Dominik Klein] Haben wir nicht, haben wir nicht. [lacht]

00:43:55: ,646 [Martina Eberl] Haben wir nicht, haben wir nicht.

00:43:57: ,196 [Dominik Klein] Freude am Leisten. Wir waren ja vorhin bei der Pink Panther Stiftung. Das ist was, was dort anders in der Gesellschaft zu Hause ist. Und dieses mit Spaß am Handball, mit Spaß an der Möglichkeit überhaupt sich bewegen zu können. Dort gibt's nicht 'ne Dreifachturnhalle mit Trennwände, wie's in Deutschland in den Schulturnhallen ist. Dort werden einfach drei Hallen gebaut anstatt drei, [lacht] anstatt Trennwände. Was ich damit sagen will, ist, die Möglichkeit, dass Kinder sich bewegen können, ist eine ganz andere. Ja, wir sind jetzt 'ne Hallensportart. Bei uns ist es immer schwierig, Hallenzeiten zu bekommen. Dort wird einfach 'ne Halle hingestellt mit noch 'nem Kletterpark drumherum und 'ne Cafeteria drin. Und dann kann einfach da, wenn du um siebzehn Uhr Training hast, kommst du aber schon um fünfzehn Uhr, weil du weißt, du kannst dich da bewegen. Abends wird noch sogar mit der ganzen Familie dort gegessen, weil unser Sohn, die können da alle noch rumspringen. Das ist 'n minimaler Teil, aber ich glaube, dass das 'n sehr wesentlicher Teil ist, warum die generell von ihrer Art, von ihrer Mentalität einfach viel mehr,

00:44:57: ,136 [Dominik Klein] viel mehr Freude an dem ganz, an der ganzen Bewegung haben, als, als wir es sind. Noch mal, wir sind zweiundachtzig Millionen. Das ist, kann man auch nicht vergleichen mit den skandinavischen Ländern und mit der Fläche und mit dem Ballungsgebiet und... Aber trotzdem 'n bisschen was gehört meines Erachtens schon dazu, dass, dass da was dazu gehört, dass man die Möglichkeit hat, sich zu bewegen.

00:45:18: ,036 [Martina Eberl] Ist total interessant, dass du das so erzählst. Ich, äh, ab die letzten Jahre, ja, jetzt-- Doch, letztes Jahr war ich auch oben. Es gibt einen Sensationstrainer, heißt Andreas Kali.

00:45:28: ,716 [Dominik Klein] Mhm.

00:45:28: ,976 [Martina Eberl] Der ist in Kopenhagen und Däne, ja. Und, ähm, also wirklich einer der besten Trainer in Europa im Moment, bringt einen Granatengolfer nach dem anderen raus. Und, ähm, ich hab mir das immer einmal im Jahr gegönnt,

00:45:42: ,336 [Martina Eberl] einen Tag bei ihm zu verbringen, selber mit ihm 'ne Stunde zu machen oder einfach mal so 'n bisschen drüber zu quatschen, was ich da so bewerkstellige mit dem Schläger. Aber hauptsächlich, ähm, hab ich ihm auch zugeschaut. Und ganz oft, dadurch, dass ich ja 'n bisschen Schwedisch spreche, versteh ich das auch okay, weil der, der macht da auch keinen Hehl draus. Der redet jetzt nicht Englisch mit seinen Jungs, sondern redet da schön Dänisch, ja. Aber da hab ich wahnsinnig viel gelernt. Aber was ich eigentlich erzählen wollte, ist, letztes Jahr bin ich da hoch. Das war das erste Mal, dass ich draußen bei ihm zugeschaut hab, sonst immer in der Halle, was ja auch unfassbar basic war mit so Fischernetzen, Vorhängen und bei uns musste es ja immer der Tipptopp-Simulator sein. Ähm, und dann hat er mir da so seinen Standort geschickt und ich bin vom Flughafen, bin in der Früh mit dem ersten Flieger hochgeflogen, im, im, im Leihwagen, im Navi oder in Google Maps eingegeben und dann hab ich mir gedacht: „Okay, wo ist denn da der Golfplatz?" Okay, also dann fahr ich da los und komm in so 'ne richtig schöne Gegend und mir, okay, gut, da, da wird es dann 'ne Range oder irgendwas wird's da schon geben. Komm da an, nur Pferde überall. Und dann schreib ich ihm und sag: „Andreas, wo bist du denn? Ich, ich bin hier, ich bin hier in so 'ner Pferde-, an so 'ner Pferdeanlage, Pferderennbahn." Sagt er: „Ja, perfekt, das ist richtig." Ah, okay, und dann hab ich mir gedacht, okay, bei uns in München in Riem gibt's ja auch so was. Ähm, außen rum werden die, ist die Pferderennbahn, innen drin ist 'ne Range und 'n bisschen Golfplatz. Und dann hab ich mir gedacht: „Ah, dann wird das jetzt so was sein." Also gut, ich mein Zeug gepackt, da reinmarschiert. Es war so kalt. Ich sag's, es war so unfassbar kalt, windig, egal. Äh, wir kommen dahin. Ähm, ich muss jetzt mal wirklich aufpassen, dass ich kein, dass ich nicht die schlimmsten Wörter nutze, aber wirklich die abgenutztesten Matten, die du dir vorstellen kannst. Gummibälle, die Range mit Rückenwind. Also das ist ja der schlimmste Wind, mit dem du üben kannst. Und der hat, er hat gesagt: „Das ist halt so hier." Hat er gesagt: „Wir könnten jetzt noch auf so irgendwelche, auf so Schnüsselgolfplätze gehen", wo halt alles piekfein ist. Hat er gesagt, aber da hat er keinen Bock drauf und hier hat er seine Ruhe und, ähm, für seine Spiele ist das wunderbar. Und dann hab ich mir gedacht: „Okay, gut", dann haben wir geübt und dann ist irgendwie so vierzehn, fünfzehn Uhr gewesen und dann kamen seine Jungs. Und dann hast du schon die Jungs, die haben ihre Bags abgestellt und haben erst mal so 'n Handmäher genommen. Also so 'n, weißt schon, wo sich das Ding dreht, dass es halt sich selber so, so mäht, also halt nix mit Motor oder so. Und dann hab ich zu ihm gesagt: „Was macht 'n der?" „Der hat gestern den Zock verloren. Der mäht jetzt den Rasenabschlag mit der Hand, wo die nachher drauf trainieren." Also die machen jeden Tag beim Abschluss 'n Zock, wer am nächsten Tag mähen muss. Meinst du, das wird bei, also bei uns undenkbar, so was.

00:48:20: ,536 [Dominik Klein] Geil.

00:48:20: ,836 [Martina Eberl] Also so viel zum Thema down to earth. Das kam mir jetzt grade so, wie du das grade gesagt hast, die-

00:48:26: ,716 [Dominik Klein] Mentalität.

00:48:27: ,796 [Martina Eberl] Ja, total. Und die Schweden sind da auch nicht so viel, also die Skandinavier sind da schon, die ticken da 'n bissl anders und Golf ist ja in Schweden so groß, Dänemark auch, aber-

00:48:35: ,016 [Dominik Klein] Aber wir, wir kommen ja dahin, dass die Basics das A und O sind.

00:48:41: ,096 [Martina Eberl] Ja.

00:48:41: ,896 [Dominik Klein] Also ist ja wahrscheinlich in jeder Sportart, äh, so, dass wenn du passen, fangen, werfen kannst, dann, äh, ist das einfach die Basics. Und ich mach unsere Kids Camps fang ich tatsächlich auch immer an. Wir setzen, ich setz noch die Kinder auf 'n Boden und lass die in drei Meter Abstand diese Bälle zuwerfen.

00:48:59: ,136 [Dominik Klein] Dann gucken sie mich an: „Hä, wir sind jetzt bei Weltmeisterschaft. Setzt du uns auf den Boden wie im Kindergarten und, und sollen die Bälle...?" „Na ja, seh mal zu, dass du jetzt zehn Pässe so schnell du kannst auf diesen

00:49:10: ,756 [Dominik Klein] zu deinem Mitspieler kriegst", weil die Skandinavier fangen genauso an. Die setzen jetzt erst mal die Kinder natürlich bei den Bambinis und Minis sich gegenüber und passen, äh, zueinander. Dann wird es der Abstand erweitert, dann stehst du auf und dann passt sie, um immer diese Passgeschwindigkeit und Passgenauigkeit zu haben. Wir wundern uns über die Dänen und Schweden und wie schnell die doch von A nach B kommen und wie genau die alle passen. Ja, genau deswegen. Ja, weil die erst mal hinkriegen. Weil wenn du sitzt und den Ball am Mitspieler vorbei, dann ist es beschissenste, weil dann muss ich aufstehen, dann muss ich mir den Ball holen. So, und das willst du auch nicht haben.

00:49:44: ,136 [Martina Eberl] Okay. Ja, ja, okay.

00:49:45: ,436 [Dominik Klein] Somit ist immer schon allein von Kindesbeinen an, du musst genau in dieses Fenster. Und ich nenne immer so das Fenster, ja, wie beim VR, beim, beim Video Referee, beim Fußball so hier. Das ist das Fenster vor dir, damit du ... Du willst keinen Ball unten am Boden hin haben. Du willst keinen Ball hier hinten hin haben, weil da kannst du nicht schnell spielen, weil bis es dann wieder in der Wurfauslage ist, dann dauert es ewig. So, das heißt immer die ganze Zeit oben, pam, pam, pam, dass du hier spielst. Das versuche ich selbst mit

00:50:12: ,086 [Dominik Klein] Jugendlichen, Teenies, die meinen: „Was mache ich denn jetzt hier? Muss ich jetzt hier Passen üben oder was?" Ja, genau, das musst du, weil du willst von Tor zu Tor schnell kommen. Dann krieg erst mal einen gescheiten Pass hin. So, und das, was, für was ich dann auch stehe und für was ich dann mich auch einsehe, weil das sind die, das sind die Basics. Ohne die können wir nicht, können wir keinen schnellen Handball spielen.

00:50:32: ,096 [Martina Eberl] Trainierst du auch selber?

00:50:33: ,556 [Dominik Klein] Ja.

00:50:33: ,016 [Martina Eberl] Ja?

00:50:34: ,676 [Dominik Klein] Also ich bin Trainer.

00:50:35: ,916 [Martina Eberl] Ja.

00:50:35: ,256 [Dominik Klein] Ja, ja.

00:50:36: ,636 [Martina Eberl] Ja.

00:50:36: ,316 [Dominik Klein] Ganz viel. Also ich bin sehr viel in den Hallen. Jetzt bin ich sogar auch, habe ich die, das Traineramt unseres Sohnes übernommen, weil meine Frau

00:50:44: ,876 [Dominik Klein] hat das jetzt drei Jahre gemacht.

00:50:45: ,016 [Martina Eberl] Okay.

00:50:47: ,886 [Dominik Klein] Und jetzt hat sie gesagt: „Jetzt bist du mal dran." [lacht]

00:50:48: ,936 [Martina Eberl] Boah, das ist aber auch hart, oder? Mit dem, mit dem eigenen Sohn in der-

00:50:51: ,626 [Dominik Klein] Ja, habe ich selber ja selbst erlebt.

00:50:53: ,956 [Martina Eberl] Ja, okay.

00:50:53: ,776 [Dominik Klein] Mama, Papa, Bruder. Ich habe dann mal unsere Schwester trainiert. Das ist nicht so leicht, aber ich glaube, dass auch dadurch auch was rausgekommen ist, wenn man so den eigenen-

00:51:03: ,136 [Martina Eberl] Ja, ja schon, aber ich glaube, ich sehe das ja selber auch in meiner Tochter, die spielt auch echt gut, die Große und die Kleine zieht gut nach, aber

00:51:10: ,816 [Martina Eberl] da nicht noch ein Schippe härter zu sein zu denen, zu den eigen... Also ich habe die Tendenz, härter-

00:51:17: ,166 [Dominik Klein] Ja klar.

00:51:18: ,936 [Martina Eberl] zu sein.

00:51:18: ,876 [Dominik Klein] Aber das ist normal.

00:51:19: ,416 [Martina Eberl] Ja, ist es?

00:51:20: ,796 [Dominik Klein] Ja.

00:51:20: ,276 [Martina Eberl] Okay.

00:51:21: ,756 [Dominik Klein] Also das ist bei uns auch so. Also ich werde ja nicht vor allen Leuten, also das, ja, da hat jeder seine, seine Erfahrungen, äh, gemacht und das ist mit Sicherheit oftmals auch nicht leicht, mit dem umgehen zu können, wenn der eigene Papa dann mal vor versammelter Mannschaft da mal einen herrscheren Ton gibt. Ähm, das muss ich halt immer so die Balance halten. Ich find's einfach schön und das, wir haben viel Zeit im Auto zusammen, ähm, und wenn's dann mal dazu kommen sollte, dass er von sich aus erzählt, boah, das ist ja für mich, da höre ich einfach nur zu und bin dann so erfreut, wenn so Vater-Sohn-Gespräche stattfinden und, äh, das ist schon cool.

00:51:56: ,376 [Martina Eberl] Cool.

00:51:57: ,016 [Dominik Klein] Ja.

00:51:58: ,056 [Martina Eberl] Was wärst du nur eigentlich geworden, wenn du nicht Handball geworden wärst?

00:52:00: ,776 [Dominik Klein] Oh, das ist eine gute Frage. Ich war ja, [räuspert sich] und das meine ich jetzt in vollem Ernst, ähm, ich war beim Zivildienst, äh, damals, ähm, und habe Patientenfahrdienste gemacht beim Bayerischen Roten Kreuz, weil das hatte in meine Zeit gepasst, wo ich auch den Handball, da war ich natürlich auf dem Sprung Handball, Leistungssport, da konnte ich das immer verbinden. Ich hatte keine festen Fahrten, so Schulfahrten, wie man am Vormittag oder am, in der Früh und am Nachmittag machte bei diesem Fahrdienstservice. Ich habe so Patientenfahrdienste gemacht, ähm, hab ältere Frauen zur Dialyse gefahren oder bin irgendwie mal ins Krankenhaus gefahren. Und ohne Scheiß, das hat mir super viel gegeben.

00:52:41: ,056 [Martina Eberl] Mhm.

00:52:42: ,416 [Dominik Klein] So, weil auch dieser Kontakt mit Menschen, die Kommunikation, das hat man ja auch von Haus aus bekommen und so. Die Frau hat dann, die hat sich immer gefreut, in die Dialyse gefahren zu werden, weil der Klein, der Herr Klein, der kommt heute und der fährt mich da jetzt hinten rein. Und das, ich glaube, dass das mir super viel fürs Leben gegeben hat. Deswegen, ich hätte mir bestimmt so was vorstellen können, irgendwas, was auch wieder zu so einer Gebermentalität ist es ja vielleicht auch, die man von Haus aus irgendwie mitbekommen hat. Da hätte ich mir das, glaube ich, gut vorstellen können, was geben zu können.

00:53:15: ,956 [Martina Eberl] Schon wieder so ein Herzensmensch.

00:53:16: ,836 [Dominik Klein] Ja, mei, gell.

00:53:17: ,366 [Martina Eberl] Wahnsinn.

00:53:18: ,876 [Dominik Klein] Gibt's ja, ne.

00:53:18: ,036 [Martina Eberl] So unfassbar guter Mensch. Gutmensch. Hashtag Gutmensch. Noch mal zurück zu-

00:53:25: ,165 [Dominik Klein] Ja.

00:53:25: ,636 [Martina Eberl] zum Handball. Wir kommen natürlich immer wieder zum, ähm,

00:53:28: ,756 [Martina Eberl] Handball zurück. Du bist ja da als ARD-Experte viel bei den großen Turnieren dabei, gell? Also Weltmeisterschaften, Europameisterschaften. Ähm, jetzt stehst du da als Experte

00:53:41: ,516 [Martina Eberl] neben dem Hauptmoderator.

00:53:43: ,516 [Dominik Klein] Mhm.

00:53:44: ,476 [Martina Eberl] Deine Infos,

00:53:46: ,476 [Martina Eberl] kriegst du die von so internas? Kriegst du die noch so aus der Mannschaft oder von den Trainern und Physios?

00:53:51: ,356 [Dominik Klein] Ja, ja. Also das ist ja auch so, dass wir meistens ein, der spielfreie Tag an so einem Turnier ist auch gleichzeitig immer ein Medientag. Also da wird quasi auch eine Presse, alle zwei Tage ist eine Pressekonferenz, dann bist du ja eigentlich sehr nah dran. Also ich wollte auch dieses Expertendasein nie so

00:54:09: ,376 [Dominik Klein] machen, dass man nur zehn Minuten vor der Sendung kommt und fünf Minuten später wieder abhaut. Das geht in einem Turnier sowieso nicht. Ich wollte und bin es, glaube ich, auch gewohnt, einfach auch das wieder voll zu machen. Weißt du, ich bin bei der Absprache dabei, ich bin bei der Pressekonferenz dabei, ich habe den Draht zum Trainer, äh, oder auch zu ein paar Spielern, mit denen ich selber zusammen gespielt habe. Wir als Handball-ARD-Team machen uns ja auch Gedanken, wie was interessiert. Und das ist immer so die Herangehensweise: Die Oma Hildegard aus Emsdetten, die muss genauso vorm Fernseher abgeholt werden, ja, was da gerade passiert, als auch, äh, ja, der, der Handballfreak.

00:54:47: ,976 [Martina Eberl] Freak.

00:54:47: ,656 [Dominik Klein] Ja, das ist ja gar nicht so leicht, im Öffentlich-Rechtlichen immer das, diese Balance zu finden, aber wir machen das, glaube ich, in einer gewissen Form wieder mit einer Begeisterung, mit einer Leidenschaft und das kommt dann auch, glaube ich, das transportiert sich dann auch durch, durch die Kamera. Ähm, deswegen habe ich immer auch gewusst, ich wollte mich auch als Experte immer so verbessern,

00:55:07: ,672 [Dominik Klein] dass es nicht mir gereicht hat, wenn ich, [räuspert sich] wenn ich wusste, ich habe jetzt da mich nicht wohlgefühlt. Also ich wollte auch das Expertendasein mit einem Coach zum Beispiel an die Seite haben. Meine erste Sendung habe ich, äh, analysieren lassen. Äh, da habe ich zusammen mit Gerhard Delling zum Beispiel, ähm, eine, eine Sendung gehabt, ein Länderspiel, weiß ich noch wie heute. Und dann habe ich das an eine Agentur gegeben, die mich quasi analysiert hat. Und, ähm, die Agentur hieß Sprechperlen, ähm, und das war eine Nachrichtensprecherin oder ist eine Nachrichtensprecherin zum Beispiel mit ihrem Mann zusammen, haben die, ähm, quasi meinen kompletten Sprech, meinen kompletten Auftritt analysiert. Und dann hab ich mir gedacht: „Ja, okay, komm, dann setzen wir uns halt mal zusammen", und, ähm, dann fängt die an, das Ganze so positiv schon in der Bewertung jetzt: „Ach, guck mal, du hältst das Mikro toll, du machst das toll. Du bist ja super da vor der Kamera und der." Dann hab ich gesagt: „Ja, alles schön und gut. Sag mir, was ich besser machen kann." „Ah nee, guck mal, du hältst deine Hand gut, du zeigst deinen Ehering, du bist da. Du bist ja", also so alles, was die halt auf diesem Bildschirm-- Die, die gucken ja alles, die sehen ja alles. Die wissen auch, welchen Bogensatz, welchen Fragesatz, welches Komma du wann gesetzt hast und so. D-d-du wirst komplett auseinandergenommen im Positiven. Und sie hat es dann auch so positiv gecoacht. Und dann hab ich gesagt: „Alles schön und gut. Ich bin Sportler. Ich will jetzt wissen, was ich besser machen kann beim nächsten Mal." So, und dann sagt sie: „Ja, ähm, im, im Sprachgebrauch ist dir vielleicht mal aufgefallen: Ganz viele Sportler sagen: Ich glaube. Ich glaube, das Spiel ging heute nicht. Ich glaube, die erste Halbzeit. Ich glaube, das, äh," hab ich als Sportler ja auch gemacht. Nur als Experte wollen die Leute hinter der Kamera oder im Fernsehen deine Meinung und deine Haltung. Da reicht nicht: „Ich glaube." Also ich glaube, das Spiel. Und dann hab ich gesagt: „Okay, krass. Du hast jetzt", ich habs fünfundvierzig Mal „Ich glaube" gesagt in, in diesen, in diesen, keine Ahnung, fünfunddreißig Minuten Sprechzeit am Ende, was ja extrem viel ist.

00:57:09: ,672 [Martina Eberl] Wär's dir vorher aufgefallen?

00:57:10: ,512 [Dominik Klein] Nein, null. Na klar, weil das ja, das war ja in dir. Also als Spieler wurde ich interviewt und also ich glaube, wir haben heute gar nicht so gut gespielt und so. Und jetzt hat sie mir gesagt: „Aber lass das weg, indem du einfach mit dem Substantiv anfängst. Der Spieler, die Mannschaft, das Training, das Spiel, der Gegner. Ich glaube, der Ge-- Lasst es weg. Kannst du weg. Das ist Füll-Füllwort.

00:57:30: ,712 [Martina Eberl] Füllworte.

00:57:30: ,872 [Dominik Klein] Modal oder was auch immer. Und dann, dann kommt nämlich auch deine Haltung und deine Meinung zum Gelten. Und dann hat sie so gesagt: „Wenn du beim nächsten Mal nur dreiundvierzig Mal „Ich glaube" sagst, ist schon super." Weißt du, sie hat das so auch so positiv gecoacht. Ich hab gesagt: „Ja, nee, ich brauch das. Ich, wenn ich das jetzt weiß", und wir Sportler wissen ja, wie man mit Feedbackkultur und so weiter, wie man da besser werden will. Und dann war's wirklich bei der zweiten Sendung nur noch viermal. So, und das ist was, wo ich sag, das hat mir so viel, das ist jetzt ein kleiner Baustein von dem, was wir alles so besprochen haben, aber das war so 'n cooles, cooles Coaching, wo ich mir, wo ich wusste, ich will auch da

00:58:11: ,852 [Dominik Klein] besser werden und mich da auch ... Ich mein, das ist ja auch ein Gefühl, wenn wir in der ARD oder wenn wir eine Sendung machen, dann ist das für uns Matchday. Dann wollen wir auch am Ende sagen können: „Ey, das war, das war richtig gut. Da haben wir uns richtig gut vorbereitet. Da haben wir richtig gute Messages gesetzt. Da haben wir gute Interviews geführt, da haben wir die Mannschaft klar dargestellt. Haben wir, waren wir, waren wir zu kritisch, waren wir, waren wir zu freudig?" Du musst ja auch immer wieder Haltung haben und das macht schon richtig Spaß, so eine Expertenrolle einzunehmen.

00:58:36: ,172 [Martina Eberl] Wie lange machst du's jetzt?

00:58:38: ,912 [Dominik Klein] 2018 hab ich angefangen.

00:58:39: ,072 [Martina Eberl] Also direkt nach deinem-

00:58:41: ,512 [Dominik Klein] Ja, ich hatte sogar während der meiner letzten Saison schon die Europameisterschaft in Kroatien damals 2018 mitgemacht. Da wurde ich von meinem französischen Verein dann auch freigestellt für diese Zeit, weil das war ja internationales Turnier, da hatte man eh frei. Und dann war ich zu der Zeit damals in Kroatien, ähm, zum ersten Mal mit Alexander Bommes, ähm, auch. Und, ähm, das war-

00:59:03: ,832 [Martina Eberl] Wie kam es dazu, dass du die Aufgabe zugesprochen-

00:59:05: ,432 [Dominik Klein] Ich wurde gefragt, ähm, dass, äh, diese Position des Experten frei wird, weil damals war Stefan Kretzschmar ARD-Experte und der ist dann zu Sky damals gegangen, die Handball halt in der Bundesliga übertragen haben. Und dann kam, äh, damals der NDR auf mich zu, der Norddeutsche Rundfunk, weil die kannten mich natürlich aus Kieler Zeiten, und haben dann quasi gefragt: „Du machst das anscheinend ganz gut, immer so vor der Kamera, äh, als Spieler schon und kannst dich irgendwie ausdrücken und hast da 'ne,

00:59:33: ,832 [Dominik Klein] 'ne eloquente Art." Und das hab ich dann zum Glück auch weiterführen können.

00:59:38: ,072 [Martina Eberl] Echt mega interessant.

00:59:40: ,592 [Dominik Klein] Mhm.

00:59:40: ,352 [Martina Eberl] Weil da denkt man also, wenn man dich also so kennt, du drückst dich super aus.

00:59:44: ,662 [Dominik Klein] Mhm.

00:59:44: ,432 [Martina Eberl] Siehst super aus. Du stellst dich da einfach hin-

00:59:47: ,722 [Dominik Klein] Mhm.

00:59:47: ,672 [Martina Eberl] und machst's.

00:59:48: ,072 [Dominik Klein] Mhm.

00:59:49: ,812 [Martina Eberl] Und das, äh, find ich, find ich sensationell. Das, also es passt natürlich auch wieder zu dir, zu deinem Ansatz, was du ganz am Anfang gesagt hast: Alles, was du machst, möchtest, du möchtest besser werden und so weiter. Aber, ähm, da das, ich glaub, das, das kann sich fast keiner vorstellen, dass, ähm, was da als Experte denkt man: „Ja, okay, der weiß ja eh alles. Der muss ja eigentlich quasi nur vor sich hinreden", aber dass das tatsächlich so viel Arbeit steckt.

01:00:11: ,932 [Dominik Klein] Ja, das hat sich allerdings auch [räuspert sich] ... Ich glaub, die Grundlage ist trotzdem das, was du von Haus aus vorgelebt bekommen hast. Also dieses Kommunikative, dieses auf Leute zugehen zu können, das muss ich sagen, das war ja die Arbeit der Eltern und auch der, des Papas, ja, der, der einem auch immer wieder, und das ist so 'n simples Beispiel heutzutage: Wenn das Telefon klingelt, hat mein Papa früher gesagt: „Da gehst du jetzt ran und sagst: Hier ist Dominik Klein. Schönen guten Tag." So, das war, so sollten wir als Kinder ans Telefon gehen. Wenn zu Hause das Telefon klingelt, dann hast du das zu sagen. So einfach diesen, diese Eröffnung eines Gesprächs überhaupt hinzubekommen. Also das ist so 'n simples Beispiel davon. Und dann kommt auch dazu, diese Offenheit, auf Menschen zuzugehen, die kannst du ja nur dann hinkriegen, wenn du Augenkontakt hast, wenn du dann auf die Tische klopfst im VIP-Raum. Ja, was ist das für 'n, für 'n Gefühl eigentlich, durch 'nen Raum zu gehen und jeden, der dir eigentlich das Gehalt zahlt, ja, im VIP-Raum oder im Fan-Dasein und diesem Miteinander braucht es ja. Oder, oder ist es das Mindeste, dass du dann wenigstens den Kontakt, den Kontakt, den Grüß Gott sagst. Also danke, bitte. Ich mein, das ist ja alles so Sachen, die hast du ja von Haus aus einfach auf 'm Weg mitbekommen und das möcht ich ehrlicherweise auch jetzt nicht nur den eigenen Kindern, sondern auch in unserer Gemeinnützigkeit, in unserem Verein, den wir jetzt gegründet haben und auch in diesem, diesem Miteinander. Ich glaub, dafür steht auch der Handball, dass wir so nahbar, so respektvoll miteinander umgehen. Und es bedarf's aber auch, ich mein, die neue Generation ist so, wie sie ist. Äh, bedarf's aber auch Vorbilder, dass es im Vereinsleben so auch noch, ähm, das Augenmerk dadrauf und die Wichtigkeit dadrauf gelegt wird. Deswegen, da freu ich mich-

01:01:49: ,572 [Martina Eberl] Das könnten wir als, als neue Station bei den Peak Performer machen. Ähm,

01:01:54: ,192 [Martina Eberl] nicht, das hört sich jetzt total stochen an, Benimmregeln, aber das, was du gerade gesagt hast, wie oft ich zu meinen ... Sie sagen „Danke und bitte", meine Mädels. Ich finde, sie sind eh, du kennst ja, sie, sie sind ja gar nicht so schlecht.

01:02:07: ,372 [Martina Eberl] lacht] Die sind mir wirklich gut gelungen. Aber wie oft ich dann noch von hinten raus sage: „Bitte.

01:02:15: ,512 [Martina Eberl] Wie heißt das? Danke, Mama."

01:02:18: ,092 [Dominik Klein] Genau.

01:02:19: ,872 [Martina Eberl] Ja, aber es-

01:02:19: ,732 [Dominik Klein] Aber das merken wir, glaube ich, zu Hause. Ich glaube, wir kriegen trotzdem auch oft das Feedback von anderen, die gesagt haben: „Boah, euer Sohn, der hat sich jetzt gerade mit mir da unterhalten. Das ist ja, ist ja Wahnsinn, was der dich interessiert und eure Tochter, die ist ja ... Guck mal dir." Also das ist schon dann auch immer schön. Weil wir sind ja, wir sind ja täglich dran und wollen immer so dieses nicht nur effektiv sein, sondern auch was auf dem erzieherischen Weg mitgeben. Aber ich glaube, wir kriegen oftmals auch, glaube ich, können ganz stolz da drauf sein, dass wir-

01:02:49: ,052 [Martina Eberl] Alles gut. Auf deine, auf deine Kiddies kommen wir eh gleich noch.

01:02:53: ,912 [Martina Eberl] Jetzt hast du ja, du hast ja

01:02:56: ,932 [Martina Eberl] ein Privileg. Du hast ja gespielt, bevor der Handball so einen Megaboom in Deutschland erfahren hat, weil als ihr damals, 2007 war es, seid ihr Weltmeister geworden mit Heiner Brand.

01:03:06: ,212 [Dominik Klein] Genau.

01:03:08: ,472 [Martina Eberl] Den hoffe ich mir auch hier bei in, in meinem Podcast. Er ist ja auch ein begeisterter Golfer.

01:03:13: ,632 [Dominik Klein] Ja, weiß ich.

01:03:14: ,332 [Martina Eberl] Ähm.

01:03:15: ,232 [Dominik Klein] Soll ich ihn fragen? Ich bin bald ja in Köln.

01:03:17: ,052 [Martina Eberl] Ich habe ihm gestern sogar eine E-Mail geschrieben.

01:03:19: ,232 [Dominik Klein] Hast du geschrieben? [lacht]

01:03:19: ,232 [Martina Eberl] Ja, ja. Also schauen wir mal.

01:03:20: ,892 [Dominik Klein] Sehr, sehr gut.

01:03:20: ,452 [Martina Eberl] Ähm, also jetzt möchte ich mal, also ich möchte jetzt mal als Außenstehende, weil ich bin ja wirklich, äh, ein perfektes Beispiel als Außenstehende, die jetzt Handball nicht unbedingt immer verfolgt. Ähm, die Zeit vor der W, vor der WM im eigenen Land Weltmeister zu werden und auf einmal hat sich alles verändert zum Sport, Medienaufmerksamkeit, der Hype. Ich finde, es hat sich so unfassbar viel für euch verändert und du warst ja genau mittendrin.

01:03:47: ,891 [Dominik Klein] Mhm.

01:03:47: ,391 [Martina Eberl] Ja, du hast ja dann 2000, du hast noch quasi elf Jahre unter diesem, äh, Hype gespielt. Erzähl mal von deiner Seite aus, was hat sich da für dich verändert und was hat sich da für deinen Sport verändert? Aber primär natürlich für dich.

01:04:00: ,772 [Dominik Klein] Also deswegen ist der Hashtag Glückskind, äh, glaube ich, da, äh, passend und prägend. Äh, Markus Bauer, unser Kapitän, hat damals in der Kabine mich gefragt, wie, wie alt ich denn wäre, als wir da im Finale, äh, gewonnen haben. Ähm, und da hat er mich, gibt es ja auch einen schönen Film, Projekt Gold, falls sich der jemand mal, äh, reinziehen möchte. Das war so die Begleitung zu diesem Wintermärchen, das wir ja-

01:04:23: ,782 [Martina Eberl] Projekt Gold.

01:04:24: ,812 [Dominik Klein] Projekt Gold.

01:04:24: ,072 [Martina Eberl] Wo kann man das gucken?

01:04:26: ,672 [Dominik Klein] Da, wo-

01:04:26: ,392 [Martina Eberl] Das müssen wir jetzt schon sagen.

01:04:27: ,392 [Dominik Klein] Da, wo die Filme wahrscheinlich irgendwo zu Hause sind.

01:04:29: ,752 [Martina Eberl] Überall, wo es Filme gibt.

01:04:30: ,772 [Dominik Klein] Da, wo es Filme gibt.

01:04:31: ,492 [Martina Eberl] Okay.

01:04:32: ,872 [Dominik Klein] Äh,

01:04:34: ,632 [Dominik Klein] das Schöne ist und dann hat er mich da gefragt und dann habe ich gesagt: „Ja, ich bin der Jüngste und trag die Bälle", habe ich dann als Antwort damals, äh, gegeben, aber er sagt: „Alles Glückskinder, alles Glückskinder." Das miterlebt zu haben, was wir da 2007 erlebt haben. Ich meine, die Generation war ja auch trotzdem eine goldene Generation vorher. Vize-Olympiasieger, Europameister 2004 und so weiter. Das waren ja alle krasse Namen, die da unter Heiner Brand ja auch gespielt haben. Aber mit diesem Erlebnis 2007 im eigenen Land

01:05:05: ,892 [Dominik Klein] Weltmeister zu werden, das war ja auch so ein krasser Prozess, wie wir die ganze Nation hinter uns gebracht haben. Ich glaube, dazu hat auch mit Sicherheit dazu geholfen, dass das Sommermärchen der Fußballer im Vorfeld mit Fahnen und keine Ahnung, das war ja schon so ein, so ein nationaler Hype, so ein nationaler Stolz und wir sind, haben da dann draufgelegt. Ähm,

01:05:24: ,552 [Dominik Klein] wobei man kann jetzt über die nächsten Jahre dann noch mal gucken, dass es natürlich auch wieder Schwankungen gab, was der DHB, was der Deutsche Handballbund dann daraus gemacht hat. Da könnte man jetzt auch kritisch drauf gucken, ob das wie immer nur ein Hype war. Da ging es auch mal wieder runter. Ähm, das Schöne ist, in der jetzigen, heutigen Zeit dabei zu sein. 20 Jahre später haben wir wieder eine Heim-WM. Also wir haben jetzt 2027 sogar in München die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase, gehen dann nach Köln, äh, wo der Handballtempel schlechthin mit 19.000 Zuschauern ist. Alles ist ausverkauft. Es gibt keine Karten mehr, also schon Ticket Eröffnung. Die deutsche Mannschaft ist alles ausverkauft. So, also auch die anderen Standorte, wo die ... Handball ist ein Boom, ein Hype. Und da sagt man ja gerade von dem Jahrzehnt des Handballs. Wir hatten ja 2024 auch wieder eine Heim-EM gehabt. Ähm, also das, worauf du hinaus wolltest: Wie, wie habe ich das erlebt?

01:06:16: ,092 [Dominik Klein] Noch mal Hashtag Glückskind. In so einer Zeit dabei gewesen zu sein, wo dieser Handball einfach auch so 'ne erfolgreiche Zeit hatte. Ich durfte ja dann sogar beim THW Kiel, beim FC Bayern des Handballs spielen und habe dann auch noch selbst in diesem Jahr 2007 ein Triple miterleben dürfen und mit begleiten dürfen und gewinnen dürfen mit der Mannschaft.

01:06:37: ,132 [Dominik Klein] Das war schon ... Und wie man da den,

01:06:40: ,992 [Dominik Klein] den Hunger plötzlich bekommt, das zu bestätigen. Also ich meine, der erste Titel in seiner Karriere ist vor 30.000 Zuschauern in Köln auf dem Rathausbalkon zu stehen, um Weltmeistermedaille irgendwie um den Hals gehängt zu bekommen. Und dann gehst du nach Kiel und wirst deutscher Meister, Pokalsieger, Champions-League-Sieger und stehst vor 20.000. Dann denkst du: Äh, eigentlich kannst du, äh, kannst du, kannst du einen Haken machen. So, und der, der Manager damals, ähm, Uwe Schwenker, heute Präsident von der Handballbundesliga, hat damals gesagt: „Du, äh, Vertragsverlängerung, sollen wir darüber sprechen oder willst du eigentlich die Schuhe an den Nagel hängen? Weil mehr geht nicht mehr." So. Und jetzt sind das alles so Titel, die man ja für die Mannschaft, für seine Nation gehabt hat. Ich möchte allerdings trotzdem sagen, ich bin dann trotzdem nicht der, der das irgendwie sich aufs Revers irgendwie, äh, legt, sondern ich lasse da immer so einen Wikipedia-Auszug bei so Führungskräften oder bei meinen Vorträgen immer so einen Wikipedia-Auszug stehen, weil so ist man ja selber nicht.

01:07:31: ,472 [Martina Eberl] Mhm.

01:07:32: ,722 [Dominik Klein] Ja, und damit will ich eigentlich immer nur zeigen, das ist ein Erfolg für die Mannschaft, für den Trainer, für die Fans, für den Verein. Aber einen Titel habe ich 2007 tatsächlich so als persönlichen Titel für mich, äh,

01:07:45: ,716 [Dominik Klein] abgelegt. Ich durfte beim besten Verein der Welt eine Vertragsverlängerung unterschreiben, obwohl ich noch drei Jahre Vertrag hatte.

01:07:53: ,736 [Dominik Klein] Damit will ich eigentlich nur so

01:07:55: ,476 [Dominik Klein] zeigen, A, was der, was der Verein in einem gesehen hat und B, dass das doch eine Bestätigung für dich persönlich ist, wenn du dich so identifizierst mit dem besten Verein der Welt. Du hast immer den Hunger jetzt, der wurde jetzt erst überhaupt angeregt, besser werden zu wollen, weiterhin nächste Titel zu holen. Und deswegen sage ich so, diese, so eine Vertragsverlängerung, die habe ich Ende 27 dann sogar bekommen, obwohl ich noch Vertrag hatte. Müsste man ja auch nicht machen. Könnte ja den Kleinen als Nationalspieler da jetzt durchlaufen lassen, aber da hat der Verein Größe, also richtig Größe gezeigt, so die Wertschätzung. Nee, nee, dem geben wir jetzt, da passen wir das jetzt mal, das, das Vertragskonstrukt an.

01:08:35: ,356 [Martina Eberl] Den versiegeln wir.

01:08:36: ,436 [Dominik Klein] Und das ist krass.

01:08:37: ,655 [Martina Eberl] Du hattest noch drei Jahre Vertrag und auf wie lange wurde der dann?

01:08:40: ,926 [Dominik Klein] Nee, ich glaube, ich habe noch mal drei Jahre, äh, bekommen, aber natürlich dann andere Konditionen und dann war das halt der, der Nationalspieler, der bei uns, äh, der bei uns ist und der so dann auch zum Publikumsliebling irgendwie gereift ist, weil er halt sich voll und ganz mit dieser, mit diesem THW verbandelt hat. Und das auch wieder da eigentlich ein, ein Wert, äh, den ich von zu Hause mitbekommen habe, weil diese Identifikation mit einem Verein ist einfach,

01:09:10: ,756 [Dominik Klein] ja, das ist auch nicht mehr selbstverständlich.

01:09:12: ,216 [Martina Eberl] Nee, ist es bestimmt nicht. Und gab es dann auch in der Zeit, es waren ja, du hattest ja da deine Teammates, äh, die mit dir dann diese Erfolge gefeiert haben. Gab es dann welche, denen das so ein bisschen in den Kopf gestiegen ist? Brauchst jetzt keine Namen nennen, aber-

01:09:25: ,436 [Dominik Klein] Nee, ehrlicherweise war das die DNA des THWs schon immer, nämlich Saison ist vorbei und jetzt geht es um den nächsten Titel.

01:09:33: ,856 [Martina Eberl] Mhm. Okay.

01:09:33: ,436 [Dominik Klein] Also du bist beim THW mit der Einstellung, am jeden Jahresende muss der Briefbogen ausgewechselt werden, weil da kommt ein neues Jahreszahl drauf und der Deutsche Meister- egal welche, du musst einen Titel holen. So und wenn du diese Einstellung hast, wenn auch der Verein sich solche Leute sucht und die unter Vertrag nimmt, dann weiß er ja auch,

01:09:54: ,676 [Dominik Klein] was es bedarf, denjenigen zu dem Verein zu holen, weil du wirst daran gemessen, nächstes Jahr wieder einen Titel mit der Mannschaft zu holen. So, und da ist wirklich keiner abgehoben an der Stelle, ähm, zur damaligen Zeit. Heute wird es, ist es schwieriger. Das könnte man, die Diskussion könnte man aufmachen, ob die neue Generation der Spieler können sich es ja auch heutzutage aussuchen. Früher, wenn der THW Kiel angerufen hat, da bin ich zu Fuß da hingelaufen. Ja, sechshundertachtzig Kilometer von meinem Heimat und dann bin ich Zebras, THW Kiel, boah, da muss ich hin. Heute haben die Top-Spieler auf dem Tisch: „Wo kann ich wie hingehen?“ So, und dann ist es eine andere, eine andere Situation.

01:10:32: ,856 [Martina Eberl] So, lieber Dominik, es ist so weit.

01:10:34: ,616 [Dominik Klein] Oh Gott.

01:10:35: ,926 [Martina Eberl] Der ist zwar für ein bisschen später notiert bei meinen, auf meinen Unterlagen hier.

01:10:38: ,776 [Dominik Klein] Aber?

01:10:39: ,216 [Martina Eberl] Ähm, ich finde, das passt jetzt gerade ganz gut,

01:10:43: ,856 [Martina Eberl] weil, äh, mein Spielzug verändert sich gerade hier so ein bisschen.

01:10:45: ,256 [Dominik Klein] Ja, ist gut. Flexibel sein.

01:10:47: ,456 [Martina Eberl] Man muss ja flexibel sein. Und zwar kriegt jeder Gast seinen Livescore.

01:10:51: ,216 [Dominik Klein] Mhm.

01:10:52: ,696 [Martina Eberl] Livescore. Bisschen vom Golf muss ich auch sagen.

01:10:53: ,295 [Dominik Klein] Okay, okay.

01:10:55: ,616 [Martina Eberl] Und, ähm, es ist sehr groß geschrieben, ja, also weil ich muss es ja lesen können, auch manchmal ohne Brille. Ähm, deswegen, ich überreiche das dir. Das ist dein Livescore, lieber Dominik, den darfst du jetzt vorlesen.

01:11:07: ,996 [Dominik Klein] Ah.

01:11:07: ,156 [Martina Eberl] Wenn du eine Brille brauchst, sagst Bescheid, kriegst du eine.

01:11:11: ,276 [Dominik Klein] Nee, nee.

01:11:11: ,976 [Martina Eberl] Der Livescore.

01:11:13: ,876 [Dominik Klein] Podcast Livescore Dominik Klein. Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, dann sehe ich keinen geraden Weg, sondern viele kleine Schritte, die mich vom Jugendhandball in Obernburg bis an die Weltspitze geführt haben. Ich habe früh gelernt, dass Talent allein nicht reicht. Entscheidend sind Arbeit, Disziplin und der Wille, jeden Tag besser zu werden.

01:11:33: ,946 [Dominik Klein] Meine Zeit beim THW Kiel war sportlich der Höhepunkt meiner Karriere. Dort durfte ich erleben, was es bedeutet, auf höchstem Niveau zu spielen und nahezu alles zu gewinnen, was im Vereinshandball möglich ist. Trotzdem waren es nicht nur die Titel, die dieses Jahr, die diese Jahre besonders gemacht haben, sondern vor allem das tägliche Arbeiten in einer Mannschaft, in denselben Anspruch hatte, immer gewinnen zu wollen. Der größte Moment meiner Karriere bleibt der Weltmeistertitel 2007 mit der deutschen Nationalmannschaft. Dieser Erfolg im eigenen Land war emotional etwas ganz Besonderes. Nicht nur für uns Spieler, sondern für den gesamten deutschen Handball. Wenn ich meine Karriere ehrlich bewerte, war ich nie der Spieler, der im Mittelpunkt stehen wollte. Meine Stärke lag darin, zuverlässig zu sein, meine Rolle im Team zu kennen und sie konsequent auszufüllen. Genau das hat mir ermöglicht, viele Jahre auf höchstem Niveau zu spielen.

01:12:22: ,316 [Dominik Klein] Der vielleicht wichtigste Titel meines Lebens begann allerdings nach dem Sport. Der Übergang aus dem Profihandball war bewusst gestaltet. Heute arbeite ich als TV-Experte, engagiere mich in der Nachwuchsförderung und versuche, Kinder und Jugendliche für Bewegung und Handball zu begeistern. Für mich ist das eine logische Fortsetzung meiner Karriere, nur in einer anderen Rolle. Auch privat habe ich mein Fundament gefunden. Meine Familie gibt mir Stabilität und Orientierung, die über den Sport hinausgeht.

01:12:49: ,256 [Dominik Klein] Mein Livescore: Sportliche Karriere neun Komma fünf.

01:12:56: ,256 [Dominik Klein] Team- und Rollenverständnis neun Komma fünf. Konstanz im, auf Top-Niveau neun Komma fünf. Bedeutung für den deutschen Handball neun Komma null. Lebe nach der Karriere, Leben nach der Karriere neun Komma fünf. Wow. Gesamt-Livescore neun Komma vier. Für mich steht dieser Score nicht nur für Erfolge, sondern für den gesamten Weg als Spieler, als Teamkollege und als Mensch nach der aktiven Karriere.

01:13:23: ,736 [Dominik Klein] Vielen Dank.

01:13:24: ,476 [Martina Eberl] Sehr gerne. Passt eigentlich ganz gut, gell?

01:13:27: ,656 [Dominik Klein] Passt gut.

01:13:28: ,436 [Martina Eberl] Also diesen, diesen Score selber, das, darüber, das schreibe ich tatsächlich selber und den Score, den lasse ich dann von der Karriere rechnen.

01:13:35: ,796 [Dominik Klein] lacht] Was das macht mit dem.

01:13:36: ,796 [Martina Eberl] Ja, und ich frage mich dann immer selber, ich übernehme es dann einfach so, warum jetzt eigentlich neun Komma fünf? Weil wenn man dir so zuhört, ist es eigentlich immer volle Punktzahl.

01:13:43: ,916 [Dominik Klein] Ja.

01:13:43: ,856 [Martina Eberl] Immer zehn null, ja.

01:13:45: ,316 [Martina Eberl] Aber das ist jetzt eine super, super Überleitung, nämlich auf meine nächste Frage, weil es hört sich ja fast, bei dir hört sich das so glatt an.

01:13:54: ,036 [Dominik Klein] Mhm.

01:13:55: ,344 [Martina Eberl] Genauso wie es bei der Magdalena sich auch teilweise so unfassbar glatt sich anhört und liest. Aber in so einer Karriere- Und da können wir uns ja wirklich die Bälle gut zuspielen, ähm,

01:14:08: ,164 [Martina Eberl] hervor kommt

01:14:10: ,184 [Martina Eberl] aus Fehlern.

01:14:11: ,663 [Dominik Klein] Mhm.

01:14:11: ,043 [Martina Eberl] Dass man aus Fehlern lernt. Wenn du jetzt mal so zurückblickst, welche Momente oder welche ich, ich mag das Wort Fehler immer nicht, ja, aber we-- aus welchen, welche Sachen oder welche Momente würdest du jetzt, jetzt rückblickend anders managen? Und aus welchen Momenten hast du wahnsinnig viel gelernt?

01:14:28: ,744 [Dominik Klein] Also es gibt ja ganz deswegen, es ist ja teilweise auch unangenehm für uns oder für mich als Person, das so zu lesen. Überhaupt-

01:14:34: ,894 [Martina Eberl] So wie zum Thema Wikipedia. Äh, äh, äh, äh.

01:14:36: ,004 [Dominik Klein] Ja, [lacht] aber das ist ja, weil da gehört ja, wie du sagst, ganz viel dazu, nämlich aus Niederlagen wieder aufzustehen, aus einer Verletzung stärker zurückzukommen, aus einem Karriereknick, äh, wieder nach oben zu kommen. Und

01:14:53: ,244 [Dominik Klein] ich fang trotzdem noch mal an, wieder bei meinem Elternhaus und, äh, ich mach dir jetzt mal bildlich vor, wie mein Papa vor mir stand,

01:15:01: ,864 [Dominik Klein] wenn's gute Spiele in der Jugend gab, wenn ich mal zwölf Tore bei 'nem E-Jugend-Spiel gemacht hab oder so, da waren das immer so Erfolgsbausteine, die man übereinanderlegt. So. Weil jedes positive Ding kannst du jetzt zu 'nem Turm machen. Dann kann mein Papa immer so: "Ja, aber pass auf, der, je höher du den baust, desto mehr schwankt der. Also nehmen wir mal wieder was runter, bauen mal 'n Fundament, das auf breitere Bas..." So stand der immer vor mir. So wie ich das jetzt dir vor mache, so hab ich das

01:15:26: ,564 [Dominik Klein] bildlich vorgezeigt bekommen, um Bodenständigkeit zu behalten-

01:15:30: ,634 [Martina Eberl] Mhm.

01:15:30: ,744 [Dominik Klein] um nicht abzuheben, um nicht diesen Turm zum Schwanken zu bringen. Und dafür bin ich einfach so tiefst dankbar, dass ich diese Bodenständigkeit bekommen habe. Und, äh, hier stand irgendwas mit, ähm, nicht im Mittelpunkt stehen. Als kleiner Junge war ich schon derjenige, der unbedingt in der Halle jedem zeigen wollte, wie geil ich jetzt den Ball in den Winkel donner und wie ich jetzt den Gegenstoß laufe, so. Da hab ich schon dann mich oftmals so umgeguckt: Hat das jetzt jemand gesehen? [lacht] So geilen Wurf gemacht. Also daher kommt da aber auch so 'ne gewisse Unbekümmertheit, Selbstbewusstsein, das du ja auch brauchst-

01:16:05: ,594 [Martina Eberl] Mhm.

01:16:06: ,634 [Dominik Klein] um dann Titel oder Mannschaftsspieler, äh, zu werden. Ähm, aber wir waren ja so 'n bisschen auch dabei zu er-erkunden, warum kam's denn zu 'nem Karriereknick? Warum kam's denn-

01:16:18: ,634 [Martina Eberl] Mhm.

01:16:18: ,264 [Dominik Klein] zu 'ner Verletzung? Ich mein, Verletzungen gehören immer irgendwie dazu, keine Frage. Aber so 'n Karriereknick und der war bei mir ja, ähm, so benenn ich den immer, 2010, wo ich nicht nominiert wurde für eine Europameisterschaft. Also ich war 2006 dabei zum ersten Mal, 2007 Weltmeister, 2008 Olympische Spiele, bam, bam, bam, bam, bam, immer Bausteine nach oben. Und dann wurde [räuspert sich] einmal von Heiner Brand damals erzählt: "Äh, Dominik, ich geh mit den anderen zweien." Wir hatten Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Österreich und da gibt's ja dann auch noch Selektionen, mit welchem Team geh ich.

01:16:53: ,604 [Dominik Klein] Die Sache war nur, die im Vorfeld dieses Jahres, also der, die Saison hat ja im September angefangen oder im August angefangen. Das halbe Jahr bis zu dieser Nominierung, bis zu diesem Turnier,

01:17:04: ,584 [Dominik Klein] hab ich nicht performt. So, da war ich

01:17:07: ,224 [Dominik Klein] vielleicht in der Effektivität nicht gut und keine Ahnung, hat, hat in der Körpersprache was gefehlt und mir wurde das aber zugetragen. Also auch aus deinem engsten Umfeld. Management, Elternhaus, Familie. So: "Ey, bei dir läuft's grad nicht so, ne?" Und das sich einzugestehen, ist ja das Größte, was man eigentlich, also was man erst mal nicht macht, was man erst mal abblockt. Nee, nee, brauch ich nicht und, äh, ich, ich komm da schon raus, mach das schon selber.

01:17:32: ,924 [Martina Eberl] Aber hattest du selber das Gefühl, dass es so ist oder war?

01:17:34: ,924 [Dominik Klein] Nee, wahrscheinlich auch gar nicht so, weil ich meine, du gehst ja dann wieder ins Training jeden Tag und willst dann wieder besser werden und dann f... klappt's am, am Wochenende wieder nicht im Training und so. Und dann hat irgendwann auch mal jemand gesagt: "Ey du, ich hab da jemanden, ich hab da so 'n Mentaltrainer für dich." Dann sag ich: "Mentaltrainer brauch ich nicht, äh, krieg ich alles selber hin." "Ja nee, ey, der macht, hör doch mal..." "Will ich nicht." Und dann kommt diese Nominierung, wo ich nicht dabei bin, also diese Nicht-Nominierung. Und dann hab ich, und dann fängt's ja an. Dann ist entscheidend, die Selbstreflexion zu haben, nämlich zu deinem Berater hinzugehen und zu sagen: "Gib mir mal die Nummer, ich ruf den an."

01:18:09: ,304 [Dominik Klein] Und das war das Beste, was in meiner Karriere passiert ist. Ich hab mich mit dem Jürgen getroffen in einem Glasbüro bei meinem Berater im, in Heidelberg im, im, im Büro. Und, äh, wir haben uns getroffen und die Szene, die würd ich dir jetzt einmal vormachen, weil das ist, das war das Beste, was mir in meiner Karriere passiert. Du bist jetzt der Jürgen, okay? Und du stellst mir bitte nur eine Frage und nix anderes drumherum, sondern nur die Frage: Wie fühlt sich's an?

01:18:38: ,154 [Martina Eberl] Wie fühlt sich's an?

01:18:40: ,424 [Dominik Klein] So ging das Gespräch los, als wir uns hingesetzt an einen Tisch. Kein Hallo, wie geht's? Wo kommst du her? Was, was machst du? Sondern nur:

01:18:47: ,904 [Martina Eberl] Wie fühlt sich's an?

01:18:48: ,084 [Dominik Klein] Da hab ich gesagt: "Okay, wie meinst, wie meinst du das jetzt?"

01:18:52: ,064 [Martina Eberl] Und noch mal: Wie fühlt sich's an?

01:18:54: ,164 [Dominik Klein] Da hab ich gesagt: "Ja, du meinst jetzt so Handball spielen oder so, ne? Oder im Training sein?"

01:18:58: ,384 [Martina Eberl] Nee, wie fühlt sich's an?

01:19:00: ,064 [Dominik Klein] Da hab ich gesagt: "Okay, ist komisch hier. Das wird, hu, das wird 'n tolles Gespräch hier." Da hab ich gesagt: "Ja, also in der Ostseehalle mit den Fans spielen und mal 'n Tor werfen und so."

01:19:10: ,964 [Martina Eberl] Wie fühlt sich's an?

01:19:11: ,884 [Dominik Klein] Da hab ich gesagt: "Okay, ja, das, das Jubeln, das Zurücklaufen, mit den Fans feiern", so.

01:19:17: ,504 [Martina Eberl] Und noch mal: Wie fühlt sich's an?

01:19:19: ,744 [Dominik Klein] Zweieinhalb Minuten ging das-

01:19:20: ,454 [Martina Eberl] Ach Quatsch, wirklich, ja?

01:19:21: ,184 [Dominik Klein] Gespräch nur so: Wie fühlt sich's an? Und irgendwann hab ich gesagt: "Weißt du was? Leck mich am Arsch." Ich hab den, hab den Stuhl so weggezogen, hab mich vor den hingestellt und hab ihm gesagt: "Wenn ich in der Abwehr stehe, dann bin ich parat, dann bin ich bereit, dann kann ich den Ball klauen, dann kann ich 'n Stürmerfaul rausholen. Dann bin ich hier. Da hab ich richtig so Feuer an den Armen, an den Beinen."

01:19:40: ,004 [Dominik Klein] Das hat nach zweieinhalb Minuten hab ich vor dem gestanden, genauso. Das war ein Glasbüro. Die Mitarbeiter haben gesagt: "Was haben die sich eingeworfen? Die kennen sich seit drei Minuten und der steht vor dem und zeigt dem, wie so 'n Feuerball um die Hände, um die Arme gehen."

01:19:55: ,984 [Dominik Klein] Nur mit der simplen Frage: Wie fühlt sich's an?

01:20:00: ,214 [Dominik Klein] Und dann muss ich sagen, so: Okay, was ist da jetzt rausgekommen? Was hat der geschafft? Was hat der geschafft?

01:20:06: ,500 [Martina Eberl] Emotion

01:20:07: ,640 [Dominik Klein] Der hat das Feuer in mir entfacht. Der hat mir gezeigt, was es für mich ausmacht, Handball zu spielen. Und es ist nicht das Training mit der Mannschaft und es ist nicht das Tore machen und es ist das Fan-Dasein in der Ostseehalle. Das war Abwehr spielen,

01:20:23: ,660 [Dominik Klein] Selbstbestimmtheit in der Abwehr zu haben, das geil zu finden, dass hier bei mir nichts passiert, dass ich mal 'n Ball klauen kann, dass ich mal 'n Stürmerfaul rausholen kann, dass hier ich, das ist mein, mein Thema. Und das war, ich mein, das ist ja individuell für jeden, aber das war das Geilste, was mir passiert ist. Und warum? Weil von dem Tag an haben Jürgen und ich bis zum Karriereende telefoniert vor jedem Spiel. Von 2010 bis 2018 hab ich den Jürgen damals, äh, immer angerufen, zwei Stunden vorm Spiel und da mag der irgendwo in Südafrika, äh, im Urlaub gewesen sein und ich in Montpellier gespielt haben. Wir haben uns, wir haben uns connected. Und das war, und da ging's am Ende in unserer Zusammenarbeit nur darum,

01:21:06: ,440 [Dominik Klein] wie bringe ich mich in einen guten Zustand? Das ist noch heute grün hinter meinem Ohr, diese Frage: Wenn du in einem guten Zustand bist, dann kannst du performen. Erst dann kannst du Leistung bringen. Wenn du vor einem Spiel oder ich kann mir das vorstellen im Golfen ja genauso, ach, auf dem Platz hab ich noch nie gut gespielt oder heute ist Regen, was auch immer. Das haben wir im Handball ja genauso. Bei dem Torwart, der da im Tor steht, oh, da hab ich noch nie getroffen. In der Halle, da muss ich mir jetzt-- Es gibt ja tausend Dinge, die uns beschäftigen. Also bei euch ja noch deutlich mehr im Einzelsport, ja, bist du ja eigentlich darauf angewiesen, jemanden an deiner Seite zu haben. Bei uns im Mannschaftssport war das ja eigentlich nicht so, weil auf deiner Position sitzt noch einer auf der Bank, den kannst du jedes Mal reinwerfen, ja. Oder den, hast du heute 'n guten Tag oder 'n schlechten Tag, dann kommt der Nächste. Aber ich will ja meine Performance fürs Team so hochhalten, dass ich immer ab-abliefern kann. Und das war mit der Zusammenarbeit mit dem Jürgen ein, ein extremer Boost. Äh, deswegen kann ich ja auch nur, ich mein, Thema mentale Stärke und Thema Performance Coaching, so haben wir das am Ende dann auch genannt. Wir wollten nicht irgendwie Mentaltrainer oder Sportpsychologe so. So, das war dann Performance, Performance Coaching und das war das, das Beste, was mir in meiner Karriere passiert ist. Diesen Menschen kennenzulernen.

01:22:25: ,750 [Martina Eberl] Cool.

01:22:26: ,880 [Dominik Klein] Das ist richtig krass.

01:22:27: ,460 [Martina Eberl] Seid ihr noch in Kontakt?

01:22:29: ,240 [Dominik Klein] Ja, wir sind immer, immer noch in Kontakt. Wir haben ja, ähm, selbst, [lacht] äh, dann als TV-Experte, ist ja auch 'n Spieltag für einen, ja. Was hat dich da beschäftigt, vor der Kamera zu stehen oder was loszulassen, was dich, ah, ich, ich bin irgendwie nicht vorbereitet oder was. Da, du kannst dir ja vorstellen, in den acht Jahren, da sind Geschichten aufgetaucht.

01:22:49: ,540 [Dominik Klein] Ich ha-, ich ha-, ich erzähl dir die eine Geschichte, die wir zusammen als Allererstes, ähm, besprochen hatten. Und zwar hab ich ihm dann erzählt, Halbfinale Champions League, THW Kiel, Heimspiel, ähm, und ich hab mich darüber aufgeregt, dass mein Mitspieler beim Aufwärmen die Hallenmusik mitgesungen hat.

01:23:08: ,280 [Martina Eberl] Ausgerechnet du. Du musst aber mit.

01:23:10: ,040 [Dominik Klein] lacht] Der auch immer singt, meinst du genau.

01:23:13: ,040 [Dominik Klein] Ich hab mich aufgeregt. Ich hab gesagt, ey, das kann doch nicht wahr sein. Wir laufen da hoch und runter, unsere Hälfte und wärmen uns auf und Schulter warm machen und keine Ahnung. Und der singt die ganze Zeit die Hallenmusik mit. Da dachte ich: Wie kannst du-- Also ich hab's ihm jetzt nicht gesagt, aber ich hab mich aufgeregt darüber. Ey, wir haben gleich das wichtigste Spiel der Saison, Karriere, vielleicht ins Champions League Finale und du trällerst hier die, die Hallenmusik mit. Und dann hab ich dem Jürgen das halt so genauso erzählt und dann sagt der: „Wo ist dein Fokus?"

01:23:39: ,900 [Dominik Klein] Da dachte ich mir so: „Wie meinst'n das?" Ja, wo, wo verlierst du grade Energie, sich über jemanden aufzuregen, der vielleicht selber grad in 'nen guten Zustand kommt, weil er, äh, durchs Lachen, Singen, Freude hast du keine Angstzustände, ja, hast keinen, spürst keinen Druck. Und das hat er mir da so simpel so irgendwie erklärt. Und da denk ich mir so: Ja, hast du wahrscheinlich recht. Und mit der, und er hat mich eigentlich dann gekriegt, wo ich gemerkt hab, die Energie, die du jetzt vor dem Spiel verbrätst, um sich über jemanden Gedanken zu machen, der dir Energie raubt, die Energie fehlt dir in der 58. Minute, wo du vielleicht 'n entscheidenden Siebenmeter werfen könntest oder 'n Gegenstoß reinmachen solltest, die hast du dann nicht mehr. Also behalt dir deine Energie für, für dich. Und das war, das war jetzt so 'ne, das war das erste Beispiel, was wir damals als Erstes besprochen haben, nachdem wir nach zweieinhalb Minuten nur eine Frage uns gestellt haben.

01:24:31: ,450 [Martina Eberl] Ich sag mal, ja, aber ein, ein superwichtiges Thema, dieser Fokus, ja. Und es ist, also wir müssen-

01:24:37: ,400 [Dominik Klein] Das ist ja bei euch doch extrem.

01:24:38: ,500 [Martina Eberl] Also wir müssten, ich wollt grad sagen, wir müssten mal wirklich 'ne Masterclass für Golfer zusammen machen, weil wie oft dieses Thema an mich herangetragen wird von meinen Schülern oder, ähm, auch ich spiele jetzt auch, ich darf jetzt als Profi, ein Profi darf jetzt in 'ner Amateurmannschaft wieder mitspielen, ja. Wie oft ich das höre, was manch andere so stört, was andere sagen.

01:25:01: ,080 [Dominik Klein] Mhm.

01:25:02: ,260 [Martina Eberl] Ja, ähm, es gibt ja manche, es gibt halt wirklich solche,

01:25:06: ,980 [Martina Eberl] ja sagen wir mal, so unsportlichen Menschen, die-

01:25:08: ,860 [Dominik Klein] Trash Talk.

01:25:09: ,920 [Martina Eberl] Ja, die halt dann sagen, ich mein, der Klassiker, wobei das sagt ja auch keiner, schnaufst du ein oder aus beim Schlagen, wo du dir dann Gedanken machst, was machst'n du da eigentlich? Hast dir noch nie drüber Gedanken gemacht. Aber es, wie viele sich da Gedanken machen, was die eine da jetzt grade gesagt hat oder der eine und das einen komplett rausnimmt, ja. Wo ich dann aber als Trainerin da sei, da steh und sag, ähm,

01:25:36: ,820 [Martina Eberl] lass ihn. Ja, lass ihn einfach, konzentrier dich auf dein eigenes Spiel. Ähm, und wenn dich das so nervt, dann, dann komm gar nicht in die Nähe, dass der irgendwas zu dir groß sagen kann. Wobei am Abschlag stehst du natürlich immer zusammen da. Aber das ist wirklich das Thema Fokus.

01:25:51: ,960 [Dominik Klein] Die hohe Kunst.

01:25:52: ,200 [Martina Eberl] Das ist 'ne ganz, ganz hohe Kunst und aber auch ein ganz großes Learning, weil wenn's dich einmal rausgezogen hat und du merkst, wie du dann auf einmal den nächsten Schlag verhaust-

01:26:02: ,940 [Dominik Klein] Mhm.

01:26:02: ,596 [Martina Eberl] Da musst du reflektieren und sagen: „Okay, das passiert mir jetzt genau einmal und dann nicht noch mal." Äh, ähm, aber das ist superinteressant, dass es dir, dass es da so Parallelen dazu gibt, ja. Also Ähm, Performance Coaching mega, mega Stichwort, weil um das geht's ja auch so 'n bisschen im Podcast, dass man so 'n bisschen seine, seine Erfahrungen weitergibt an, an die Zuhörer und auch die Zuschauer, äh, wie man natürlich mit nicht so, äh, goldigen Momenten umgeht, ja. Ähm, wenn du jetzt sagst, ähm,

01:26:34: ,816 [Martina Eberl] der Fokus, das sind ja alles so-- Also ich erzähl immer, ich hatte so 'ne Art Werkzeugkoffer.

01:26:38: ,576 [Dominik Klein] Mhm.

01:26:39: ,056 [Martina Eberl] Ja, also zum Beispiel, ich war immer furchtbar nervös. Warst du auch immer so nervös?

01:26:43: ,696 [Martina Eberl] Also ich kenn deine Keynote, die hab ich ja mal bei, warte mal, auf der, auf der ISPO hab ich mir die angehört letztes Jahr, äh, wo man dich da in dem Tunnel sieht und wo du dann-

01:26:51: ,186 [Dominik Klein] Ach ja, genau.

01:26:52: ,596 [Martina Eberl] schon ein bisschen heiß wirst, ja. Ich, ihr habt da natürlich einen anderen Sport, weil ihr dürft laufen, ihr könnt euer Adrenalin rauslaufen. Bei uns ist ja das genau das Gegenteil eigentlich, da musst du eigentlich ruhig werden.

01:27:03: ,486 [Martina Eberl] Ähm, und da hatte ich halt so 'ne Toolbox mit 'ner Nervosität. Ähm, ich hab das jetzt auch schon in den letzten Podcast schon so 'n bissl auch erzählt. Ähm, also ich hab kein Koffein mehr getrunken.

01:27:14: ,966 [Dominik Klein] Mhm.

01:27:14: ,836 [Martina Eberl] Wobei ich Kaffee, ich liebe Kaffee, ähm, atmen natürlich mit den Zehen wackeln, dass man in die Gegenwart zurückkommt und so weiter. Hattest du auch so 'ne, so 'ne Werkzeugkofferbox, wo du sagst, das waren für deine

01:27:29: ,575 [Martina Eberl] Schwachstellen in Anführungszeichen, das waren so die Werkzeuge. Erstens, welche Schwachstellen und welche Werkzeuge?

01:27:33: ,096 [Dominik Klein] Mhm. Ähm,

01:27:36: ,176 [Dominik Klein] Thema Kommunikation, ähm, war ja das, was ich mit dem Jürgen quasi abgeschlossen hatte dann vor 'nem Spiel, weil da hab ich einfach über Dinge gesprochen, die mich dann, die ich dann frei loswerden konnte. Dann war das einfach ausgesprochen und du warst frei, in die Halle zu kommen, um, äh, um dann performen zu können. Ich hab allerdings auch 'ne Zeit lang, ähm, viel visualisiert.

01:27:57: ,296 [Martina Eberl] Mhm.

01:27:57: ,536 [Dominik Klein] Also ich war, wenn ich beispielsweise, und das kann ich an, äh, auch an Markus Flemming heißt der, ähm, der war, hat uns bei der Nationalmannschaft, äh, betreut. Der kam aus dem Eishockey, ähm, und der hat damals mit ihm, hab ich so 'ne Visualisierung durchgemacht. Ich konnte zum Beispiel links außen abspringen, lang, flach. Ich hab den lang flach nicht mehr. Also diesen einen Wurf, den einfach nur am Torwart vorbei lange fliegen, den hab ich nicht mehr draufgehabt. Also es gibt, wahrscheinlich gibt's vielleicht mal auch mal solche im Golfen irgendwelche Schwünge, die ich nicht oder die ich nicht mehr irgendwie draufhab. Dann hab ich mir den zu Hause vor der Couch stehend immer wieder visualisiert. Ich hab 'n Ball in die Hand genommen zu Hause und hab mich lange warten und auf die Couch fallen lassen und hab das dann so bildlich vor Augen mir gesagt: "Okay, ich muss nämlich lange warten, um am Torwart vorbeizuspringen." Also ich spring ab, ich will lange warten, ich komm kurz vom Boden auf und dann hau ich das Ding lang flach rein. Dann hab ich wirklich vor, teilweise vor 'm Training oder vor 'm Spiel mal diese Szene nachgespielt der Visualisierung und hab mich so in diese Couch fallen lassen und hab dann so diese Wurfbewegung gemacht. Und das kennt man ja aus 'm Sport auch, dass diese ganze Visualisierung, ist ja auch Training, was du deinem Kopf dann am Ende gibst. Also du könntest ja auch dir Gedanken machen ohne Schläger, äh, wahrscheinlich diese, diesen Golfschwung irgendwie diesen Schwung zu machen oder diesen Wurf zu machen. Das ist ja dann auch schon wieder, äh, mental trainiert. So, das ist eine Toolbox, die ich mal 'ne Zeit lang gemacht hab und das andere war, viel mit Atmung, äh, zu arbeiten. Vor allem, ähm, den kompletten alten gebrauchten Sauerstoff rauszukriegen. Also ich hab Töne von mir gegeben, bevor wir in die Halle eingelaufen sind. Das willst du nicht wissen. Da musst du mal die Mannschaftskollegen fragen, was ich da [macht Ton], ich hab da so richtig alles raus, damit wieder frische, frischer Sauerstoff reinkommt. Ich hab da teilweise, ähm, ja wirklich rausgebrüllt, äh, die Sachen, aber da ging's mehr, da ging's mehr darum, wirklich so alles so, huh, so richtig alles rauszulassen. Ähm, und das war, das war jetzt ein, ein Teil davon. Aber während dem Spiel ist es ja, ich mein, bei uns geht's so schnell. Also du hast was verbaselt oder am Tor vorbeigedonnert, dann bist du gleich wieder zurück und musst irgendwie sofort den Fokus wieder dazu finden.

01:30:10: ,416 [Dominik Klein] Und da gibt's dann auch

01:30:12: ,416 [Dominik Klein] Atemübungen, wo du dir dann immer sagst: „Okay, komm, weiter."

01:30:16: ,936 [Martina Eberl] Ich stell mir das jetzt grade für die Golfer vor, die's hier grade hören, wie die beim nächsten Abschlag stehen und dann diese Töne von sich geben.

01:30:24: ,296 [Martina Eberl] lacht]

01:30:24: ,676 [Dominik Klein] Silent. Silence, please.

01:30:26: ,236 [Martina Eberl] Das hab ich vom Dominik Klein gehört. Das muss ich machen, damit neuer Sauerstoff reinkommen kann. Sehr cool. Ja genau, das wär, wär jetzt eigentlich auch meine Frage, wie du quasi in den Fokus gekommen bist. Also, ähm, Atemtechnik. Ich finde, das hört sich immer so spirituell und so nach Yoga an mit so Atemtechniken. Und, ähm, ich gebe auch Fitnesskurse und ganz oft, wenn die, wenn, wenn die Gruppe dann fertig ist und so 'n bisschen ihren, ihren Puls runterbringen müssen oder dürfen und mal hinlegen und dann sag ich: „Okay, jetzt machen wir einfach mal vier, der Klassiker, der vier, vier Atemzüge ein, acht Atemzüge aus" und das machen wir dann so 'n paar Minuten und dann setzen sie sich auf und dann sag ich:

01:31:08: ,316 [Martina Eberl] "Ich weiß nicht, wie's euch geht, aber mir fällt's zum Beispiel wahnsinnig schwer zu meditieren." Ja, dieses Nichtsdenken. Aber letztendlich ist ja eine Meditation, sich zu fokussieren auf etwas und wenn du dich auf deine Atmung konzentrierst, ist das ja quasi so 'ne Atemmeditation. Ist ja nichts anderes letztendlich. Und du, du fokussierst dich. Das ist, deswegen ist diese Atmung ja wirklich so, ja so, so 'ne Raketenforschung eigentlich auch schon, ne, was eigentlich das Natürlichste auf der Welt ist, weil ohne Atmen sind wir 'n bissl aufgeschmissen. Ähm, aber schön, dass du das sagst. Und, ähm, aber hast du noch so ein oder andere-

01:31:42: ,956 [Dominik Klein] Na ja, was heißt Tipps-

01:31:42: ,576 [Martina Eberl] Also Nervosität ist jetzt das eine, zum Beispiel war's jetzt, wo ich, wo ich mir vorstellen kann, da haben ganz viele 'ne Frage, wie, wenn, was mach ich, wenn ich nervös bin? Weil ich bin mir sicher, dass wenn jetzt, wobei

01:31:53: ,056 [Martina Eberl] du bist so 'ne coole Socke, wenn jetzt die Kamera losgeht, du Experte bist, ähm, bist nicht nervös, oder?

01:31:59: ,386 [Dominik Klein] Mhm.

01:31:59: ,876 [Martina Eberl] Nee, mach's einfach.

01:32:00: ,152 [Dominik Klein] Ja, weil das hat sich aber auch dahingehend entwickelt, weil du, du hattest vorhin gesagt, man bereitet sich auf was vor. Du, du kannst ja das rauslassen, was in dir ist. Also du erzählst ja keinen Schmarrn. Du erzählst ja nicht irgendwas, was du erfinden musst, sondern was du A erlebt hast und B was du gesehen hast. Also grade als Experte, ich mein- Was soll ich jetzt was anderes über e-einen Spieler sagen, wenn ich, vor allem ist es ja der Bundestrainer Alfred Gislason, den ich selber als Vereinstrainer hatte. Deswegen, der steht jetzt dann immer zwischen uns und ich darf dem dann mal so d-das Feedback geben zu dem. Das ist schon auch spannend.

01:32:31: ,852 [Martina Eberl] Wie ist das?

01:32:31: ,312 [Dominik Klein] Ja, d-- Er respektiert es ja natürlich in höchstem Maße, weil er wir uns ja kennen, weil ich da auch 'n Spieler war, der das verkörpert hat und genau weiß, was er für ein Spielsystem zum Beispiel spielen will. Aber um auf die Nervosität, ich mein, guck in den Spiegel und das gilt für jeden: Wenn du dich da selber siehst, dann hast du dir nichts vorzuwerfen. Dann machst du das, was, was in dir ist. Und je authentischer das ist, die Authentizität ist halt mal das schlagbar, das Unschlagbare am Ende, sich so zu geben, wie man einfach ist.

01:33:02: ,792 [Martina Eberl] Warst du eigentlich immer happy, dass du in 'ner Mannschaft gespielt hast? Oder hättest du dir ab und zu auch mal gewünscht, so Einzelsportler zu sein?

01:33:10: ,552 [Dominik Klein] Durch das, dass ich das selber, also ich weiß nicht, worauf du ... Also Mannschaftssportler über allem, Teamplayer sowieso. Ähm, ich sag auch immer bei uns, ich hab ja links außen gespielt, so das Team im Team muss funktionieren. Wir sind zum Beispiel, das ist auch spannend, das wissen vielleicht auch immer gar nicht viele, wir haben beim THW Kiel immer positionsbezogen bei Auswärtsspielen auf 'm Zimmer, äh, gewohnt. Also du bist mit deinem Linksaußenkollegen aufs Zimmer gegangen. Der Rückraum links ist als Zimmerkollegen, hat seinen Rückraumlinke. Also wir sind immer pärchenweise quasi in Doppelzimmern untergebracht-

01:33:42: ,252 [Martina Eberl] Wirklich?

01:33:43: ,232 [Dominik Klein] Ja. So.

01:33:44: ,592 [Martina Eberl] Okay.

01:33:44: ,892 [Dominik Klein] Und jetzt könnte man ja meinen, oh, irgendwie komisch, weil manchmal Konkurrent oder keine Ahnung oder. Und wenn es aber 'ne Mannschaft ist, dann tust du dich ja damit auch beschäftigen. Also meine besten Freunde aus dem Handball sind diejenigen, mit denen ich natürlich ganz viel Zeit verbracht hab. Ob das jetzt Linksaußen Henrik Lundström war, ob das Rode Darmke war, ob das Thorsten Jansen war. Das sind die, mit denen ich noch heute 'n sehr enges, enges Verhältnis, äh, habe.

01:34:10: ,732 [Dominik Klein] Und, ähm, du wolltest mich auf die Einzelsport. Und wenn ich aber jetzt daran denke, ich, ich hatte ja 'ne Zeit, wo ich verletzt war, wo ich ganz alleine für mich war.

01:34:19: ,052 [Martina Eberl] Mhm.

01:34:20: ,622 [Dominik Klein] Also da bist, da ist ja nichts mehr mit Teamsport.

01:34:22: ,012 [Martina Eberl] Mhm, mhm.

01:34:23: ,572 [Dominik Klein] So, da bist du acht Monate lang auf dich alleine gestellt und, und den Hashtag Come back stronger war ja damals so das, was ich mir hab sogar designen lassen für meine Trainingseinheiten. Ähm, und weil's auch ganz viele andere gibt, die natürlich nach Verletzungen stärker zurück, äh, kommen wollten oder die Motivation haben. Und da wurde mir eigentlich bewusst, ich kann auch sehr gut alleine für mich trainieren, ähm, weil du bist ja auch auf dich alleine gescha-

01:34:50: ,732 [Martina Eberl] Mhm.

01:34:50: ,192 [Dominik Klein] Am Ende ist ja trotzdem der Mannschaftssport 'n Einzelsport, weil du musst ja deine Position so gut ausfüllen, dass es der Mannschaft dient, äh, 'n Spiel zu gewinnen. Und daher, ähm, ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, ganz alleine auf 'n Golfplatz zu gehen. Also ich könnte mir wirklich so, also nichts drum herum, ich würde da, das würde ich lieben. Ich glaub, das wäre die größte Ruhe für mich, einfach morgens

01:35:12: ,592 [Dominik Klein] auf 'n Golfplatz zu gehen. Keiner andere ist da und ich, ich schlag da 'n paar Bälle. Ich würd mich zwar tierisch ärgern, weil ich natürlich erst mal wieder reinkommen muss, [lacht] um, um das dann auch gut machen zu können, aber das, das hab ich schon in mir abgespeichert. Wenn ich mal irgendwann die Zeit haben sollte und die Kinder aus dem Haus sind und die Frau wirklich auch mich mal lässt, äh, [lacht] auf 'n Golfplatz, dann, dann würd ich sagen, dann könnt ich das super gut ganz alleine machen.

01:35:35: ,372 [Martina Eberl] Ich hab mir oft gewünscht, 'ne Mannschaft zu haben.

01:35:38: ,512 [Dominik Klein] Mhm.

01:35:39: ,252 [Martina Eberl] Weil es, es ist ja, es lastet ja alles auf dir.

01:35:42: ,472 [Dominik Klein] Mhm.

01:35:42: ,492 [Martina Eberl] Also bei, bei Golf ist es ja ganz extrem.

01:35:45: ,692 [Dominik Klein] Mhm.

01:35:45: ,812 [Martina Eberl] Und ist auch zu verstehen, dass du deine Hausaufgaben machen m-m-musst, ja. Also das Training, dich auf den Schlag vorzubereiten, weil alles andere, was dann passiert, ist out of your control. Ja, also control the controllables letztendlich.

01:35:59: ,802 [Martina Eberl] Aber dann gab's halt auch wirklich so Tage, äh, wo ich mir dann teilweise echt gewünscht hab, weil das kennst du ja auch, man steht, obwohl du ja immer sehr energiegeladen bist und jeder das von mir auch denkt, aber es gab natürlich Tage, wo ich mir auch echt gedacht hab, boah, heute, pff,

01:36:14: ,231 [Martina Eberl] heute f-fehlt so bissl die, die, die Zündung. Oder zum Beispiel, wenn du im Juli, wenn daheim alle im Biergarten hocken, du in Schottland auftischst mit 'ner Wollmütze auf und weißt nicht mehr, wo deine Hände warm werden sollen. Da hab ich mir dann teilweise auch gedacht, boah, jetzt in so 'ner Mannschaft zu spielen und auch so 'n bisschen mal-

01:36:34: ,582 [Dominik Klein] Mhm.

01:36:34: ,751 [Martina Eberl] mit den anderen zu kommunizieren, heute bin ich nicht so hundert Prozent, übernimmt mich mal so 'n bisschen. Also das hätte mir schon auch ab und zu sehr getaugt. Also da hab ich immer die Mannschaftssportler sehr beneidet.

01:36:44: ,472 [Dominik Klein] Mhm.

01:36:45: ,342 [Martina Eberl] Ähm, weil allein ist allein.

01:36:47: ,852 [Dominik Klein] Mhm.

01:36:47: ,492 [Martina Eberl] Ja, das ist schon, also ich find, das ist dann schon immer noch so 'n Thema.

01:36:50: ,152 [Dominik Klein] Aber hattest du nicht jemanden auch trotzdem dann, den du connecten konntest? Oder konntest du irgendwie jetzt 'n Performance Coach oder irgendwie 'n, 'n Coach an der Seite haben oder der Caddy oder keine Ahnung, ist es nicht dann trotzdem so 'n Mini-Team, was, was es dann bedarf?

01:37:06: ,251 [Martina Eberl] Absolut. Also der, der Caddy hat dann den großen Change gemacht, aber der Caddy kam ja dann erst, als ich ihn mir leisten konnte, ab 2008. Davor ab und zu ist meine Mama mal mitgefahren, ähm, aber die hat sich dann natürlich auch nur die schönen Turniere so, [lacht] Rom und so rausgesucht. Aber die meiste Zeit war ich auch alleine und, ähm, man spielt gegeneinander. Ähm, natürlich ist man mit, äh, um Kosten zu sparen, mit anderen Spielern im Zimmer. Freundschaft, weiß nicht.

01:37:34: ,512 [Dominik Klein] Mhm.

01:37:34: ,832 [Martina Eberl] Ich war dann natürlich schon auch sehr

01:37:36: ,782 [Martina Eberl] fokussiert.

01:37:37: ,811 [Dominik Klein] Straight.

01:37:37: ,160 [Martina Eberl] Ja, also ich, äh, me, myself and I. Ich will gewinnen. Ja. Und, ähm, da ist so dieses, ähm, we're all one, das war halt nicht so, ja. Ähm, aber auch das, was du vorher gesagt hast, gut, dass du das noch mal aufbringst mit dem Performance Coach. Ähm, viele Golfer denken, ja, das Mentaltraining. Jeder hat 'n Thema. Wenn's Wasser vor der Nase ist, wenn aus rechts und links ist, wenn der eine was sagt, ähm, dein Schwung schaut aber komisch aus, dreht allen Schrauben durch. Ähm- Aber dass mal jemand wirklich sich so 'nen Performance Coach leistet und so oder nimmt, ja, ähm, da ist bei den Golfern noch 'ne große Hürde, weil alle immer denken, sie brauchen 'nen Psychologen. Das stimmt überhaupt nicht. Das ist ja-

01:38:19: ,560 [Dominik Klein] Mhm.

01:38:19: ,340 [Martina Eberl] Performance Coachings gehört da wirklich dazu und das ist jetzt auch noch mal 'n Shoutout für alle Zuhörer. Ähm, es gibt, äh, sensationell, so sensationelle gute Coaches. Wir haben auch einen, mein, mein Trainer, der Justin Walsh, ein Waliser. Ähm, mit dem hab ich, äh, die letzten, ja von 2006 an gearbeitet, bis ich aufgehört hab. Äh, ohne den keine Chance, ja. Also diesen Werkzeugkoffer, das-

01:38:41: ,600 [Dominik Klein] Und, und vielleicht muss es aber auch gar nicht immer der

01:38:44: ,450 [Dominik Klein] natürlich ausgebildete Coach sein, sondern wenn's nur darum geht, jemandem mal sein Empfinden aussprechen zu können.

01:38:51: ,880 [Martina Eberl] Klar, ja.

01:38:51: ,500 [Dominik Klein] Also noch mal, also der Jürgen selber hat auch, äh, mit Handball im weit Entferntesten was zu tun gehabt, aber der war [räuspert sich] Team- und Projektleiter in, in großen Unternehmen. Der hat Teams zusammengeführt und der hat eigentlich am Ende nur zugehört. Und du glaubst nicht, wie oft in unseren ersten Gesprächen es folgendermaßen ablief: Wir haben telefoniert vorm Spiel und nach zwei Minuten, drei Minuten hab ich gesagt: „Ah, ich hab's mir grad selber gesagt. Ciao."

01:39:20: ,680 [Dominik Klein] So, so ging das, weil es ging ihm eigentlich nur darum,

01:39:24: ,160 [Dominik Klein] der Kanal zu sein, wo ich erzähle. Und wenn ich einfach ins Erzählen gekommen bin und [räuspert sich] er dann irgendwann mal 'ne vielleicht 'ne Frage gestellt hat, die, die ich erklärt hab, die ich mir-- „Ey, wie kannst du mir so 'ne simple Frage stellen? Ja, ist doch klar, ich bin..." Dann hab ich die ihm die erklärt und auf einmal: Ah ja klar, das war die Lösung. Tschüss.

01:39:43: ,130 [Martina Eberl] Ey, beim, beim Reden ist es dir selber aufgefallen.

01:39:45: ,410 [Dominik Klein] Beim Reden, ja na klar.

01:39:45: ,780 [Martina Eberl] Ja, ja klar.

01:39:45: ,500 [Dominik Klein] Dieser Moment, das war das Größte für mich und das kann ja jemand sein, dem, der dir einfach nur zuhört.

01:39:52: ,640 [Martina Eberl] Das Aussprechen, das Reflektieren, ja.

01:39:54: ,340 [Dominik Klein] Das ist voll.

01:39:55: ,040 [Martina Eberl] Ja.

01:39:56: ,860 [Dominik Klein] Und 'ne Frage, die oftmals auch wir gestellt haben im Coaching war: „Was ist denn das Schlimmste, was heut passieren kann?" Weil wir uns natürlich Gedanken machen in unserer Bubble und keine Ahnung. Und dann einfach mal jemandem zu sagen so: „Das Schlimmste ist, w-w-wenn das und das und das." Und auf einmal denkst du dir selber so: So schlimm ist es eigentlich gar nicht. [lacht] Weißt du, so, da gab's so krasse Fragestellungen teilweise auch, wo ich mir denke so: Top. Und eine Sache, die würd ich noch ergänzen, weil wir grade noch bei dem Thema sind. Mich hat mal 'n, 'n Teilnehmer bei 'nem Vortrag gefragt: „Sag mal, bist du so Banane in der Birne, dass du jedes Mal vorm Spiel über acht Jahre lang deinen Coach brauchst, darüber zu sprechen?" Dann dacht ich mir so: Ja, könnte man meinen, ne. Aber wie viele Telefonate gab's auch, wo wir einfach nur drüber gesprochen haben, wie gut es grade geht, wie geil bin ich eigentlich grade drauf. Und dann haben wir teilweise Telefonate gehabt: „Hey, die Welle reiten wir jetzt einfach weiter. Wir sind voll, wir sind voll drin. Und wann machen wir das denn mal?" Also krieg ich heute zum ersten Mal Gänsehaut, weil ich's fühle, wie man-- Das typisch Deutsche ist ja nicht: Wie geil bin ich eigentlich so und heute hab ich ja mal, äh, den Ball 300 Meter weit geschlagen und da hab ich sieben von sieben gemacht. Heute hab ich dem Heinevetter um die Ohren gedonnert. Und das bei ihm auch gehabt zu haben, selbst nach 'm Spiel mal gesagt zu haben: „Ey, heute war 'n richtig geiles Spiel." Ich mein, das machst du zu Hause, wo die Frau selber Handball spielt, machst du nicht, weil die sagt dir 'n Vogel und sagt: „Hier, da ist die Tür." So, ja. [lacht] Weil die natürlich dann um die Ecke kommt als, als jemand, der dann auch kritisch da drauf guckt. So: „Was war 'n da in der 58. Minute los da auf außen? Da hast du noch mal gepennt, ne", und so. Also...

01:41:31: ,280 [Martina Eberl] Aber das ist auch typisch deutsch.

01:41:33: ,340 [Dominik Klein] Ja, aber das ist auch so 'ne, das war, ist ja unsere Verbindung. Deswegen ist es schön, wenn man ja von 'nem Partner das dann auch in 'ner gewissen Form so hört. Aber worauf ich hinaus wollte, ist, dass wir dieses, und diesen Hashtag hat sich für mich einge-eingebrannt: Lass mal wieder abklatschen. Also lass mal wieder das, was uns auszeichnet, einfach mal-- Im, im Sport brauchen wir das. Also wenn du 'n Tor gemacht hast, ja, dann klatsch ich ab. Wenn du am Tor vorbeigeworfen hast, dann kriegst du auch einen. So komm, nächster. Und dieses, dieses gemeinsame Abklatschen, mal wieder abfeiern, das machen wir viel zu wenig.

01:42:06: ,760 [Martina Eberl] Mhm, mhm.

01:42:06: ,800 [Dominik Klein] Und, äh, und es gibt dir-- Was gibt dir das? Was gibt das für 'ne Energie, wenn ich plötzlich in der Mannschaft stehe oder mit meinem Caddy abklatsche und das mal-- Mach das mal. Was das plötzlich bei dir auslöst, du hast 'ne ganz andere Haltung.

01:42:18: ,730 [Martina Eberl] Genau, egal, was der, was der Outcome vorher war, auch abklatschen, wenn's mal nicht so ist, ja. Das sieht man ja ganz oft beim Volleyball oder, ähm, Handball natürlich, Tennis-Mix-Doppel, klatschen ja auch alle ab, auch wenn sie gerade weggedonnert haben. Ja, ist das schlecht. Ich hab jetzt nämlich so ein Mannschaftsspiel vor mir, da wird abgeklatscht.

01:42:36: ,740 [Dominik Klein] lacht]

01:42:36: ,760 [Martina Eberl] Werd ich an dich denken, werd ich an dich denken. Genau, wir, wir runden jetzt mal deine Handballkarriere ab. Du hast ja gesagt, ähm, du, deine Frau war ja auch dann, äh, in Frankreich, in Nantes.

01:42:47: ,850 [Dominik Klein] Nantes.

01:42:48: ,520 [Martina Eberl] Nantes. Genau. Da hast du die letzten zwei Jahre gespielt. Äh, muss man sich das jetzt so als, als Handballaußenseiter so vorstellen, dass das eigentlich fast so wie im Fußball ist, dass man sagt, äh, das Karriereende, da geht man noch mal schön, äh, entweder nach Spanien, Frankreich, wo auch immer und dann beendet man seine Karriere? Oder ist das,

01:43:07: ,360 [Martina Eberl] was, oder ist das noch mal on top? Wa-- Wie kann ich mir das vorstellen?

01:43:10: ,820 [Dominik Klein] Mhm. Das ist schön, dass es, weil viele denken so, ähm, dass man dann noch mal in der Kleinen geht vom THW Kiel, vom FC Bayern des Handballs, geht dann noch mal dann nach Frankreich. Jetzt erzähl ich dir aber die Geschichte, warum überhaupt sich mein Bauchgefühl, was extrem verkrampft war, weil ich wollte ja nicht weg. Ich wollte ja nicht aus Kiel weg.

01:43:27: ,980 [Martina Eberl] Okay.

01:43:27: ,460 [Dominik Klein] Ähm, sondern ich hatte nur ein Jahresangebot bekommen, in dem ich grade in 'ner verletzten Situation war. Also mein Kreuzbandriss damals hat dazu geführt, nicht performen zu können und nicht zeigen zu können, dass ich Comeback stronger wieder zurückkomme.

01:43:41: ,300 [Martina Eberl] Mhm.

01:43:42: ,580 [Dominik Klein] Und, ähm, dann hat der Verein mir damals, äh, nur ein Einjahresangebot gegeben plus Option, dann in den Verein irgendwie so integriert zu werden.

01:43:49: ,140 [Martina Eberl] In Kiel.

01:43:50: ,520 [Dominik Klein] In Kiel.

01:43:50: ,440 [Martina Eberl] Ja, okay.

01:43:51: ,499 [Dominik Klein] Aber ich hab mir gesagt: „Ey, ich werd hier noch länger spielen." Also, äh, 2015 war das passiert. Ich bin noch nicht mit, mit 32 jetzt vorbei. Keine Chance, ich werd noch Vollgas geben. So, und dann fahren wir nach Frankreich, weil diese Position bei Top-Mannschaften, Barcelona, Rhein-Neckar Löwen, Paris Saint-Germain, da haben sich die Linksaußen alle so gedreht und auf einmal wurde Nantes quasi frei als europäische Mannschaft, die man aber so eigentlich nie aufm Zettel hatte.

01:44:17: ,320 [Martina Eberl] Mhm.

01:44:18: ,304 [Dominik Klein] Ähm, dann sind wir da hingefahren, mein Berater und ich, und, äh-

01:44:22: ,844 [Dominik Klein] Das war so schön, weil ich hatte, also bis dato so schön, dass ich wusste, die Facility, die Trainingsmöglichkeiten top,

01:44:30: ,664 [Dominik Klein] die Stadt top, das Essen top.

01:44:34: ,564 [Dominik Klein] Wir haben uns wohlgefühlt da, aber mein Bauch war noch immer verkrampft.

01:44:38: ,184 [Martina Eberl] Mhm.

01:44:39: ,484 [Dominik Klein] Dann haben wir das Gespräch dort, ähm, großer runder Tisch, Präsident, Trainer, Manager, äh, Dolmetscher, mein Berater, meine Wenigkeit. Und bis es dann so losging, durf-durfte ich irgendwann mal die Fragen stellen, die mich beschäftigt haben. Dann habe ich gefragt: „Sag mal, wie sieht's denn aus? Wo will denn der Verein in fünf Jahren stehen?"

01:45:00: ,714 [Dominik Klein] So, und dann denkst du dir, dass der, der Trainer jetzt loslegt und seine Philosophie erzählt. Aber es kam anders, indem der Präsident auf den Tisch gehauen hat und er sagt:

01:45:09: ,104 [Dominik Klein] „Wir wollen in die Champions League und wir investieren in deine Person. Du hast schon dreimal gewonnen und wir wollen, dass wir mit dir jemanden haben, der das ganze Ding mit, mit aufbaut."

01:45:20: ,424 [Dominik Klein] Boah, das hat gesessen. Dann habe ich so gemerkt, so okay, da passiert gerade-

01:45:24: ,104 [Martina Eberl] Das löst sich.

01:45:25: ,604 [Dominik Klein] Da passiert gerade was. Und dann habe ich die Frage gestellt: „Wie wollt ihr das machen?" [lacht] Weißt du so, weil Nantes hatte keiner so richtig auf dem Schirm. So, wie wollen, wie wollen wir das machen?

01:45:33: ,074 [Martina Eberl] Mhm.

01:45:34: ,204 [Dominik Klein] Und dann erzählt er: „Ja, wir haben eine Wildcard beim Verband angefordert. Wir haben zwei weitere französische Nationalspieler. Wir haben das, das, das und das." Und auf einmal wurde so richtig so ...

01:45:45: ,464 [Dominik Klein] Mein Bauchgefühl war so richtig wohlfühlend. Ich glaube, das kennt jeder irgendwie so ein bisschen, wenn sich was löst. Dann habe ich die Dolmetscherin neben mir angesprochen und habe gesagt: „Du musst jetzt richtig gut übersetzen", weil ich habe genau dieses Bauchgefühl gerne auf den Tisch legen wollen. Du sagst jetzt, mein Bauchgefühl hat sich, ich, ich will, ich will dabei sein.

01:46:05: ,164 [Dominik Klein] Sie hat anscheinend ganz gut übersetzt, [lacht] weil wir hatten dann, äh, dieses Gespräch, ähm, und der Vertrag wurde dann halt ausgehandelt und so weiter, aber viel spannender ist eigentlich die Reflexion auf das: Warum hat sich das eigentlich gelöst? Und wenn ich mir das analysiere, sage ich, die Erwartungshaltung an mich selber wurde dadurch ja eigentlich bestätigt, weil ich war ja, kam vom THW Kiel, ich komme aus Deutschland. Wir hatten zehn Jahre

01:46:31: ,284 [Dominik Klein] die Performance, die man eben, den Anspruch an sich selber. Und der wurde mir da eigentlich bestätigt, dass ich das weiterführen kann, nämlich auch da jeden dritten Tag ein Spiel zu gewinnen, auch da ins Training zu gehen und besser zu werden, um Champions League was Neues mit aufzubauen. Und wir sind ja im ersten Jahr, ähm, Achtelfinale, bis ins Achtelfinale der Champions League gekommen, haben gegen Paris Saint-Germain verloren, ganz knapp.

01:46:56: ,404 [Dominik Klein] Ähm, dieses französische Duell war natürlich das Thema schlechthin und im zweiten Jahr sind wir sogar ins Champions-League-Final vorgekommen. Das heißt, Halbfinale, Finale findet immer im Final vor an einem Wochenende statt. Und wer wurde uns zugelost im Halbfinale? Paris Saint-Germain.

01:47:13: ,164 [Dominik Klein] Und wir haben wieder gegen Paris gespielt, wie das Jahr zuvor im Achtelfinale, jetzt diesmal im Halbfinale. Und wir haben vor 19.000 Zuschauern in der Köln-Arena gewonnen.

01:47:22: ,504 [Dominik Klein] Und das war der größte, die größte, ich will nicht sagen, so Bestätigung, [räuspert sich] am Ende einer Karriere zu wissen,

01:47:32: ,164 [Dominik Klein] ich wollte immer performen bis zum letzten Spiel der Karriere, dass wir das Champions-League-Finale am Sonntag, am Tag danach gegen Montpellier verloren haben. Da hätten wir noch drei Tage weiterspielen können. Das hätten wir nicht gewonnen.

01:47:43: ,584 [Martina Eberl] Okay.

01:47:43: ,014 [Dominik Klein] Ähm, das war einfach ein klarer Tag für, für Montpellier.

01:47:48: ,124 [Dominik Klein] Aber das Schönste ist eigentlich, zu wissen, man hat diese zwei Jahre so in seiner Persönlichkeitsentwicklung, in seinem familiären Entwicklung, ähm, dort so genießen können und das so sportlich an, an einem absoluten Höhepunkt, ein Champions-League-Finale an sein letztes Karrierespiel gehabt zu haben, das war, das war das Größte. Das war wirklich das Größte.

01:48:10: ,224 [Martina Eberl] Ihr habt also mit zwei französischen Vereinen in Köln.

01:48:13: ,924 [Dominik Klein] Drei.

01:48:13: ,144 [Martina Eberl] Nein, nein, aber du hast jetzt-

01:48:15: ,964 [Dominik Klein] Paris, Nantes Halbfinale und Montpellier gegen Skopje.

01:48:18: ,124 [Martina Eberl] Und ihr habt in Köln gespielt.

01:48:20: ,504 [Dominik Klein] Wir haben in Köln gespielt.

01:48:20: ,224 [Martina Eberl] Das habe ich jetzt bloß gerade gewundert, warum ihr dann in Köln spielt.

01:48:23: ,374 [Dominik Klein] Köln ist der Austragungsort, weil die größte Halle in Europa, weil der Handballtempel schlechthin, alles findet in ... Ja. Da, da lade ich dich gerne mal ein, weil wenn du das Erlebnis mitkriegst, das ist ...

01:48:35: ,644 [Martina Eberl] Warte.

01:48:37: ,344 [Dominik Klein] Genau.

01:48:38: ,874 [Martina Eberl] Da, das, da bin ich gerne mal, weil das ist, das ist schon dauer-

01:48:41: ,684 [Dominik Klein] Das, das haut dich um.

01:48:42: ,164 [Martina Eberl] Okay. In Köln. Also again what learned.

01:48:45: ,284 [Dominik Klein] Yes. [lacht]

01:48:46: ,284 [Martina Eberl] Sehr cool. Und deine Frau hast du dann da auch gleich mitgenommen?

01:48:49: ,604 [Dominik Klein] Ja klar, die war ja von Anfang an dabei. Die hätte auch, egal wo wir ins Ausland hätten hingehen wollen, sie wollte, sie wäre auf jeden Fall dabei, äh, gewesen. Das Schöne ist,

01:48:59: ,704 [Dominik Klein] um noch mal auf diese Vertragssituation zu kommen, ich bin mit meinem Berater ja da hingefahren und auf dem Heimweg von Nantes nach Paris habe ich zu ihm gesagt: „Mach das Ding klar." Also ich will dahin.

01:49:08: ,204 [Martina Eberl] Mhm.

01:49:09: ,384 [Dominik Klein] Und was er aber am Tag vorher mit einem Freund aus Frankreich hingekriegt hatte, der hat mit dem Präsident vom Frauenclub

01:49:17: ,304 [Dominik Klein] ausgemacht gehabt: „Egal, was wir mit den Männern, was Dominik seine Vertragsoption gibt, das Gleiche machen wir mit den, machen wir für den Frauen, für, für seine Frau." Und das vorher schon gewusst zu haben – das hat er mir natürlich nicht gesagt, erst auf dem Rückweg – das war eine geile Aktion.

01:49:33: ,754 [Martina Eberl] Ich wollte gerade sagen, das ist echt cool.

01:49:34: ,574 [Dominik Klein] Wir wussten quasi schon, egal was wir jetzt für eine Vertragsdauer und so weiter, ähm, ausmachen, der Frauenclub, der geht mit, weil die natürlich auch wussten, Isi, mit der kriegen sie natürlich eine Top-Spielerin und, äh, Linkshänderin und abwehrstark und ich bin da eh der größte Fan, äh, von meiner Frau, äh, weil ich da als Fan, Fan immer dabei gewesen bin.

01:49:55: ,164 [Martina Eberl] Der wird immer besser, was er sagt. Ja Wahnsinn. Okay.

01:49:59: ,124 [Dominik Klein] Ähm, und das war eine geile, eine geile Zeit. Richtig gut.

01:50:04: ,064 [Martina Eberl] Zwei Jahre, gell?

01:50:05: ,764 [Dominik Klein] Zwei Jahre, genau.

01:50:06: ,864 [Dominik Klein] Und dann ging es wieder zurück

01:50:09: ,864 [Dominik Klein] in die Heimat.

01:50:09: ,064 [Martina Eberl] Und dann? Dann kamen die Kinder?

01:50:12: ,454 [Dominik Klein] Dann kam Kind Nummer zwei und dann wurde ich Botschafter.

01:50:14: ,424 [Martina Eberl] Ach, Kind Nummer eins gab es schon.

01:50:15: ,744 [Dominik Klein] Ja genau. Kind Nummer eins war ja in Kiel, also er ist ja ein gebürtiger Kieler Junge.

01:50:19: ,284 [Martina Eberl] Okay.

01:50:20: ,814 [Dominik Klein] Da kam ja dann auch meine Frau aus der, aus dem ersten Kind dann auch wieder zurück.

01:50:24: ,224 [Martina Eberl] Stimmt, 2014 geboren.

01:50:26: ,322 [Dominik Klein] 2014 kam sie auch wieder, ähm, zur Nationalmannschaft und hat ja dann quasi da, da kann man ja auch nur alle Hüte vorziehen, wie man das als Frau, äh, einfach wieder hinkriegt, nicht nur aus einer Babypause zurückzukommen, sondern der Frauenhandball in Deutschland war ja nicht so, dass du davon leben konntest. Also bis heute schwierig. Sie hat ja noch währenddessen Diplom Betriebswirtin, hat eine Abteilung aufgebaut, hat gearbeitet, äh, acht, ganz normal und daneben noch Handball. Also so viele Hüte kann ich gar nicht aufziehen, wie ich davor ziehen kann, wie sie das gemeistert hat. Und das, ähm, genau, sind wir dann in die Heimat zurückgegangen, ähm, nach Oberschleißheim-

01:51:06: ,902 [Martina Eberl] Mhm.

01:51:06: ,262 [Dominik Klein] da wo quasi unsere, meine Frau herkommt und wo Freunde und Familie leben. Und

01:51:12: ,152 [Dominik Klein] atmet tief ein] da bin ich dann quasi zum Bayerischen Handballverband gekommen, weil ich wollte unbedingt natürlich aus diesen Erfahrungen der Karriere was zurückgeben. Und wo kann man das am besten? Also an der Basis, da, wo eigentlich [atmet tief ein] noch immer die Möglichkeit besteht, was an den Rädchen sch, zu schrauben. Dann habe ich mir gesagt, ich möchte gerne in der Talentförderung, in der Trainerausbildung und so Energizer Mode reinbringen, dass wir Handball in Bayern nach vorne bringen.

01:51:38: ,212 [Martina Eberl] Du hast jetzt die beste Brücke selber schon gerade gebaut.

01:51:41: ,172 [Dominik Klein] Mhm.

01:51:42: ,491 [Martina Eberl] Du darfst mich, ich gebe dir jetzt nämlich wirklich die Bühne, um zu erzählen, was du jetzt Tolles da auf die Beine stellst. Das ist ja grandios.

01:51:50: ,991 [Dominik Klein] Mhm.

01:51:50: ,822 [Martina Eberl] Erzähl mal, bevor ich jetzt da wieder eine riesen Einleitung mache.

01:51:53: ,842 [Dominik Klein] Ja, ich ins Schwärmen, ich ins Schwärmen komme. Äh, jetzt können wir endlich auflösen, warum [lacht] steht und sitzt hier eigentlich eine Giraffe mit bei? Ähm, der Handballcampus München, der, äh, wurde 2000, ja, 21 quasi ins Leben gerufen, weil mein Partner und ich, also der Christian Emrich, ähm, und ich hatten quasi während Corona die Idee, wir müssen mehr Bewegungsangebote für unsere Kinder hinkriegen, weil es wird gerade Sport, Kunst und Musik, äh, gestrichen als Allererstes-

01:52:22: ,842 [Martina Eberl] Mhm.

01:52:22: ,742 [Dominik Klein] äh, während dieser Corona-Zeit.

01:52:24: ,772 [Martina Eberl] Mhm.

01:52:24: ,032 [Dominik Klein] Und wir brauchen Bewegungsangebote. Und [atmet tief ein] wenn nicht jetzt, wann dann war ein, ein, ein Song von den Höhnern 2007 [lacht] und den haben wir uns natürlich zum Slogan genommen, ähm, dass wir das genau jetzt anfangen. Und diese Gemeinnützigkeit, die daraus entstanden ist, darf heute nach fünf Jahren, wir feiern ja dieses Jahr den fünften Geburtstag, ähm, sich wirklich auf die Fahne schreiben, dass wir Kinder zu mehr Bewegung begeistern im goldenen Lernalter. Das ist so drei bis zwölf Jahre. Wir wollten Kindergarten, Grundschule immer in den Fokus nehmen, weil darüber hinaus fängt dann schon wieder Leistungsorientierung an und Vereinsmeierei und dann geht es wieder aufeinander zu. So haben wir gesagt, wir gehen voll an die Basis und heute bewegen wir tausend Kinder pro Woche in den Kindergärten und Schulen in München. Und das können wir nur durch ein Team, was eine Koordination für FSJler, äh, macht. Also unser Stamm, unser Herzstück sind eigentlich die Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die noch nicht wissen, ob sie ins Studium gehen, sondern diesen früheren Zivildienst, dieses freiwillige soziale Jahr, was ich, für was ich eine Riesenwerbung machen wollen würde, weil das ist eine Orientierung sondergleichen, wenn so junge Menschen sich entwickeln können, wie sie vor einer Schulklasse stehen, um den Sportunterricht zu machen oder wie sie bei der Essensausgabe helfen, wenn im Nachmittagsunterricht irgendwie Hilfestellung braucht. Also das ist ein krasses Jahr und darauf bin ich so stolz, dass wir diese ganzen FSJler, die bei uns seit vier Jahren dabei sind, noch immer im Team dabei sind. Also die sind noch immer dabei und die, die, äh, fühlen sich noch immer so diesem Handballcampus verbunden, dass ich sage, allein dafür, jungen Menschen eine Plattform gegeben zu haben, äh, ist manchmal genauso ein großes Erlebnis wie leuchtende Kinderaugen-

01:54:08: ,312 [Martina Eberl] Mhm.

01:54:08: ,691 [Dominik Klein] ähm, in den Schulen ein Bewegungsangebot zu packen. Und warum jetzt die Giraffe? Die Giraffensprache steht für die gewaltfreie Kommunikation und quasi die Erzieher und Pädagogen, die jetzt auch Lehrer oder Erzieher werden in Kindergärten, die kennen das aus ihrem Studium. Also die Giraffensprache ist quasi versus der Wolfssprache, die Sprache, die sich gewaltfrei mit den Mitmenschen kommuniziert. Warum? Das ist das Landtier mit dem größten Herzen. Wenn man sagt, dem, der Giraffe gegenüber, das ist die Empathie, die sie gegenüber ihrem Rudel hat und der überlegt es erst mal bedacht, über alles schaut, alle, alles anhört und dann in der, in der du, in der Ich-Form sprechen. Und das war, als mir das mein Team erzählt hat, was du da machen willst, so mit, ich gesagt habe: „Ja, wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe mit den Kindern und so leuchtende Augen. Das, was du machen willst, ist ja die Giraffensprache." Ich so: „Kenne ich nicht, muss mich aufklären." Und dann habe ich immer noch diese Erklärung bekommen. Da habe ich gesagt: „Das wird unser Maskottchen." Ist ja klar.

01:55:07: ,172 [Martina Eberl] No brainer. Mhm.

01:55:09: ,702 [Dominik Klein] Damit gehen wir jetzt raus und, und begeistern die, die Lehrer, die Kinder, die Eltern, die Coaches, die Vereine. Und mittlerweile sind wir ganz gut, ganz gut unterwegs.

01:55:18: ,152 [Martina Eberl] Und ihr seid jetzt quasi ein, ein eigener Verein.

01:55:22: ,332 [Dominik Klein] Wir sind mit dem Handballcampus eine Gemeinnützigkeit, ähm, und daraus entstanden ist jetzt ein Verein, weil wir wollten eigentlich nie in den Spielbetrieb, weil wir gesagt haben: „Hey, wir wollen keine Mannschaften in den Spielbetrieb bringen." Aber nachdem dieser Campus sich so generisch gewachsen hat, dass Eltern und Kinder auf uns zugekommen sind und gesagt: „Ja, wir möchten aber jetzt in der CBA-Jugend mit dreizehn, vierzehn möchten wir weiter. Was gibt es denn jetzt von euch noch? Also lass uns doch mal mit den Coaches weitermachen und die Trainings ein, das ist doch so toll alles." Da haben wir uns natürlich gedacht: Okay,

01:55:55: ,892 [Dominik Klein] jetzt müssen wir uns Gedanken machen, wie, wie können wir die Geschichte mit den Talenten weiter erzählen? Und daraus ist jetzt eine Handballgemeinschaft als e.V. entstanden und dieser Verein möchte jetzt eine Perspektive schaffen für unsere Talente, dass sie hier bleiben bei uns. Weil viele aus dem Handballcampus, viele Talente in München gehen nach Leipzig, nach Magdeburg, nach Berlin, nach Mannheim, da wo halt Spitzenhandball möglich ist. Und wir haben aber nichts am, am Standort München. Eigentlich total

01:56:24: ,632 [Dominik Klein] ungewöhnlich. In allen Sportarten gibt es in München highest Level, nur im Handball nicht. Und das wollen wir eigentlich, das wollen wir ändern.

01:56:32: ,972 [Martina Eberl] Wäre eigentlich, ähm, der erste Move, den man sich jetzt so überlegen könnte: Warum hat man nicht eigentlich beim FC Bayern mal angefragt?

01:56:39: ,552 [Dominik Klein] Du bist nicht die Erste, die das fragt. [lacht]

01:56:43: ,012 [Martina Eberl] Aber da ist es Richtung Basketball gegangen.

01:56:45: ,044 [Dominik Klein] Ja, das war ja schon lange Jahre, ähm- Zurück. Marco Pešić und wie da, wie das Ganze zustande gekommen ist, wissen wir alles. Ähm, wir sind auch im Austausch mit dem FC Bayern, aber aus rein informeller und als rein respektvollem Umgang miteinander, weil ich sage immer, jeder Stein, der nicht in den Weg gelegt wird, ist ein guter Stein. So, daher sind wir bekannt. Wir sind auch anerkannt. Wir, die unterstützen auch, äh, auf jeder Ebene. Wir sind ja auch mit der Handballabteilung des FC Bayern schon ganz lange Gründungsverein des Handballcampus. Also wir machen dort Camps, wir machen dort Ferienbetreuung. Wir gehen, äh, mit FSJ-

01:57:21: ,804 [Martina Eberl] Das gibt's tatsächlich? Die ha-

01:57:22: ,964 [Dominik Klein] Ja, die haben 'ne Hand, ja, und die ist eine, das mit die größte Abteilung, äh, beim FC Bayern sogar.

01:57:28: ,374 [Martina Eberl] Okay.

01:57:29: ,784 [Dominik Klein] Also neben dem Fußball natürlich.

01:57:30: ,884 [Martina Eberl] Ja.

01:57:30: ,544 [Dominik Klein] Äh, mit sehr vielen aktiven Mitgliedern und ich habe da auch vor, boah, fast über acht, neun Jahren schon mal ein Handballcamp gemacht. Dann wurde, damit wurde überhaupt erst mal sichtbar: „Wie FC Bayern hat Handball?" Ja, krass.

01:57:41: ,964 [Martina Eberl] Ja, okay.

01:57:41: ,304 [Dominik Klein] So, und aber noch mal, dieser generische Wachstum, den wir da jetzt gerade voranführen, soll eigentlich mehr so 'ne, 'ne Identität schaffen unter den vielen Münchner Vereinen, dass wir wissen, es geht nur gemeinsam. Wenn wir hier eine Perspektive für unsere Talente schaffen, dann können wir nur gemeinsam nach vorne. Und daher bin ich ja heute schon so ein bisschen mit einer Farbe hier zu dir gekommen, äh, die sich vielleicht manchmal ein bisschen beißt zu dem Pink hier.

01:58:05: ,144 [Martina Eberl] Nee, das ist quasi das männliche Pink.

01:58:07: ,864 [Dominik Klein] Gut, danke.

01:58:07: ,134 [Martina Eberl] Ja, ja.

01:58:08: ,094 [Dominik Klein] Dann freue ich mich darüber, dass wir das auf den Tisch machen.

01:58:11: ,654 [Dominik Klein] Weil das soll auch so eine Vereinsfarbe sein, die es ad dato so noch nicht gibt. Aber was wir machen,

01:58:17: ,504 [Dominik Klein] wir möchten so ein Harry-Potter-Prinzip, äh, einbauen. Nämlich, du behältst als Talent von Laim, von Ismaning, von Aubing, whatever, behältst du die Identität deines Vereins, indem du den Ärmel für deinen Heimatverein bekommst. Bei uns soll quasi das Vereinslogo, wo du herkommst, auf dem Ärmel sein. Und wir spielen aber für die magische Schule, wenn man mal bei Harry Potter bleibt.

01:58:39: ,784 [Martina Eberl] Ja, ja.

01:58:39: ,844 [Dominik Klein] Und du behältst aber die Farbe deines Hauses. Und so wollen wir eigentlich die Vereine zueinander bringen, dass das, was wir aufbauen, als Dachmarke, für euch aber auch Sichtbarkeit sein soll, ja, dass euer Talent bei uns sein, seine Heimat weiß.

01:58:53: ,224 [Martina Eberl] Verstehe. Also letztendlich ist es schon was für Fortgeschrittenes. Bei euch fängt man jetzt nicht zum Spielen an. Okay, gut.

01:59:00: ,384 [Dominik Klein] Weil die Vereinsarbeit, die ist, die ist ja top.

01:59:02: ,804 [Martina Eberl] Die ist da.

01:59:02: ,264 [Dominik Klein] Die ist top.

01:59:03: ,684 [Martina Eberl] Ja.

01:59:03: ,044 [Dominik Klein] Wir haben super viele Talente. Wenn die alle da bleiben würden, dann würden wir gar nicht drüber reden, ob wir hier einen Bundesligaverein hätten.

01:59:09: ,584 [Martina Eberl] Ja, okay.

01:59:09: ,764 [Dominik Klein] Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. So, und das wollen wir jetzt zusammenführen. Jetzt wollen wir durch unseren Vertrauensvorschuss, den wir natürlich vielleicht aufgrund, aufgrund unserer Bekanntheit, der Steffen Weinhold ist ja auch mit im Team, der ist Europameister, auch Nationalspieler gewesen und Champions League. Wir haben zusammen in Kiel gespielt. Wir haben immer gesagt, wenn wir mal in Bayern sind, ey dann, dann müssen wir was gemeinsam-

01:59:29: ,034 [Martina Eberl] Bewegen wir was.

01:59:30: ,264 [Dominik Klein] Bewegen wir was. Und ausschlaggebender Punkt war tatsächlich auch die Lisa, die bei uns im Vorstandsteam dabei ist. Deren Tochter war bei uns immer auf dem Handballcampus, Camp oder in den Trainings und die hat gesagt: „Du, meine Tochter will jetzt aber hier mal leistungsorientiert. Die will jetzt, die hat ein Talent, die will jetzt weitermachen. Wo kann ich das hier machen?" Und dann habe ich gesagt: „Du, oh, ich erzähle dir jetzt das, was wir am Stammtisch schon immer gesagt haben. Weißt du, den Handball bräuchten wir mal in München." Und die hat aber dann noch mal so einen Zug reingebracht. Deswegen ist sie heute auch im Vorstandsteam, hat sogar die Vermarktungs GmbH jetzt mit, äh, aufgebaut und gegründet und wir packen gerade wirklich viele Leute auf dieses, auf diese Gipfeltour. Wir sprechen von einer Gipfeltour und kein Leuchtturmprojekt, sondern wir wollen wirklich Stück für Stück nach oben gehen, dass wir den Talenten hier in München was, was bieten.

02:00:14: ,924 [Martina Eberl] Toll. Cooles Projekt.

02:00:15: ,944 [Dominik Klein] Das wird ein langer Weg. Da gibt es auch mal einen Erdrutsch, da kommt mal eine Gondel dazu. Aber jeder, der jetzt Bock hat, da dabei zu sein, der kann sich wirklich da mit, mit als Gründungsmitglied, äh, mit einbringen.

02:00:27: ,493 [Martina Eberl] Cool. Shout out to everybody. Sehr gut. Ja, also ich habe dir das hier erzählt. Wir haben in Aubing ja auch echt einen guten Handballverein, so viel ich weiß. Also ich kenne viele, ähm, die früher auch Handball gespielt haben, also jetzt in meinem Alter, die ja auch ganz, ganz viele Autogrammwünsche haben, ähm-

02:00:42: ,493 [Dominik Klein] lacht] Ja.

02:00:42: ,574 [Martina Eberl] die du nachher auch gerne noch bitte aus-

02:00:44: ,584 [Dominik Klein] Sehr gut. Mache ich, mache ich.

02:00:45: ,964 [Martina Eberl] erfüllen musst, diese Wünsche. Wir kommen schon zu unserem Ende.

02:00:49: ,884 [Dominik Klein] Es ist so schön.

02:00:50: ,204 [Martina Eberl] Ich weiß.

02:00:51: ,824 [Dominik Klein] Es fliegt. Krass.

02:00:52: ,024 [Martina Eberl] Gell? Und am Anfang hast du gesagt: „Was? Zwei Stunden?" Zack.

02:00:56: ,744 [Dominik Klein] Mir macht das ja nie was aus. Ich denke mir immer nur an die, die zuhören, aber die jetzt so lange da dabei bleiben, das ist schon geil. Das ist schon, das macht schon auch den Podcast aus, weil du das auch so gut moderierst.

02:01:07: ,244 [Martina Eberl] Oh, vielen Dank.

02:01:08: ,474 [Dominik Klein] Weil das so gut, weil das ein Gespräch ist und keine, kein Interview. So, und das ist das Schöne.

02:01:13: ,684 [Martina Eberl] Nee, aber weißt du, ich bin totaler Podcast-Fan und fast schon Freak. Also ich höre mir jeden Tag auch Podcasts an beim Laufen, beim Sport, auf dem Radl. Ähm, und, ähm, ich denke mir, aus Podcasts kann man so viel lernen und ich, ich höre mir ganz oft so lange Podcasts an, so auch zwei Stunden. Die höre ich mir halt dann mal auf zwei, drei Mal an.

02:01:33: ,144 [Dominik Klein] Mhm.

02:01:34: ,744 [Martina Eberl] Und ich meine, wie oft sitzt du beim Auto, eine halbe Stunde steht man wieder im Stau. Dann bist du eine Dreiviertelstunde bei dir draußen Oberschleißheim steht man ja nur im Stau.

02:01:40: ,284 [Dominik Klein] lacht]

02:01:41: ,684 [Martina Eberl] Da kann man sich ja dann gerne mal, ähm-

02:01:43: ,724 [Dominik Klein] Gegenfrage: Äh, hörst du auch mit schneller, äh, hörst du's schneller?

02:01:47: ,384 [Martina Eberl] Nein.

02:01:48: ,924 [Dominik Klein] Echt nicht?

02:01:48: ,744 [Martina Eberl] Nein. [lacht] Das sage ich immer nur zu allen, wenn ich meine Podcasts als Sprachnachricht schicke, weil ich so eine Sprachnachrichtenschickerin bin.

02:01:55: ,774 [Dominik Klein] Da eineinhalbfach, ja klar.

02:01:56: ,504 [Martina Eberl] Kündige ich immer an: „Bitte schnell abspielen", weil ich komme immer vom Hundertste ins Tausendste. Aber das bin ich halt mal. Also das, das Quatschen, das gehört schon so zu mir. Aber du darfst, wie alle anderen Gäste auch, die schnellen neun noch hinten rausspielen.

02:02:10: ,654 [Dominik Klein] Die schnellen neun.

02:02:10: ,184 [Martina Eberl] Die schnellen neun, die man quasi so als, ähm, Feierabends-neun-Loch spielt.

02:02:15: ,744 [Dominik Klein] Mhm.

02:02:15: ,284 [Martina Eberl] Und die tun auch überhaupt nicht weh. Ähm, und du darfst sie auch, weil sie ja schnell sein sollten, auch schnell beantworten.

02:02:21: ,584 [Dominik Klein] Okay.

02:02:21: ,464 [Martina Eberl] Brauchst nicht ausholen.

02:02:22: ,344 [Dominik Klein] Mhm.

02:02:24: ,284 [Martina Eberl] Die Quick Nine.

02:02:26: ,304 [Martina Eberl] Bist du eine Lerche oder eine Eule?

02:02:28: ,284 [Dominik Klein] Eule.

02:02:29: ,284 [Martina Eberl] Tracker oder Gefühlssportler?

02:02:31: ,524 [Dominik Klein] Gefühlssportler.

02:02:32: ,764 [Martina Eberl] Das hatten wir eigentlich schon. Sommer oder Winter?

02:02:34: ,884 [Dominik Klein] Winter.

02:02:35: ,224 [Martina Eberl] Ausdauer oder Kraft?

02:02:38: ,964 [Dominik Klein] Beides.

02:02:40: ,924 [Martina Eberl] Süß oder salzig?

02:02:41: ,384 [Dominik Klein] Salzig.

02:02:43: ,044 [Martina Eberl] Kino oder Theater?

02:02:45: ,324 [Dominik Klein] Kino.

02:02:46: ,074 [Martina Eberl] Lieblingsstadt?

02:02:48: ,304 [Dominik Klein] Aida.

02:02:50: ,624 [Dominik Klein] lacht] Barcelona. Barcelona. Barcelona.

02:02:54: ,424 [Martina Eberl] Barcelona?

02:02:55: ,504 [Dominik Klein] Ja.

02:02:57: ,734 [Martina Eberl] Barcelona. Lieblingsessen?

02:02:59: ,624 [Dominik Klein] Cordon bleu.

02:03:01: ,384 [Martina Eberl] Oh, da würdest du jetzt bei meiner kleinen Tochter punkten.

02:03:03: ,424 [Dominik Klein] Nee. [lacht]

02:03:04: ,123 [Martina Eberl] Cordon bleu. Drei Dinge, für die du dankbar bist. Ganz spontan.

02:03:09: ,984 [Dominik Klein] Familie, Gesundheit,

02:03:14: ,744 [Dominik Klein] Mentor.

02:03:15: ,694 [Martina Eberl] Okay. Das ist jetzt das zehnte Loch. Das ist jetzt schon das Clubhaus.

02:03:19: ,924 [Dominik Klein] Okay. Mhm.

02:03:19: ,324 [Martina Eberl] Ja, wir hatten schon neun.

02:03:21: ,004 [Dominik Klein] Dritte Halbzeit bei uns.

02:03:23: ,544 [Martina Eberl] lacht] Da sitzen wir jetzt quasi schon mit dem Bier da.

02:03:25: ,624 [Dominik Klein] Okay.

02:03:26: ,404 [Martina Eberl] Hast du Affirmationen, die du dir gerne sagst?

02:03:31: ,864 [Martina Eberl] So nach dem Motto: „Meine Gedanken sind mein größtes Gut und daran glaube ich."

02:03:36: ,824 [Dominik Klein] Ich hab ja gerade die Gipfeltour gesagt.

02:03:37: ,344 [Martina Eberl] Mhm.

02:03:38: ,473 [Dominik Klein] Berge, ich liebe Berge. Was einem das immer gibt. Machen wir viel zu wenig eigentlich in der jetzigen Zeit, obwohl wir so nah dran sind. Daher alles, was so Natur, Gipfel nach oben, nach vorne geht, das ist mein, äh,

02:03:51: ,104 [Dominik Klein] da gehe ich drin auf. Da habe ich, da kriege ich richtig viel Energie.

02:03:55: ,384 [Martina Eberl] Also nach den ganzen neuen Loch hier, äh, was du so gesagt hast, ich bin immer so, ich bin, also

02:04:00: ,484 [Martina Eberl] es ist sensationell, dass wir uns so gut verstehen, weil ich bin bei allen immer genau das Gegenteil.

02:04:04: ,044 [Dominik Klein] lacht]

02:04:05: ,364 [Martina Eberl] Super leer in der Früh.

02:04:06: ,844 [Dominik Klein] Ach so.

02:04:06: ,614 [Martina Eberl] Super Tracker. Ja, Sommer und so weiter.

02:04:10: ,624 [Dominik Klein] Süß.

02:04:10: ,874 [Martina Eberl] Aber ja, süß. Ja, wobei das verändert sich auch mal so. Aber was wir wirklich, wirklich auch wieder gemeinsam haben und das habe ich mir jetzt nämlich neu machen lassen. Hier guck, das ist mein Berg.

02:04:19: ,134 [Dominik Klein] Laufberge.

02:04:20: ,804 [Martina Eberl] Wo dahinter die Sonne aufgeht, also die Gipfeltour. Für alle, die es sehen wollen hier. Mein, äh, „Man ist am Leben".

02:04:26: ,344 [Dominik Klein] Mhm.

02:04:27: ,504 [Martina Eberl] Meine zwei Kinder-

02:04:28: ,914 [Dominik Klein] Mhm.

02:04:28: ,794 [Martina Eberl] begleiten mich immer durch Täler und dann geht es wieder bergauf und hinter der und dann geht-

02:04:33: ,964 [Dominik Klein] Die Sonne.

02:04:34: ,184 [Martina Eberl] die Sonne. So, mein Lieber, und das ist nämlich immer so meine, meine finale Überleitung an meine Geschenke.

02:04:41: ,224 [Dominik Klein] Oh.

02:04:41: ,084 [Martina Eberl] Dadurch, dass ihr, äh, ihr mehr seid, ähm, da ist jetzt ein Bändchen zu viel. Für deine zwei Damen zu Hause und für die zwei Jungs bekommst-

02:04:50: ,574 [Dominik Klein] Wie cool ist das denn?

02:04:50: ,364 [Martina Eberl] du zwei Glücksbringer. Das ist quasi jetzt euer Family-

02:04:54: ,374 [Dominik Klein] Pink.

02:04:54: ,784 [Martina Eberl] Bonding.

02:04:55: ,604 [Dominik Klein] Mhm.

02:04:56: ,614 [Martina Eberl] Und dann natürlich auch zu den, ähm, natürlich in Pink oder in, in Rosa. Ähm, wenn du's nicht haben willst, dann kannst du es deiner Tochter geben oder deiner Frau. Das ist ein, ähm, Self Care Journal. Ich bin nämlich selber ein Journal Writer.

02:05:10: ,614 [Dominik Klein] Mhm.

02:05:10: ,934 [Martina Eberl] Also sprich, früher hieß das Tagebuch. Heutzutage schreibt man auf, wofür man dankbar ist und, ähm,

02:05:17: ,014 [Martina Eberl] ganz viel tolle Sachen kann man da reinschreiben.

02:05:20: ,024 [Dominik Klein] Ja. Vielen, vielen Dank. Oh, jetzt habe ich ja gar nichts hier dabei.

02:05:22: ,404 [Martina Eberl] Das machst du überhaupt nicht. Du bist doch mein Gast.

02:05:23: ,844 [Dominik Klein] Pen und T.

02:05:23: ,284 [Martina Eberl] Und zum vielen Dank, den, den lehme ich dankend ab. Und, ähm, das Letzte von unserem Partner, ähm, von Fortyeight grams. Das, da kannst du dich mit deiner Frau streiten, äh, wer's mehr braucht. Also du brauchst es ja sowieso nicht. Das ist eine-

02:05:39: ,294 [Dominik Klein] Gesichtsmaske.

02:05:39: ,514 [Martina Eberl] Kokosfaser-Gesichtsmaske, die achtundvierzig Gramm wiegt und die, wenn man tatsächlich noch Hunger hinten raus hat, kann man sie auch essen.

02:05:45: ,524 [Dominik Klein] Nicht dann.

02:05:45: ,864 [Martina Eberl] Doch, weil die so bio ist.

02:05:46: ,324 [Dominik Klein] Ernsthaft?

02:05:47: ,634 [Martina Eberl] Ja, genau. Also vielen, vielen herzlichen Dank, dass du da warst.

02:05:49: ,313 [Dominik Klein] Hat super viel Spaß gemacht.

02:05:50: ,324 [Martina Eberl] Ja.

02:05:50: ,824 [Dominik Klein] Vielen Dank.

02:05:50: ,834 [Martina Eberl] Gut Ding hat Weile.

02:05:51: ,864 [Dominik Klein] Yes.

02:05:51: ,834 [Martina Eberl] Und du merkst ja, man muss einfach dranbleiben, dass tolle Dinge passieren.

02:05:54: ,584 [Dominik Klein] Da warst du sehr hartnäckig und, äh, ich danke dir dafür, dass wir es dann geschafft haben. Und jetzt gucke ich mal, ob ich noch ein paar Schwünge hier machen kann.

02:06:01: ,104 [Martina Eberl] Genau, wir machen jetzt noch ein paar Schwünge und bei euch möchten wir uns und vor allem ich mich natürlich bedanken, dass ihr dabei wart und weiterhin hier den Super Gentleman können wir immer schön auf der ARD sehen und schaut mal sein Campus an. Also schön, dass ihr da wart beim Pink Table. So, und das war eine weitere Folge von The Pink Table. Ich hoffe, dir hat der Podcast gefallen und du könntest mir einen Riesengefallen tun, indem du ihn abonnierst auf dem Kanal, auf dem du diesen Podcast sehen möchtest. Eine Fünf-Sterne-Bewertung ist natürlich mega oben drauf und vor allem wünsche ich mir einen Kommentar, wenn du einen Wunschsportler hättest, einen Wunschathleten, einen Wunsch-Olympiaden oder Paralympics. Und ich werde natürlich mein Bestes geben, diesen Sportler bald hier am Pink Table empfangen zu dürfen. Also bis dahin, frohes Weiterhören.